Schlagwort: Sambia

Das sambische Finanzministerium berichtet von „erheblichen strukturellen Schwächen“ in der Staumauer, die binnen drei Jahren behoben sein müssen, um eine Katastrophe zu vermeiden. Sambia und Simbabwe, die sich die erzeugte Energie teilen, müssten 250 Mio. Dollar für eine gründliche Renovierung aufbringen. Ein Kollaps der 128 Meter hohen Staumauer wäre eine Katastrophe für 3,5 Mio. Bewohner im Sambesi Flusstal in Sambia, Simbabwe, Malawi und Mosambik. Auch würde die Stromerzeugung für große Teile des südlichen Afrika zerstört, da auch der Cahora Bassa Damm flussabwärts betroffen wäre.

Präsident Sata hat das Kommunikations-Unternehmen Zamtel, das sein Vorgänger Banda vor zwei Jahren an Libyen verkauft hatte, wieder unter Kontrolle gebracht. Dieser mutige Schritt wurde von den meisten Bürgern begrüßt, da der Verkauf an Libyen mit vielen Unregelmäßigkeiten behaftet war. Zamtel ist Sambias führendes Telekommunikationsunternehmen mit einem modernen Internet-Service.

In seinen Bemühungen, die Korruption zu unterbinden hat das sambische Gericht Ex-Präsident Chilubas Frau zu 3 ½ Jahren Haft verurteilt. Er selbst muss sich auch noch vor Gericht verantworten.

Drei Oppositions-Mitglieder, die im Wahlkampf für ihren jüngeren Kandidaten geworben haben, sollen dabei über den schlechten Gesundheitszustand und möglich baldigen Tod von Präsident Sata berichtet haben. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten. Bei einem Schuldspruch droht ihnen fünf Jahre Haft.

Nach Medienberichten will der sambische Erzbischof Emmanuel Milingo mit dem Autor des „Da Vinci Code“, Dan Brown, an einem neuen Roman und einem Film über Exorzismus arbeiten. Der Vatikan hat mit ernsten Konsequenzen gedroht.

Weil sie für eine Trennung von Barotseland, dem verarmten Westen des Landes, vom Rest Sambias demonstrieren, wirft man ihnen Hochverrat vor. Die Bestrebungen gehen schon Jahrzehnte zurück, sind aber unter Präsident Sata neu aufgeflammt. Barotseland war britisches Protektorat, das zur Zeit von Sambias Unabhängigkeit in 1964 eine beschränkte Selbstverwaltung erhalten sollte, eine Abmachung, die, wie die Lozi Stammesältesten sagen, nie respektiert wurde.

Die weltberühmten Victoriafälle liegen an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Sie sind die größte Touristenattraktion des im Süden Afrikas gelegenen Landes. Sie könnten auf die Liste der gefährdeten Weltnaturerbestätten der Unesco aufgenommen werden. Grund dafür sei eine unzureichende Verwaltung des als Naturwunder anerkannten Wasserfalles, berichtete die Zeitung „Herald“.

Sambia hat einen Briten indischer Herkunft, der im Zusammenhang mit den Bombenanschläge in London, gesucht wurde, an Großbritannien ausgeliefert.

Michael Sata hat die Arbeitserlaubnis des Firmenchefs der Konkoka Kupfermine, die Filiale eines indischen Konzerns, aufgekündigt, weil dieser Arbeiter entlassen hat. Auch andere ausländische Firmen, darunter die südafrikanische Supermarket Kette Shoprite, drohte er mit ähnlichen Maßnahmen. Er will die 60% Arbeitslosenrate reduzieren, vergisst aber dabei, dass ausländische Investoren, die Sambia nötig braucht, sich zurückziehen oder fernbleiben.

Im langwierigen Prozess der Entschuldung im Rahmen der HPIC Initiative hat Sambia den ‚Completion Point‘ erreicht. Sambia hat eine Schuldenlast von 6.5 Mrd. Dollar. 3.8 Millionen könnten durch HPIC abgeschrieben werden.

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