Schlagwort: Sambia

Nachdem Erzbischof Emmanuel Milingo ohne Erlaubnis des Papstes vier Priester zu Bischöfen geweiht hatte, hat der Vatikan ihn offiziell exkommuniziert und die Weihen für ungültig erklärt.

Die Bischöfe von Sambia stellten fest, dass der Gründer der „Apostolisch-National-Katholischen Kirche von Sambia“ exkommuniziert ist. Sie warnen, dass die liturgischen Handlungen trügerisch wirken. Der Priester Luciano Mbewe, der sich durch sein Handeln außerhalb der Kirche gestellt hat, zählt sich als Anhänger des ehemaligen Erzbischofs von Lusaka und Exorzisten, Emmanuel Milingo.

Ohne Warnung haben 400 Polizisten um Mitternacht in Lusaka begonnen, 250 Häuser zu zerstören. Die Regierung behauptet, die Gebäude seien illegal errichtet worden, Eigentümer sagen, sie hätten für das Land bezahlt.

Unter einem Gemeinschaftsprojekt der sambischen Regierung und der Welternährungsorganisation sollen interessierte Farmer elektronische Gutscheine im Wert von je 53 US Dollar erhalten, mit denen sie Saatgut, Kunstdünger und Pestizide kaufen können. Monatlich werden etwa 40,000 Gutscheine eingelöst. Das Projekt, einmalig in Afrika, wird von der EU finanziell unterstützt.

In Chikuni, im Süden des Landes, ist die Schule im Dorf. Über Solarradios wird regelmäßig Unterricht erteilt. Besonders geschulte Erwachsene stehen den Kindern zur Seite. Der Lehrplan ist mit der Regierung abgestimmt. So können die „Radio-Schüler“ später einen staatlich anerkannten Schulabschluss erlangen.

Nach dem Tode von Präsident Levy Mwanawasa werden in Sambia am 30 Oktober 2008 Neuwahlen stattfinden.

Der Oppositionspolitiker und frühere Priester der Diözese Ndola, Frank Bwalya, muss sich wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes vor Gericht verantworten. Am Rundfunk beschrieb er Präsident Michael Sata als Kartoffel. Das Bemba Wort „chumbu mushololwa“ bezieht sich auf die Süßkartoffel, die bricht, wenn sie gebogen wird. Man beschreibt damit einen unnachgiebigen Menschen, der auf Niemanden hört. Wenn verurteilt, könnte sich Bwalya von der „Alliance for a Better Zambia“ auf eine fünfjährige Haft einstellen.

Das Parlament hat einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Regierung auffordert, Schulbildung kostenlos bis zur 12. Klasse zu garantieren.

Die Oppositionspartei Patriotic Front will die Kandidatur von dem seit 2008 amtierenden Präsidenten Banda bei den Wahlen am 20. September durch ein Gerichtsverfahren verhindern. Sie behauptet, Banda stamme nicht von sambischen Eltern ab, sondern komme aus Malawi und könne laut Verfassung nicht kandidieren..

Der Informationsminister hat im Parlament die katholische Kirche beschuldigt, dass sie durch Unterstützung der Kritik an der Regierung seitens der Opposition und Medien die Gewalt fördere und zog Parallelen zu Ruanda. Während der Pressesprecher der Bischofskonferenz eine öffentliche Entschuldigung verlangte, äußerten sich andere Kirchenführer über das mangelnde Geschichtsverständnis des Ministers. Politiker, nicht die Kirche, hätten die Gewalt in Ruanda angestachelt.

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