Ein Konvoi der neu geformten UN – AU Friedenstruppe UNAMID kam unter Beschuss durch die sudanesische Armee, die nach ersten Dementi sich dafür entschuldigte.
Sudan » Seite 27
Ein Konvoi der neu geformten UN – AU Friedenstruppe UNAMID kam unter Beschuss durch die sudanesische Armee, die nach ersten Dementi sich dafür entschuldigte.
In Vorbereitung auf eine mögliche Unabhängigkeit des Südsudan wurde ein Wettbewerb für eine Nationalhymne mit dem biblischen Titel „Das Land von Kush“ ausgerufen. Nach dem Friedensabkommen soll 2011 die Bevölkerung des Südsudan über die Zukunft ihres Landes abstimmen.
Binnen eines Jahres sollen alle ausländischen Hilfsorganisationen das Land verlassen haben, verkündete al-Bashir. Hilfsgüter könnten am Flughafen abgestellt, um von sudanesischen Organisationen verteilt zu werden. Schon 13 Agenturen, besonders in Darfur, wurden verbannt. 70 weitere könnten folgen. Sie seien Spione für den Internationalen Gerichtshof. Realisierung des Plans würde für Millionen Menschen noch größere Misere bedeuten.
Unter Vermittlung der AU und dem Vorsitz von Thabo Mbeki wurde in Addis Abeba das Abkommen unterzeichnet, das den Sudan und Südsudan verpflichtet, die gegenseitige Souveränität zu achten und jegliche Kampfhandlung zu vermeiden. Für die auch nach der Trennung noch bestehenden Grenzstreitigkeiten, besonders Förderung und Transport von Erdöl, soll eine gemeinsame Kommission zuständig sein.
UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte die EU und die NATO auf, im Darfur zu intervenieren. Die Regierung in Khartum lehnte den Vorschlag kategorisch ab.
Das sudanesische Parlament hat am 25.01.2005 den Friedensvertrag mit der SPLA ratifiziert.
In 14 der 18 Provinzen haben Überflutungen riesige Schäden angerichtet. Am meisten betroffen ist die Hauptstadt. Es ist die schlimmste Überschwemmung seit 25 Jahren.
Die zerstrittenen Rebellengruppen des Darfur haben sich bei Verhandlungen in Dar es Salaam auf gemeinsame Positionen für spätere Friedensverhandlungen mit der Regierung in Khartum geeinigt. Die SLM-Fraktion um Ahmed al-Nur blieb dem Treffen fern.
Die National Democratic Alliance (NDA), eine Dachorganisation von 13 sudanesischen Oppositionsparteien, und die Regierung haben in Kairo ein Friedensabkommen abgeschlossen, da den seit 16 Jahren im Exil operierenden Parteien wieder ermöglicht, am politischen Leben teilzunehmen und wird 14 Sitze in der Interimsregierung besetzen.
Die Comboni-Missionare haben in Juba den ersten katholischen Sender im Sudan eröffnet. Mit politischen, religiösen und sozialen Programmen will ‚Radio Bakhita‘ einen Beitrag zum Frieden leisten.