Schlagwort: Sambia

In einem Hiortenbrief haben die katholischen Bischöfe alle christlichen Bürger ausgerufen, sich an den kommenden Wahlen zu beteiligen. Die Bischöfe zeigten sich jedoch von den Verfassungs- und Wahlreformen der Politiker in den letzten Jahre enttäuscht. Eine Beteiligung der Bürger am politischen Geschehen sei nicht verwirklicht worden.

Der umstrittene frühere Erzbischof von Lusaka, Emmanuel Milingo, ist offiziell aus dem Klerusstand entlassen worden. Er hatte sich in den letzten Jahren durch die unerlaubte Weihe von vier Bischöfen und eine Heirat immer mehr von der Kirche entfernt. Trotz der persönlichen und „väterlichen Sorge“ von zwei Päpsten war es nicht möglich, ihn zur Einheit mit der Kirche zurückzuführen.

Die Firma ‚Zambike‘ produziert Fahrräder mit einem Rahmen aus Bambusrohr. Die Version ‚Zamubulanz‘ wird bereits von 10 Kliniken benutzt. In Kooperation mit einem interessierten Unternehmen in Kalifornia sollen die Rahmen auch in die USA exportiert werden.

Präsident Levy Mwanawasa hat das Kabinett und das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 28. September festgelegt. Trotz eines leichten Schlaganfalls im April will er wieder kandidieren.

Frederick Chiluba war, nach 30 Jahren Sozialismus unter Kenneth Kaunda, der erste demokratisch gewählte Präsident Sambias (1991-2002). Weil er notwendige politische und wirtschaftliche Reformen durchführte und die Rechte der Bevölkerung verteidigte, wurde er als „Befreier“ und „schwarzer Moses“ bezeichnet. Seine späteren Jahre wurden von Korruptionsvorwürfen und Unterdrückung Andersdenkender überschattet.

Die Kritik der Bischöfe an der Misswirtschaft der Regierung und der Benachteiligung der katholischen Schulen wies der Vizepräsident Kunda scharf zurück, auch die Forderung der Bischöfe, eine unabhängige Kommission einzusetzen, um die Korruption in Sambia aufzudecken.

Die sambische Regierung hat Pläne angekündigt, die der Bevölkerung einen größeren Anteil des Kupferreichtums zukommen lassen sollen. Die Bergbauunternehmen müssten jedoch bereit sein, auf Kompensation für verlorene Einnahmen zu verzichten. So könnten dem Gesundheitswesen extra 415 Millionen Dollar zugefügt werden in einem Land, dessen Bevölkerung eine Lebenserwartung von nur 37 Jahren hat.

Das Projekt, Tausende von Kindern in den Straßen von Lusaka zu rehabilitieren, schlägt fehl, weil die Regierung die Zivilgesellschaft nicht einbezieht. Die Jugendlichen werden im Zambia National Service ausgebildet, sind aber dann wieder auf der Straße, weil sie die erworbenen Fertigkeiten nicht brauchen können. Armut und HIV/AIDS sind die Hauptgründe für die wachsende Zahl von Straßenkindern.

Präsident Mwanawasa musste anlässlich einer Kabinettsumbildung zugeben, dass er keine Fortschritte in der Armutsbekämpfung erreicht habe. 75% der 10 Millionen Sambier leben von weniger als einem Dollar am Tag, 16.5% sind HIV positiv.

Sambias Präsident Banda bedauert, dass bereits 13 Millionen Dollar ausgegeben wurden, um seinen Vorgänger Chiluba wegen Veruntreuung vor Gericht zu bringen. Das Geld hätte man besser für Schulen und Krankenhäuser verwenden können.

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