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Sierra Leone – Der 706 Karat-Diamant wurde von Beschäftigten des evangelikalen Predigers Momoh in der Provinz Kono gefunden und dem Präsidenten übergeben. Der Erlös nach einem transparenten Verkauf solle der Allgemeinheit zugutekommen. Aber die gebotenen 7.7 Mio. Dollar waren nicht genug. Jetzt soll der kostbare Stein – einer der größten je gefundenen – in Antwerpen unter den Hammer gehen. Die Diamanten waren nicht immer ein Segen fürs Land, denn sie finanzierten (als so genannte Blutdiamanten) den grausamen Bürgerkrieg in den 1990er Jahren.

Sierra Leone – Die Anti-Korruptionskommission hat schockierende Zahlen über das Ausmaß von Bestechungen in dem armen westafrikanischen Land veröffentlicht. Es ist nicht nur der Korruptionsskandal des Fußballverbands (SLFA), dessen Präsidentin und Vize in Gewahrsam sind; Schmiergeld braucht man fast überall.

Sierra Leone – Nach dem 11-jährigen Bürgerkrieg sind mehrere Ex-Kämpfer der Kamajor – Milizen als Parkhüter im berühmten Gola Wald aufgestellt worden. Sie beobachten Pflanzen und Tiere und verfolgen Wilderer. Der 70,000 ha große Gola Wald entlang der Grenze zu Liberia ist der Rest eines riesigen, zum großen Teil verschwundenen, Regenwaldes, dessen außergewöhnliche Biodiversität es zu schützen gilt. Ihr Kriegstraining befähigt die Park Wächter für ihre Schützer-Rolle, denn neben Wilderern müssen sie auch Holzfeller und Goldgräber fernhalten.

Sierra Leone – Mit Kerzenlicht beging Sierra Leone das Ende der Ebola-Epidemie, die seit letztem Jahr 4000 Menschen, darunter 200 Pflegekräfte, gefordert hat. Nachdem es 42 Tage keine neuen Krankheitsfälle gab, ist die Epidemie von der WHO als beendet erklärt worden. Liberia ist schon zwei Monate Ebola-frei, während es in Guinea noch einige Fälle gibt. Die sozialen und ökonomischen Folgen beschäftigen die Länder noch lange. Man befürchtet auch einen Massenexodus junger Männer in Richtung Europa.

Sierra Leone – Heftige Regenfälle und zerstörerische Fluten haben in Teilen von Freetown, besonders im Küstenstreifen von Kroo Bay, Straßen und Häuser weggewaschen. Der OP Saal des Krankenhauses ist überschwemmt. Vier Menschen starben. Bewohner werden aufgerufen, gefährdete Stellen zu verlassen und womöglich zu Hause zu bleiben. Obdachlose werden im nationalen Fußballstadion untergebracht, eine riskante Lösung, da gerade wieder Ebola ausgebrochen ist. Der starke Regen soll noch sechs Tage anhalten.

Sierra Leone – Kurz bevor das Land Ebola-frei erklärt werden sollte, gab es wieder einen Todesfall. Nun ist ein ganzes Dorf mit 1000 Einwohnern unter strikter Quarantäne. Sogar Kontakt zwischen Nachbarhäusern ist untersagt. Das Gesundheitsministerium plant eine Impfkampagne für alle möglichen Kontakte.

Sierra Leone – Nachdem Sam-Sumana aus der Partei ausgeschlossen war, hielt er sich versteckt. Vergangenen Monat war er wegen Ebola Verdacht freiwillig in Quarantäne gegangen. Nun wurde er von Präsident Koroma auch aus der Regierung entlassen, weil er Gewalt geschürt und Pläne für eine Splitterpartei gehegt haben soll. Es ist unklar, ob die Verfassung dem Präsidenten diesen Schritt erlaubt. Der Disput zwischen den Beiden könnte Sierra Leones Sicherheit gefährden.

Sierra Leone – Nach dem Tod eines seiner Leibwächter hat sich Vizepräsident Sam Sumana aus Vorsicht isoliert und arbeitet von zu Hause aus. Er bat alle, die mit dem Ebola-Toten Kontakt hatten, die 21 Tage Isolierung einzuhalten. So will er seinen Landsleuten ein Beispiel geben. Nach Rückgang der Krankheitsfälle steigen die Infizierungszahlen wieder. Als Grund vermutet man „unsichere Beerdigungen“. Wenn die Bewältigung der Krankheit vor der im April einsetzenden Regenzeit nicht gelingt, könnte die Lage wieder kritisch werden.

Sierra Leone – Ein WHO – Team hat in einem entlegenen Krankenhaus im Osten des Landes die hockansteckenden aber ohne die nötigen Sicherheitsmaßnahmen gelagerten Leichen gefunden und 87 davon begraben. Dieser Fund nährt Befürchtungen, dass die Zahl der Opfer höher ist als offizielle Statistiken.

Sierra Leone – Im Kampf gegen die Seuche verliert das Land immer mehr Ärzte. Von den bis jetzt elf Infizierten, haben zehn nicht überlebt. Auch steigen die Krankheitsfälle täglich um 80 bis 100. In Liberia dagegen sollen sie von 60 pro Tag auf 10 gefallen sein.

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