Schlagwort: Ägypten

Ägypten – Der Generalstaatsanwalt Barakat starb kurz nach dem Attentat an seinen Verletzungen. Barakat hat seit dem Sturz von Mursi in 2013 tausende Islamisten vor Gericht gebracht. Hunderte wurden zum Tode verurteilt; viele hingerichtet. Auch hatten Anhänger der ägyptischen IS-Gruppe zu Angriffen auf die Justiz des Landes aufgerufen, nachdem sechs ihrer Kämpfer hingerichtet wurden. Am stärksten ist die IS-Gruppe auf der Sinai Halbinsel, wo sie regelmäßig Angriffe auf ägyptische Militärposten verübt. Bei den neuesten Auseinandersetzungen gab es 100 Tote. Ägypten ist fest entschlossen, den Sinai „von allen Terrornestern zu säubern“.

Ägypten – Während ein Sandsturm über den Norden des Landes hinwegfegte und die schlechte Sicht den Flugverkehr entlang der Mittelmeerküste zum Stillstand brachte, erschütterte ein 5,2 Erdbeben auf der Sinai Halbinsel sogar Gebäude in Kairo.

Ägypten – Bundestagspräsident Lammert hat das für Anfang Juni geplante Treffen mit dem ägyptischen Staatschef abgesagt. Die aktuelle Menschenrechtslage mit systematischer Verfolgung der Opposition, mit Massenverurteilungen und einer unfassbaren Zahl von Todesurteilen, darunter gegen den früheren Präsident Mursi, schaffe keine Gesprächsgrundlage. Das Urteil gegen Mursi hat zu heftigen Reaktionen geführt.

Ägypten – Maggie Gobran, frühere Informatikprofessorin an der US Universität in Kairo, kümmert sich seit Jahren um die Kinder aus den Müll-Slums der 18 Mio. Stadt. 50,000 bis 70,000 Müll-Leute, „Zabaleen“ genannt, fristen dort ihr Dasein durch Sammeln und Recyceln. Fast alle sind koptische Christen. Ihren Kindern will „Mama Maggie“ nicht nur Essen und Kleider geben, sondern auch Liebe, Würde und Wissen. Mit Gleichgesinnten hat sie inzwischen 90 Zentren in Ägypten gegründet, wo in Kindergärten, Schulen und Ausbildungsstätten der durch Generationen bestehende Zyklus von Armut durchbrochen werden soll. Etwa 30,000 Familien haben durch ihre Organisation „Stephen’s Children“ bereits Hilfe empfangen.

Ägypten – Bei einer Anti-Terror-Konferenz am letzten Wochenende in Mekka hat Imam Mohammed Ahmed al-Tayeb dringend eine Bildungsreform angeraten. Die historisch falsche Interpretation von Koran und Sunna sei der Grund für die extremistischen Formen des Islam. Nur wenn Schulen und Universitäten eine radikale Reform religiöser Bildung anstreben, kann der Extremismus gestoppt und Einigkeit unter Muslimen erreicht werden. Der Imam ist Oberhaupt der renommierten al-Azhar Universität in Kairo, deren Rechtsprechung für Millionen Muslime weltweit maßgebend ist.

Ägypten – Das Video, das die Hinrichtung von 21 ägyptischen Kopten durch Mitglieder der IS Terrormiliz zeigte, löste weltweit Entsetzen aus. Ägypten rief fünf Tage Staatstrauer aus und bombardierte IS Stellungen in Libyen. Präsident al-Sisi ersucht nun den UN-Sicherheitsrat um ein Mandat, dass internationale Truppen in Libyen intervenieren können und die international anerkannte libysche Regierung in Tobruk Zugang zu Waffen hat. Wenn der Terror und die Barbarei nicht gestoppt würden, wäre die Sicherheit der ganzen Region gefährdet.

Ägypten – Selten wurde ein Staatschef bei seiner Ankunft in Kairo so hofiert. Putin und al-Sisi verbindet ihr gespanntes Verhältnis zum Westen. Durch eine sich anbahnende Symbiose könnten sie sich stärken, und Russland könnte wieder ein wichtiger Machtfaktor in der Region werden. Ein Atomkraftwerk für Ägypten steht auf dem Programm.

Ägypten – Vor einem Spiel am Sonntag gab es 22 Tote und etwa 30 Verletzte, als Tausende Fans versuchten, die Sicherheitsabsperrung zu durchbrechen und die Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen eingriff. Es waren die schlimmsten Ausschreitungen seit Februar 2012, als nach einem Spiel in Port Said 78 Menschen starben. Damals wurde ein Stadionverbot für Erstligaspiele verhängt, das erst vor einem Monat aufgehoben wurde. Nun sind diese Spiele bis auf weiteres wieder gesperrt.

Ägypten – Das Gericht in Kairo hat gestern 183 Todesurteile über Unterstützer vom gestürzten Präsidenten Mursi verhängt. Sie sollen an der Tötung von Polizisten mitschuldig sein. Der jetzige Präsident al-Sisi sieht im inhaftierten Mursi und den Muslimbrüdern eine ständige Bedrohung und geht mit extremer Schärfe gegen die Anhänger vor.

Ägypten – Bei einer extrem koordinierten Angriffsserie auf der Sinai Halbinsel gab es mindestens 26 Tote, meist Sicherheitskräfte. Krankenhäusern zufolge wurden 60 verletzt. Präsident al-Sisi, zurzeit auf dem AU-Gipfel in Addis Abeba, befahl, die Verantwortlichen aufzuspüren und ihre Verstecke zu zerstören.

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