Schlagwort: Ägypten

Mit Hilfe von hochauflösenden Infrarotbildern, von einem NASA Satelliten etwa 700 km von der Erde entfernt aufgenommen, konnten Wissenschaftler der Alabama Universität 17 Pyramiden und etwa 1000 Gräber und 3000 antike Siedlungen orten. Die ersten Testgrabungen haben den Fund von zwei Pyramiden bestätigt. In Ägypten hofft man, dass die neuen Entdeckungen den durch die Revolution geschrumpften Tourismus wieder ankurbeln können.

Präaident George Bush hat seine Reise durch den Nahen Osten mit einem Stopover in Kairo beendet. Er forderte eine stärkere Demokratisierung und lobte die Zivilgesellschaft, die über das Internet die Meinungsfreiheit fördere. Regierungskritische Blogger kamen kürzlich in Konflikt mit der Polizei.

Nach den Ausschreitungen gegen koptische Kirchen, bei denen es zwei Tote und 40 Verletzte gab, hat die Polizei über 100 Personen verhaftet, die beschuldigt werden, an den Gewalttätigkeiten teilgenommen zu haben.

Die Wahlkommission hat aus 23 potenziellen Bewerbern um das Präsidentenamt zehn Kandidaten von der Liste gestrichen. Darunter sind die drei aussichtsreichsten Kandidaten: der frühere Geheimdienstchef von Mubarak, Omar Suleiman, Khairat al-Shater von den Muslimbrüdern und der radikalislamische Salafist Hasem Abu Ismail. Sie dürfen binnen 48 Stunden Einspruch erheben. Die Wahl soll am 23. Mai stattfinden; eine Stichwahl wenn nötig am 16. Juni.

Die 17 angeklagten Mitarbeiter von internationalen NGOs, darunter zwei Deutsche, wurden gegen Hinterlegung einer Kaution von 250,000 Euro pro Person nach Zypern ausgeflogen. Das Verfahren ist trotz Ausreiseerlaubnis nicht eingestellt, könnte also in absentia weitergeführt werden, obwohl die betroffenen NGOs ein Ende des „absurden Verfahrens“ anstreben.

Zum ersten Mal hat eine Frau ein Selbstmordattentat verübt. Bei zwei Anschlägen auf Touristenziele in Kairos wurden neuen Menschen verletzt.

Nach der Frauenrechtlerin Nawal Saadawi hat auch der Menschenrechtsaktivist Saadeddin Igrahim seine Kandidatur für das Präsidentenamt aufgekündigt und zum Wahlboykott aufgerufen.

Der Vorsitzende des „Enough Project“ lobte Präsident Obamas Grundsatzrede in Kairo, in der er der muslimischen Welt die Hand reichte und um einen Neuanfang in den Beziehungen warb, als beeindruckend. Er bedauerte aber, dass die Sudan Krise, die Obama selbst „einen Schandfleck auf unserm kollektiven Gewissen“ nannte, keine größere Aufmerksamkeit fand, besonders da der Sudan einer der engsten Nachbarn Ägyptens ist und die Kampfhandlungen, die das Leben der Bevölkerung unerträglich machen, wieder aufgeflammt sind.

Frankreich hat Ägypten fünf Fresken Bruchstücke, die im Louvre gehalten wurden, zurückgegeben, eine direkt von Sarkozy an Mubarak bei dessen Staatsbesuch in Paris. Man vermutet, dass die Fragmente aus dem 3200 Jahre alten Grab von Tetaki nahe Luxor stammen. Altägyptische Kunstwerke in vielen Teilen der Welt haben für Unstimmigkeiten gesorgt. Die ägyptische Regierung ist bestrebt, manche der Werke zurückzuführen.

Das von Ibrahim Abouleish 1977 gegründete Unternehmen Sekem hat in der Wüste nordöstlich von Kairo eine biologisch-dynamische Landwirtschaft aufgebaut. Neben Bio-Lebensmitteln gibt es auch Gesundheitsprodukte und Öko-Textilien aus eigenem Anbau und eigener Verarbeitung. Besonderes Gewicht liegt auf fairem Handel. Für die 2000 Mitarbeiter und die Umgebung gibt es Kindergärten, Schulen, Kliniken und demnächst eine freie Universität.

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