Schlagwort: Tansania

Papst Benedikt hat im Nordwesten Tansanias ein neues Bistum errichtet. Die Diözese Kayanga, in derem Gebiet rund 280.000 Katholiken leben, entstand durch Teilung von der Diözese Rulenge.

Am Pangani Fluss im Nordosten des Landes mit seinem schwindenden Wasser sind Bauern und Viehhirten schon länger im Konflikt. Jetzt kommt ein weiterer Streit dazu: zwischen Bauern und dem Stromproduzenten TANESCO, der mit drei Wasserkraftwerken am Unterlauf des Pangani 17% des Strombedarfs deckt. Die Regierung bemüht sich, die knappen Ressourcen fair zu teilen, aber vier Jahre Dürre haben die Lage gefährlich verschärft. In Küstennähe ist dazu noch das Wasser durch den steigenden Meeresspiegel verseucht, was zu weiterer Knappheit führt.

Matilda’s Horned Viper (Atheris matildae) wurde in einem bewaldeten Gebiet im entlegenen Südwesten von Tansania gefunden. Hörnerartige Schuppen über den Augen geben der 60cm langen Schlange ein bedrohliches Aussehen und den Namen. Matilda heißt die 7-jährige Tochter des Wildhüters. Um die Spezies vor illegalen Reptilienhändlern zu schützen, wird der genaue Fundort geheim gehalten. Eine weitere Schutzmaßnahme gegen ein Aussterben ist ein kleines Zuchtprogramm.

Als erster Albino wurde ein Kandidat der Cuf Oppositionspartei ins tansanische Parlament gewählt. Albinos haben lange unter Verfolgung gelitten, weil Medizinmänner glaubten, dass die aus ihren Körperteilen hergestellten Zaubermittel Glück bringen würden. In den vergangenen Jahren wurden Dutzende umgebracht.

Tausende rosa Flamingos am Natron-See in Tansania (75% des weltweiten Bestands) sind durch den Bau einer Chemiefabrik der indischen Gesellschaft ‚ Tata Chemicals und den dazu gehörenden 1.200 Wohnungen vom Aussterben bedroht. Organisationen aus 23 afrikanischen Ländern appellierten an die tansanische Regierung, das Projekt zu überdenken.

Die globale Wirtschaftkrise wirkt sich im Land aus. Nach Baumwolle, Kaffee und Nilbarsch hat es nun auch den blauen Edelstein ‚Tansanit’ getroffen. Der Preis ist seit Sommer 2008 um 79% gesunken. Die Arbeit in den Minen wurde weitgehend eingestellt. 45.000 Minenarbeiter und Tansanithändler fürchten um ihren Arbeitsplatz. Engpässe sind überall spürbar. Eine vorherrschende Benzin- und Dieselknappheit führt zu Versorgungsengpässen.

Bei dem Ad-Linina Besuch der tansanischen Bischöfe diese Woche rief Papst Franziskus die Kirche des Landes auf, alles dran zu setzen, um ein friedliches Miteinander zu erreichen. Jahrhunderte lang lebten Muslime und Christen harmonisch nebeneinander; es gab viele gemischte Ehen. Die neuen Anschläge auf Kirchen und Geistliche, besonders auf der Insel Sansibar, sind auf extremistische Prediger aus dem Ausland zurückzuführen, meint Bischof Shao von Sansibar, und auf die Rückkehr tansanischer Radikalen, die außerhalb des Landes Trainingslager absolvierten. Neben einem interkonfessionellen Ausschuss auf nationaler Ebene gibt es an vielen Orten regen interreligiösen Dialog. Von den 43 Mio. Einwohneren ist etwa ein Drittel katholisch.

Nach einem Bericht der tansanischen Aidskommission (TACAID) ist die Infektionsrate in den letzten zwei Jahren von 10% auf 7% heruntergegangen. Über zwei Millionen Menschen in einer Bevölkerung von 34 Million sind betroffen.

Auf der Tagung der afrikanischen Bischöfe in Daressalam, in der es um „Neuevangelisierung der afrikanischen Gesellschaft in Übereinstimmung mit der Soziallehre der Kirche“ ging, waren interreligiöser Dialog, Überwindung von Tribalismus und die verstärkte Rolle der Frau wichtige Empfehlungen. In einem Schreiben drückte der Papst den Wunsch aus, dass die nächste Sondersynode ein Zeichen der Hoffnung werde.

Tansania hat eine israelische Firma mit einer Studie beauftragt, elektrischen Strom aus Meereswellen für 61 Dörfer auf der Insel Sansibar zu erzeugen.

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