Schlagwort: Sierra Leone

Sierra Leone – Auf Anordnung von Präsident Julius Maada Bio sollen alle Bürger des Landes am 1. Samstag jeden Monats auf die Straße gehen zu einer großen Reinigungsaktion, um die hygienischen Bedingungen im Land, besonders in der Hauptstadt Freetown, zu verbessern. Ein Großteil der Menschen wohnt in Slums, die keine Müllentsorgung kennen. Als der Präsident letztes Jahr sein Amt antrat, waren gerade 1000 Menschen von einem Erdrutsch begraben worden; das Jahr davor endete die größte Ebola Epidemie in Westafrika. Am gestrigen Welt-Krebs-Tag versprach Bio, alle von korrupten Beamten zurückgewonnenen Bestechungsgelder in das Gesundheitswesen zu investieren.

Sierra Leone – Daniel Sidikie Turay verbrachte zur Zeit der Epidemie in 2014, die in Westafrika 11.000 Menschen wegraffte, 16 Tage im Ebola Zentrum und überlebte. Er hat fast alles verloren, 27 Familienmitglieder, darunter seine Mutter. Nur eine Schwester blieb ihm. Trotz Trauma und Stigma hat der 22-Jährige sich für ein Medizinstudium entschieden. Er will Leben retten und besonders Bedürftigen den Zugang zu medizinischer Behandlung ermöglichen.

Sierra Leone – Die Regierung hat sich vor zwei Tagen entschieden, alle Kontrakte für einen von China gebauten Flughafen in Freetown zu beenden. 400 Mio. Dollar Baukosten seien nicht gerechtfertigt und würden dem verarmten Land kaum Nutzen bringen. Auch würde China den Flughafen verwalten und instand halten.

Sierra Leone – Die Stichwahl war heiß umkämpft und musste sogar verschoben werden. Julius Maada Bio versprach, gegen Korruption zu kämpfen und die Wirtschaft anzukurbeln. Auch sind die Folgen der verheerenden Ebola-Epidemie, die die Wirtschaft um ein Viertel einbrechen ließ, und des massiven Erdrutsches in der Hauptstadt Freetown noch nicht überwunden.

Sierre Leone – Am 7. März startete in Sierra Leone eine Kette von Wahlen, die dieses Jahr auf dem afrikanischen Kontinent anstehen: in Ägypten, Südsudan, Mali, Simbabwe, Kamerun; DR Kongo und Libyen. Immer mehr Länder halten Wahlen ab, aber nicht immer folgen die personellen Ablösungen. Wie schwierig das sein kann, zeigen die kürzlichen Entmachtungen von Mugabe und Zuma. Noch immer gibt es auf dem Kontinent elf Präsidenten, die seit über 16 Jahren an der Macht sind. In Sierra Leone sollte die bevorstehende Stichwahl Klarheit bringen. Ein Ebola Ausbruch, ein Bergrutsch in der Hauptstadt Freetown, Arbeitslosigkeit, Korruption sowie Wasser – und Stromknappheit sind enorme Herausforderungen für den neuen Staatschef.

Sierra Leone – Der 709 Karat schwere Diamant aus der östlichen Provinz Kono wurde in New York für 6.5 Mio. Dollar verscherbelt. 26% des Erlöses gehen an die fünf Mitarbeiter, die den Fund machten; der Rest soll ausschließlich der Bevölkerung zugutekommen. „Blutdiamanten“ spielten eine ungute Rolle in der unheilvollen Bürgerkriegsgeschichte des Landes. Nun soll mit dem Verkauf des Friedensdiamanten dem illegalen Schürfen und dem Schmuggel ein Ende gesetzt werden.

Sierra Leone – Als die im August von sintflutartigen Regenfällen ausgelösten Fluten, Erdrutsche und Schlammlawinen ganze Stadtgebiete von Freetown begruben und tausend Menschenleben forderten, blieben viele Kinder eltern – und mittellos. Die Waisenhäuser sind überfüllt. Tausende Betroffene sind obdachlos; sie wollen jedoch nicht aus der Gefahrenzone wegziehen, obwohl der Stadtteil nicht neu bebaut werden soll. Hilfsaktionen für die Flutopfer sind angelaufen, doch es wird lange dauern, bis das arme Land die Folgen der Naturkatastrophe überwunden hat.

Sierra Leone – Als Kinder wurden sie von Rebellen zwangsrekrutiert. Sie mussten schießen und töten. Jetzt ist es die Perspektivlosigkeit der jungen Männer, die sie Opfer der Militärfirmen werden lässt. Firmen wie Aegis schicken sie als Söldner mit einem Hungerlohn in irgendwelche Kriegsgebiete, wo oft das Trauma der Kinderjahre wieder aufsteigt. Die meisten der jungen Kämpfer kommen aus Sierra Leone und Uganda. Dieses Anheuern ist ein gefährliches Unterfangen: keiner weiß, wo und für oder gegen wen sie demnächst kämpfen.

Sierra Leone – Eine Schlammlawine begrub fast 500 Menschen in der Hauptstadt Freetown. Ursache sind sintflutartige Regenfälle und die Abholzung und Bebauung der Hügel um die Stadt. Die Wassermassen zerstörten auch einen Großteil der Infrastruktur der Millionenstadt.

Sierra Leone – Die Polizei hat Jogging in der Stadt unter Strafe gestellt, da die Läufer den Verkehr stören, laute Musik machen und richtige Taschendiebe werden. Gruppen Jogging hätte auch eine politische Nuance. In der Hauptstadt Freetown sind die jungen Menschen besonders empört, da Strand und Erholungsgebiete weit weg sind. Die Polizei solle sich eher um ernstere Bedrohungen, wie bewaffnete Überfälle und Massengewalt kümmern.

Länder