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Ägypten – Eine Woche nachdem die Medien über den missglückten Reparaturversuch an der goldenen Totenmaske von Tutanchamun berichtet hatten, wurde der Leiter des Ägyptischen Museums in Kairo strafversetzt. Man hatte den abgebrochenen Bart mit einem gewöhnlichen Kleber befestigt. Nun soll ein deutscher Experte vom Römisch-Germanischen Museum in Mainz, Christian Eckmann, den Schaden beseitigen.

Ägypten – Tschechische Wissenschaftler haben südwestlich von Kairo das Grab einer bisher unbekannten Königin entdeckt. Es könnte sich um die Grabkammer der Frau von Pharao Raneferet handeln, weil unter den Hieroglyphen an der Wand sein Name entziffert werden konnte. Er herrschte vor rund 4,500 Jahren.

Ägypten – Der Film von Ridley Scott, der Weihnachten in die Kinos kam, darf in Ägypten nicht gezeigt werden. Die Behörden werfen dem Regisseur Geschichtsfälschung und einen nachlässigen Umgang mit Religion vor. Die Pyramiden seien nicht von den Hebräern gebaut worden. Da die Produzenten sich weigerten, einige Szenen herauszuschneiden, haben auch Marokko und die Vereinigten Emirate den Bibelfilm verboten.

Ägypten – Während Mubaraks Anhänger im Gerichtssaal die Einstellung des Verfahrens gegen ihn feierten, wüteten die Gegner in den Straßen und protestierten gegen die neue Straffreiheit. Zwei Menschen starben in den Unruhen; etwa 100 wurden festgenommen. Auch zeigte sich wachsender Unwille gegen das neue Regime von al-Sisi. Mubarak ist seit April 2011 in Gewahrsam, die meiste Zeit in Krankenhäusern.

Ägypten – Nach Berichten aus Kairo soll es im Mittelmeer einen Terrorangriff auf ein Schiff der ägyptischen Marine gegeben haben. Fünf Soldaten wurden verletzt; acht weitere werden noch vermisst. Die ägyptische Armee zerstörte die vier Boote der Angreifer und nahm 32 Personen fest. Vor der ägyptischen Botschaft in Tripolis explodierte eine Autobombe, während es in Ägypten selbst Gefechte zwischen Militär und Islamisten gibt.

In einem Treffen zum interkulturellen Dialog in Kairo, an dem Vertreter des Islam, der koptischen Kirche und verschiedener katholischer Teilkirchen aus dem Mittelmeerraum teilnehmen, betonte der Sekretär des Päpstlichen Kulturrats, dass der Dialog der beste Weg sei, sich dem Fremden zu nähern und eine echte „Kultur des Friedens“ zu schaffen.

Das jüdische Gotteshaus in Kairo blieb unbeschädigt, als am Sonntagmorgen ein Koffer mit Brandsätzen das Ziel verfehlte. Der Täter konnte entkommen. In Kairo leben schätzungsweise weniger als hundert Juden; vor dem Ausbruch des Nahostkonflikts waren es noch 80,000.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton durfte sich zwei Stunden mit dem abgesetzten Präsidenten Mursi an einem geheimen Ort treffen. Ihm gehe es gut; auch hätte er Zugang zu Informationen durch Fernsehen und Zeitung. Vom Übergangspräsidenten Mansur forderte Ashton Mursis Freilassung, doch die Regierung besteht auf einer Untersuchungshaft. Auch sind seine Anhänger noch zu Tausenden in Kairos Straßen und schwören, dort zu bleiben, bis Mursi wieder im Amt ist.

Beim Wahlkampf für ein Drittel der Sitze im Oberhaus, wendet die Regierung gegen die 19 Kandidaten der Muslimbrüder repressive Maßnahmen an. Das oberste Verwaltungsgericht in Kairo lehnte den Antrag der Regierungspartei ab, alle Kandidaten der Muslimbrüder von den Wahlen auszuschließen

Der Interim Präsident Mansur hat endlich einen Premier ernennen können, Hazem al-Beblawi, der ökonomische und diplomatische Erfahrung hat. Auch hat er einen Plan für eine neue Verfassung mit höchstmöglicher Beteiligung, Abstimmung und Parlaments – und Präsidentschaftswahlen vorgelegt. Die Muslimbrüder, wütend über die 50 Toten beim Sturm auf das Polizeipräsidium und den Haftbefehl gegen zehn ihrer Anführer, lehnen den Plan und jeden Versöhnungsversuch ab. Sie kämpfen für Mursis Rückkehr. Die Christen, die gegen den gestürzten Präsidenten waren, sind sehr gefährdet. Auf der Sinai Halbinsel wurden ein koptischer Geistlicher und ein Geschäftsmann ermordet.

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