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Ägypten – Fünfzehn wurden getötet und acht verletzt, als sie sich auf dem Sinai dem Grenzzaun näherten, um in Israel Asyl anzufragen. Ägyptische Sicherheitskräfte taten es als Kreuzfeuer ab. Diese Menschen fliehen vor der Gewalt in ihren Heimatländern und setzen sich Tod durch Grenzposten und Folter durch Menschenhändler aus. Laut HRW wird die Gefahr immer wahrscheinlicher, dass die bedrängten Migranten im Sinai auch von den umherschweifenden IS-Milizen rekrutiert werden, um Terroranschläge auszuführen.

Ägypten – Obwohl russische und ägyptische Behörden eher von einem technischen Defekt ausgehen, beharren auf dem Sinai marodierende IS-Milizen auf ihrem Anspruch, die Maschine zum Absturz gebracht zu haben. Es sei eine Racheaktion für das russische Eingreifen in Syrien. Die Vermutung, dass „eine mechanische Einwirkung“ den Absturz ausgelöst habe, gibt mehr Raum für Spekulationen. Mehrere Fluggesellschaften wollen die Sinai-Halbinsel meiden. Seit 2013 sind in Gefechten zwischen ägyptischen Sicherheitskräften und der IS-Miliz hunderte Soldaten und Polizisten umgekommen.

Ägypten – Ein Sprecher der katholischen Kirche in Ägypten sagte, al Sisis Erlaubnis für den Bau einer koptischen Kirche sei ein positives Zeichen für die Christen im Land. Man versuche, den Koran aus historischer Sicht zu deuten, und Extremisten würden nicht geduldet. Die neue Kirche soll den koptischen Gastarbeitern geweiht werden, die in Libyen enthauptet wurden und als Märtyrer verehrt werden.

Ägypten – Seit der Revolution in 2011 haben, laut einer UNO-Studie, „99% der Ägypterinnen Erfahrungen mit sexueller Belästigung“ gehabt. Um Frauen mehr Sicherheit zu bieten, hat Reem Fawzy 20 rosa Taxis gekauft und stellt junge Damen in rosa Blusen als Fahrerinnen ein. Die Chefin besteht auf Uni Abschluss und englisch Kenntnissen und bietet ein zwei-monatiges Training an, bevor die „Mädchen“ ins Kairoer Straßenchaos gelassen werden. Das „Pink Taxi“ wird als „wunderbare Erfindung“ gewertet. Die Gründerin will keine Polizei ersetzen, nur Frauen mehr Schutz geben.

Ägypten – Der italienische Energiekonzern Eni hat in ägyptischen Hoheitsgewässern den größten Erdgasfund im Mittelmeer gemacht. In einer Tiefe von 1.450 m sollen bis zu 850 Mrd. Kubikmeter Gas zu fördern sein; das könnte Ägypten seine Energiesorgen über Jahrzehnte vergessen lassen. Die Erkundung von Öl-und Gasfeldern soll auch auf dem Sinai, im Golf von Suez und im Nildelta weitergehen.

Ägypten – Die ägyptische Armee ist dabei, Wasser vom Mittelmeer in mehrere Tunnel entlang der Sinai Grenze zum Gazastreifen zu pumpen, um den illegalen Grenzübergang und massiven Schmuggel zu unterbinden. Vor kurzem wurden Ladungen von Waffen und große Mengen Drogen konfisziert. Al-Sisi sieht in Hamas Verbündete der von ihm verhassten Muslimbrüder. Die Blockade von Seiten Ägyptens und Israels wird immer schärfer.

Ägypten – Die 19-jährige Mariam Malak aus dem armen Süden, jahrelang Klassenbeste, fällt im Endexamen durch. Sie ist sicher, dass ihre Papiere bewusst vertauscht wurden. Nachdem ihre mehrfache Frage abgewiesen wurde, ging sie an die Öffentlichkeit. Die sozialen Medien unterstützen sie in ihrem Kampf gegen Korruption im Bildungswesen. Sie schaffte es bis Kairo und will weiter kämpfen. Ihr Mut brachte auch andere junge Menschen auf die Straße und löste Proteste in Kairo und Alexandrien aus.

Ägypten – In der Verfolgung von IS-Kämpfern, hat die ägyptische Polizei 12 Zivilisten erschossen, darunter mexikanische Touristen. Beliebte Touristenoasen sind auch Rückzugsgebiet für IS-Kämpfer. Ägypten wird immer öfter von IS angegriffen; Hunderte Soldaten und Polizisten kamen in den vergangenen Monaten ums Leben.

Ägypten – Naguib Sawiris, ein koptischer Milliardär, will eine unbewohnte Mittelmeer-Insel von Griechenland oder Italien kaufen und sie Flüchtlingen vom Nahen Osten und Afrika zur Verfügung stellen. Zwischen 10 und 100 Mio. Dollar will er dafür ausgeben. Nach anfänglichen provisorischen Unterkünften sollen feste Wohnungen entstehen, sowie Schulen, Krankenhäuser, Supermärkte und Häfen. Die Insel soll nach dem toten syrischen Jungen „Aylan“ benannt werden und könnte mal ein eigener Staat werden.

Ägypten – Am Wochenende sind sechs Containerschiffe die 72 km Wasserstraße gefahren, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, drei in jeder Richtung. In elf statt 36 Monaten hat Ägypten den Parallel Kanal fertiggestellt; zugleich wurden 35 km des alten Kanals vertieft und erweitert. Nun ist erstmals Gegenverkehr möglich, die Durchfahrt ist um die Hälfte gekürzt und die Kapazität fast verdoppelt. Am 6. August soll der Kanal offiziell eröffnet werden. Zusätzliche Kanalgebühren könnten Ägypten einen wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichen. Der 146 Jahre alte Suezkanal ist erneut „ein Geschenk an die Welt“.

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