Schlagwort: Sambia

Nach dem Tode von Präsident Levy Mwanawasa werden in Sambia am 30 Oktober 2008 Neuwahlen stattfinden.

Der Oppositionspolitiker und frühere Priester der Diözese Ndola, Frank Bwalya, muss sich wegen Beleidigung des Staatsoberhauptes vor Gericht verantworten. Am Rundfunk beschrieb er Präsident Michael Sata als Kartoffel. Das Bemba Wort „chumbu mushololwa“ bezieht sich auf die Süßkartoffel, die bricht, wenn sie gebogen wird. Man beschreibt damit einen unnachgiebigen Menschen, der auf Niemanden hört. Wenn verurteilt, könnte sich Bwalya von der „Alliance for a Better Zambia“ auf eine fünfjährige Haft einstellen.

Das Parlament hat einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Regierung auffordert, Schulbildung kostenlos bis zur 12. Klasse zu garantieren.

Die Oppositionspartei Patriotic Front will die Kandidatur von dem seit 2008 amtierenden Präsidenten Banda bei den Wahlen am 20. September durch ein Gerichtsverfahren verhindern. Sie behauptet, Banda stamme nicht von sambischen Eltern ab, sondern komme aus Malawi und könne laut Verfassung nicht kandidieren..

Der Informationsminister hat im Parlament die katholische Kirche beschuldigt, dass sie durch Unterstützung der Kritik an der Regierung seitens der Opposition und Medien die Gewalt fördere und zog Parallelen zu Ruanda. Während der Pressesprecher der Bischofskonferenz eine öffentliche Entschuldigung verlangte, äußerten sich andere Kirchenführer über das mangelnde Geschichtsverständnis des Ministers. Politiker, nicht die Kirche, hätten die Gewalt in Ruanda angestachelt.

Die Ehefrau des ehemaligen Präsidenten, Regina Chiluba, wurde wegen Veruntreuung von Staatgeldern unter dem Regime ihres Mannes verhaftet. Sechs Häuser und vier Autos wurden beschlagnahmt.

Die Oppositionsparteien Sambias haben sich geeinigt, gemeinsam den Präsidenten der UPND-Partei, Hakainde Hichilema, als Gegenkandidaten für die Wahlen am 28. September aufzustellen.

Der oberste Gerichtshof hat die Wahlen von 2001, die von der Opposition angefochten wurden, bestätigt.

Sambia sieht das Verpachten von Ackerland an ausländische Investoren nicht als eine Form von „Kolonialismus“. Mit so viel Farmland kann Sambia, nach Aussage des Finanzministers, die Golf Staaten einladen. Bis jetzt seien es nur kleine Abkommen, doch sollen demnächst zwei Landstriche von je 100,000 ha ausgegeben werden. Eine Saudi Firma will auch eine 5,000 ha Obstplantage anlegen und eine Saftfabrik bauen.

Direktiven des Internationalen Währungsfonds (IWF), Nahrungsmittel mit 17,5% Mehrwertssteuer zu belegen, hat Präsident Mwanawawa abgelehnt, nachdem Regierungsstellen und Zivilgesellschaft heftige Kritik geäußert hatten. Die Steuer würde die landwirtschaftliche Produktion und die ärmeren Bevölkerungsschichten belasten.

Länder