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Sambias Weizenernte in 2010 ist um 13.7% auf 216,000 Tonnen angestiegen. Dank guter Handelspolitik und privaten Investitionen in Bewässerungsanlagen ist Sambia das einzige Land im südlichen Afrika, das seinen Weizenbedarf decken und sogar einen Überschuss ausführen kann. Eine Sorge ist, dass die hohen Anbaukosten sambischen Weizen weniger wettbewerbsfähig machen als subventioniertes Getreide von Übersee.

Obwohl Sambia über 40% aller Wasservorräte im südlichen Afrika verfügt, hat in den Städten nur jede zweite Familie Zugang zu sauberem Wasser. Effektive Abwasserentsorgung gibt es kaum, mit dem Resultat, dass Cholera endemisch ist. Zurzeit hilft die GTZ beim Aufbau von Wasserversorgungsanlagen. Beachtliche Fortschritte gibt es in Solwezi, wo das Abwasser in Biogasanlagen entsorgt wird, die dann noch zur Energieversorgung beitragen.

Die Regierung hat soeben ein ehrgeiziges Programm verabschiedet, das darin besteht, das ganze Unterrichtssystem bis 2030 mit dem Internet zu verbinden. Innerhalb der drei nächsten Jahre sollen schon 800 der 7800 Schulen Zugang bekommen.

Die katholische Kirche hat das Gesetz zur Erstellung einer neuen Verfassung abgelehnt und wird nicht an der vorgesehenen Verfassungskonferenz teilnehmen. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Mpundu, nannte als Gründe, dass die verschiedenen Gruppen der Gesellschaft nicht genügend vertreten seien und dem Präsidenten und dem Parlament zuviel Einfluss eingeräumt wurde.

Sambia, ein Außenseiter, schlug Afrikas stärkste Teams, zuletzt Elfenbeinküste, und ist zum ersten Mal Afrika-Meister. Unweit des Turniers, vor der Küste von Libreville, stürzte 1993 ein Flugzeug mit Sambias Fußballern ab. Unter den Toten waren 18 Spieler mit Trainer. Mit dem Sieg will das Nachfolgeteam Chipololo (die Kupferkugeln) die Toten ehren. Empfangen wurden sie in Lusaka mit Freudentaumel.

Der Leichnam des verstorbenen Präsidenten Levy Mwanawasa wird in alle neun Provinzen Sambias gebracht. Maureen, Mwanawasas Gattin, hinderte Oppositionsführer Michael Sata daran, am Trauerzug teilzunehmen. Die einflussreiche First Lady wird von politischen Beobachtern als eine mögliche Kandidatin für das Präsidentenamt angesehen.

Im Korruptionsprozess gegen den ehemaligen Präsidenten Frederick Chiluba hat die sambische Polizei Hunderte von Kleidungsstücken aus seinem persönlichen Besitz beschlagnahmt.

Ein britisches Gericht hat Sambia dazu verurteilt, der Firma Donegal International 15 Millionen Dollar zu zahlen. Der in den Virgin Islands registrierte ‚Geierfonds‘ hatte eine 15 Millionen Schuld Sambias an Romanien für 3.2 Millionen aufgekauft und vor Gericht eine Rückzahlung von 55 Millionen Dollar eingeklagt.

Als Verfechterin von lokalen Nahrungsmitteln hat Sylvia Banda ihren Lehrberuf aufgegeben und ein kleines Restaurant nahe der Universität von Sambia eröffnet. Der Duft durchs offene Fenster war die einzige Reklame. Inzwischen wurde daraus die „Sylva Professional Catering Services“ mit Hotel und Schule, in der Farmer im Anbau von lokalen Nahrungsmitteln und Köche in deren Zubereitung ausgebildet werden. Weil ihre Firma die Produkte aufkauft, bleibt der Profit in der lokalen Wirtschaft. Ihr jährlicher Umsatz ist etwa eine Million Dollar. Frau Banda hat auch ein Kochbuch mit einheimischen Gerichten verfasst, gibt Workshops über Nachhaltigkeit und spricht regelmäßig am Radio. Ihre neueste Erfindung: ein Solar Trockner für Gemüse und Früchte, wovon schon Tausende Kleinbauern profitiert haben.

Global Fund hatte Sambia 300 Millionen Dollar für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria zugesagt. Weil aber Gelder verschwanden und das Gesundheitsministerium zögerte, Klarheit zu schaffen, werden jetzt verschiedene Zahlungen über andere Organisationen geleitet. Lebensrettende Medikamente sollen den Patienten nicht vorenthalten werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Sambia Entwicklungshilfe wegen Veruntreuung verliert.

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