Schlagwort: Sambia

In einem Gespräch mit Präsident Mwanawasa haben die katholischen Bischöfe sich für eine Verbesserung der unfairen Arbeitsbedingungen in chinesischen und indischen Unternehmen eingesetzt. Asiatische Arbeitgeber respektieren oft nicht die Sozial- und Sicherheitsbestimmungen des Landes.

Das Zentrum für Theologische Reflexion der Jesuiten in Lusaka hat der Verfassungskonferenz eine Petition mit 12.841 Unterschriften übergeben mit der Forderung, die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte in die neue Verfassung aufzunehmen.

Nach einem leichten Schlaganfall im April haben seine Ärzte Präsident Mwanawasa wieder für arbeitsfähig erklärt. Der Präsident kandidiert für eine zweite Amtszeit und bereitet den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen im nächten Jahr vor.

Frederick Chiluba war, nach 30 Jahren Sozialismus unter Kenneth Kaunda, der erste demokratisch gewählte Präsident Sambias (1991-2002). Weil er notwendige politische und wirtschaftliche Reformen durchführte und die Rechte der Bevölkerung verteidigte, wurde er als „Befreier“ und „schwarzer Moses“ bezeichnet. Seine späteren Jahre wurden von Korruptionsvorwürfen und Unterdrückung Andersdenkender überschattet.

Die Kritik der Bischöfe an der Misswirtschaft der Regierung und der Benachteiligung der katholischen Schulen wies der Vizepräsident Kunda scharf zurück, auch die Forderung der Bischöfe, eine unabhängige Kommission einzusetzen, um die Korruption in Sambia aufzudecken.

Die sambische Regierung hat Pläne angekündigt, die der Bevölkerung einen größeren Anteil des Kupferreichtums zukommen lassen sollen. Die Bergbauunternehmen müssten jedoch bereit sein, auf Kompensation für verlorene Einnahmen zu verzichten. So könnten dem Gesundheitswesen extra 415 Millionen Dollar zugefügt werden in einem Land, dessen Bevölkerung eine Lebenserwartung von nur 37 Jahren hat.

In einem Hiortenbrief haben die katholischen Bischöfe alle christlichen Bürger ausgerufen, sich an den kommenden Wahlen zu beteiligen. Die Bischöfe zeigten sich jedoch von den Verfassungs- und Wahlreformen der Politiker in den letzten Jahre enttäuscht. Eine Beteiligung der Bürger am politischen Geschehen sei nicht verwirklicht worden.

Der umstrittene frühere Erzbischof von Lusaka, Emmanuel Milingo, ist offiziell aus dem Klerusstand entlassen worden. Er hatte sich in den letzten Jahren durch die unerlaubte Weihe von vier Bischöfen und eine Heirat immer mehr von der Kirche entfernt. Trotz der persönlichen und „väterlichen Sorge“ von zwei Päpsten war es nicht möglich, ihn zur Einheit mit der Kirche zurückzuführen.

Die Firma ‚Zambike‘ produziert Fahrräder mit einem Rahmen aus Bambusrohr. Die Version ‚Zamubulanz‘ wird bereits von 10 Kliniken benutzt. In Kooperation mit einem interessierten Unternehmen in Kalifornia sollen die Rahmen auch in die USA exportiert werden.

Präsident Levy Mwanawasa hat das Kabinett und das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 28. September festgelegt. Trotz eines leichten Schlaganfalls im April will er wieder kandidieren.

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