Schlagwort: Ägypten

Das Ministerium für Landwirtschaft teilte mit, dass es bisher 3,1 Millionen Bäume für die Initiative des Präsidenten „100 Millionen Bäume“ geliefert hat. Die Pojekt hat 2 Phasen. Die erste Phase ist abgeschlossen. Sie umfasste die sieben Gouvernements – Qalyoubiyah, Gharbia, Beni Suef, Menya, Fayoum, Asyut und New Valley – 1,3 Millionen Bäume wurden gepflanzt. Für das zweite Programm, dass die sechs Gouvernements Kairo, Menoufeya, Süd-Sinai, Port Said, New Valley und Red Sea umfasst, wurden bis jetzt 995.000 Bäume geliefert. Darüber hinaus wurden 800.000 in Wäldern angepflanzt. Die angebauten Baumarten sind: Kampfer, Kasuarinen, Konokarpfen, Orangen, Guaven, Oliven, Bologna, Weißpappeln, Mahagoni, Zitronen, Granatäpfel und andere.

Eine BBC-Untersuchung der Parfüm-Lieferketten ergab, dass der von den Lieferanten von Lancôme und Aerin Beauty verwendete Jasmin von Minderjährigen gepflückt wurde. Der Jasmin, der in Lancôme Idôle L’Intense – und in Ikat Jasmine und Limone Di Sicilia für Aerin Beauty – verwendet wird, stammt aus Ägypten, wo etwa die Hälfte der weltweiten Jasminblüten – ein wichtiger Bestandteil von Parfüms – angebaut wird. Es ist schwierig, genau zu sagen, wie viele der 30 000 Menschen, die in der ägyptischen Jasminindustrie arbeiten, Kinder sind. Aber im Sommer 2023 hat die BBC gefilmt und mit vielen Bewohnern gesprochen, die sagten, dass der niedrige Preis für Jasmin bedeutet, dass sie ihre Kinder in ihre Arbeit einbeziehen müssen.

Präsident Abdel Fattah el-Sissi erklärte, sein Land lehne die Vertreibung von Palästinensern aus dem Gazastreifen auf die Sinai-Halbinsel weiterhin „strikt ab“. Ägypten befürchtet, dass ein israelischer Bodenangriff auf Rafah im südlichen Gazastreifen Hunderttausende vertriebener Palästinenser über die Grenze in sein Gebiet treiben würde. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärt, dass Rafah nach mehr als sechs Monaten Krieg die letzte verbliebene Hochburg der Hamas ist und dass die Entsendung von Bodentruppen unerlässlich ist, um die Gruppe zu besiegen. Die Einwohnerzahl von Rafah ist von 280.000 auf schätzungsweise 1,4 Millionen angestiegen, da die Palästinenser vor den Kämpfen in anderen Teilen des Gazastreifens fliehen. Hunderttausende dieser Evakuierten leben in ausgedehnten Zeltlagern.

Der Verkauf eines Strandabschnitts westlich von Alexandrien an die Vereinigten Arabischen Emirate wird als ein Wendepunkt für die angeschlagene Wirtschaft gefeiert. Die VAE wollen 35 Milliarden Dollar direkt in die ägyptische Wirtschaft investieren. Ein Teil der Summe ist bereits überwiesen und hilft gegen die Devisenknappheit, die durch den Krieg in Gaza und den schrumpfenden Suez-Verkehr aggraviert wird. Kritiker glauben, dass Präsident al-Sisi mit den Krediten seine irrationalen Megaprojekte verwirklicht. Das Investment der VAE wird nicht das einzige bleiben. Auch Saudi-Arabien will 15 Milliarden Dollar in ein Touristenziel am Roten Meer investieren.

Präsident Abdel Fattah al-Sisi ist für seine dritte Amtszeit an der Spitze des bevölkerungsreichsten Landes der arabischen Welt vereidigt wurden. Der 69-jährige ehemalige Armeechef, der seit zehn Jahren an der Macht ist, soll bis 2030 Präsident bleiben. Bei den Wahlen im Dezember setzte der Präsident sich mit 89,6 % der Stimmen gegen drei unbekannte Kandidaten durch, nachdem die Herausforderer der Opposition ins Abseits gestellt oder inhaftiert worden waren. Der Amtseid am Dienstag markierte auch die Einweihung der neuen ägyptischen Verwaltungshauptstadt (NAC), die in der Wüste östlich von Kairo liegt.  Das 58-Milliarden-Dollar-Megaprojekt ist die Visitenkarte der Regierung Sisi, die Milliarden in die ägyptische Infrastruktur gesteckt hat, aber auch für ihre massiven schuldenfinanzierten Ausgaben kritisiert worden ist.

Das Oberste Gericht für Staatssicherheit in Kairo hat acht Mitglieder der Muslimbruderschaft, wegen ihrer Rolle bei den tödlichen Ausschreitungen im Jahr 2013, zum Tode verurteilt. Den Männern wurde vorgeworfen, sich verschworen zu haben, um die Regierung von Abdel Fattah el Sissi zu stürzen, der selbst nach dem Sturz von Mohamed Morsi an die Macht gekommen war. Außerdem wurden sie beschuldigt, Polizisten getötet und öffentliches Eigentum zerstört zu haben.  Unter den Verurteilten ist der oberste Führer der Bruderschaft, Mohamad Badie, der achte Oberste Führer der Muslimbruderschaft, er leitete die Gruppe zwischen 2010 und 2013, als er während des Armeeputsches gegen die Regierung Mursi verhaftet wurde.

Die ägyptische Luftwaffe hat 45 Tonnen Hilfsgüter im nördlichen und zentralen Gazastreifen abgeworfen; weitere Lieferungen werden folgen. Die ägyptischen Lieferungen sind von entscheidender Bedeutung, da das Welternährungsprogramm in der vergangenen Woche seine Lieferungen im nördlichen Gazastreifen ausgesetzt hat, weil dort Vorräte geplündert wurden. UN-Hilfsorganisationen berichten, dass sie systematisch daran gehindert werden, ihre Arbeit in Gaza zu verrichten, und dass ihre Mitarbeiter angegriffen werden. Die UN-Hilfsorganisation Ocha erklärte, israelische Soldaten hätten am Sonntag ein Team daran gehindert, Patienten aus dem Krankenhaus Al Amal in Khan Younis zu evakuieren.

Der brasilianische Präsident Lula ist dieser Tage durch Afrika gereist. Als Vorsitzender der G20 Gruppe–er hatte sich für die Aufnahme der AU in die G20 eingesetzt–war er Ehrengast beim Gipfel in Addis Abeba.  Auch wollte er Ägypten und Äthiopien besuchen, die seit Anfang 2024 BRICS Staaten sind. In Angola war er schon letztes Jahr. Lula will verlorenes Terrain zurückgewinnen und Beziehungen aufwerten, aber das frühere Handelsvolumen ist geschrumpft; Russland und China haben übernommen. Brasilien ist außerhalb Afrikas das Land mit der größten schwarzen Bevölkerung und teilt das bittere Erbe der Sklaverei.

Laut der Wahlkommission hat Präsident Abdel Fattah al-Sissi mit knapp 90% der Stimmen eine dritte Amtszeit gewonnen. 3 unbedeutende Gegenkandidaten konnten ihm nichts anhaben. Bei seiner ersten und zweiten Wahl in 2014 und 2018 erhielt Fattah al-Sissi sogar 97% der Stimmen. Nun kann er bis 2029 an der Macht bleiben. Seit er sich seit 2013 an die Spitze putschte hat es in Ägypten keine freien Wahlen mehr gegeben.

Etwa 95% der Landfläche Ägyptens sind Wüste; die bleibenden 5% schrumpfen immer mehr durch die Ausdehnung der Städte und den Anstieg des Meeresspiegels. Immer mehr Ägypter greifen zur Hydrokultur – die Methode, in der Pflanzen in nährstoffreichem Wasser kultiviert werden, während Sand, Kies, Lehm oder Schaumstoff Ihnen Halt bieten. Während Kritiker vor den hohen Anschaffungskosten warnen, sehen die Unterstützer einen höheren Gewinn im Vergleich zur traditionellen Landwirtschaft und auch eine Lösung in den oft  unterbrochenen Nahrungsmittel – Lieferketten. Dazu verringert die Hydrokultur die Abholzung und den Einsatz von Pestiziden.

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