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Ägypten – Papst Tawadros II., Oberhaupt der koptisch orthodoxen Kirche in Ägypten, hat verkündigt, dass er seine Facebook Seite schließen und seine Zeit besser nutzen wolle. Die Kirche gibt auch den Mönchen einen Monat, um ihre Konten bei den sozialen Netzwerken zu löschen. Die Entscheidung kommt, zusammen mit anderen Dekreten, nach dem mysteriösen Tod von Bischof Epiphanias in einem Kloster bei Kairo, der als möglicher Mord untersucht wird.

Ägypten – Hätte der Imam einer naheliegenden Moschee unweit von Kairo nicht über Lautsprecher um Hilfe gerufen, wäre die koptisch-orthodoxe Kirche ganz abgebrannt. Ein Baugerüst an der Kirche war in Brand geraten. Viele junge Muslime, beim abendlichen Fastenbrecher versammelt, eilten zur schnellen Hilfe, bis der Zivilschutz die Flammen ganz löschte. Der koptische Bischof bedankte sich für die spontane interreligiöse Hilfsbereitschaft. Koptische Kirchen waren immer wieder Angriffsziele islamistischer Terroristen.

Ägypten – In ganz Ägypten läuteten am Montagabend alle Kirchenglocken unaufhörlich, um die Rückkehr der Leichname von 21 koptischen Christen zu feiern. Als Gastarbeiter in Libyen wurden sie 2015 zum Entsetzen der Weltgemeinschaft vor laufender Kamera von IS-Terroristen enthauptet. Ihre Särge wurden nun bei der Ankunft auf dem Flughafen von Kairo von kirchlichen und staatlichen Vertretern empfangen. Ganz Ägypten war betroffen. Präsident al-Sisi hat in einer Fernsehansprache seine Solidarität mit den Christen des Landes bekräftigt. Die „Märtyrer des Glaubens und der Heimat“ ruhen in einer für sie errichteten Kirche im Dorf al-Our.

Ägypten – Wegen einem Militäreinsatz auf der Sinai-Halbinsel gegen eine mit dem „Islamischen Staat“ verbündete Terrorgruppe, sind bis zu 420.000 Menschen in vier Städten in extremer Not: Es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser, Medizin, Strom und Treibstoff, weil der Personen- und Güterverkehr eingeschränkt sind. Besonders kritisch ist die Lage an der Grenze zum Gazastreifen.

Ägypten – Mit über 97% aller gültig abgegebenen Stimmen hat Präsident al-Sisi die Wiederwahl gewonnen. Die Wahlbeteiligung war nur 41.05%, und Opposition gab es kaum. Sie hatte sich zurückgezogen oder landete im Gefängnis. Frust über die autoritäre Regierung und Enttäuschung über Inflation, sinkende Wirtschaft, Mangel an Arbeitsplätzen wächst. Die erkämpfte Meinungsfreiheit ist dahin. Megaprojekte helfen nicht weiter. Sollte die Amtszeitbegrenzung fallen, ist der Weg zur Diktatur offen.

Ägypten – Ein Ballon mit 20 Touristen musste in der Nähe der archäologischen Stadt Luxor wegen starkem Wind eine Bruchlandung machen. Ein Mensch, ein Tourist aus Südafrika, kam ums Leben, 15 weitere, auch der Pilot, wurden verletzt. Über dem antiken Luxor gab es schon mehrere Heißluftballonunfälle. Inzwischen dürfen Ballons nicht höher als 2000 Meter fliegen und werden kameraüberwacht.

Ägypten – Putins Besuch in Kairo bewirkt eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs, nachdem vor zwei Jahren eine russische Maschine mit 224 Passagieren zwischen Sharm el-Sheikh und St Petersburg abgestürzt ist. Die IS Miliz soll eine Bombe an Bord geschmuggelt haben. Auch das Atomkraftwerk, das bis 2029 fertig sein soll, geht weiter. Es ist eins von mehreren, die Russland in Afrika bauen will, zwei davon in Nigeria.

Ägypten – Obwohl sich die Terror Gruppe IS noch nicht zu dem verheerenden Angriff auf eine Moschee im Norden Sinais bekannte, bei dem 305 Menschen starben, ist die Täter fast klar. Es war eine Moschee des Sufi-Ordens, die attackiert wurde. IS-Terroristen sehen die von Sufis geübte mystische Auslegung des Islam als „abtrünnig“. Die ägyptische Luftwaffe hat zurückgeschlagen, Fahrzeuge zerstört, Verdächtige getötet und Waffenlager ausfindig gemacht. Die Behörden sind sicher, dass die blutigen Anschläge eskalieren werden.

Ägypten – Die Terrormiliz IS reklamiert den Angriff auf einen Polizeikonvoi, bei dem 20 Sicherheitskräfte umkamen, und eine Bombenexplosion in al-Arish sowie eine Attacke auf einen Krankenwagen. Wegen den ständigen Auseinandersetzungen mit der Is Miliz ist der Nordsinai teilweise militärisches Sperrgebiet geworden.

Obwohl Donald Trump mehrmals Präsident Al-Sisi als verlässlichen Partner im Kampf gegen den Terrorismus bezeichnet hatte, kürzte er überraschend das wirtschaftliche und militärische Hilfspacket um 100 Millionen Dollar und schob die Zahlung von weiteren 200 Million hinaus. Als Grund wurden Menschenrechtsverletzungen und Behinderung der Zivilgesellschaft angegeben. Die jährliche Hilfe der USA an Ägypten beträgt 1,5 Milliarden Dollar.

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