Schlagwort: Sambia

Als Verfechterin von lokalen Nahrungsmitteln hat Sylvia Banda ihren Lehrberuf aufgegeben und ein kleines Restaurant nahe der Universität von Sambia eröffnet. Der Duft durchs offene Fenster war die einzige Reklame. Inzwischen wurde daraus die „Sylva Professional Catering Services“ mit Hotel und Schule, in der Farmer im Anbau von lokalen Nahrungsmitteln und Köche in deren Zubereitung ausgebildet werden. Weil ihre Firma die Produkte aufkauft, bleibt der Profit in der lokalen Wirtschaft. Ihr jährlicher Umsatz ist etwa eine Million Dollar. Frau Banda hat auch ein Kochbuch mit einheimischen Gerichten verfasst, gibt Workshops über Nachhaltigkeit und spricht regelmäßig am Radio. Ihre neueste Erfindung: ein Solar Trockner für Gemüse und Früchte, wovon schon Tausende Kleinbauern profitiert haben.

Global Fund hatte Sambia 300 Millionen Dollar für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria zugesagt. Weil aber Gelder verschwanden und das Gesundheitsministerium zögerte, Klarheit zu schaffen, werden jetzt verschiedene Zahlungen über andere Organisationen geleitet. Lebensrettende Medikamente sollen den Patienten nicht vorenthalten werden. Es ist nicht das erste Mal, dass Sambia Entwicklungshilfe wegen Veruntreuung verliert.

Regierungssprecher Vernon Mwaanga hat bekannt gegeben, dass Präsident Levy Mwanawasa einen leichten Schlaganfall erlitten hat. Der 57-Jährige ist Präsidentschaftskandidat für die Wahlen in diesem Jahr und war zu einer medizinischen Kontrolle nach London gereist..

Das „Oasis-Forum“, ein Zusammenschluss der größten christlichen Konfessionen in Sambia, ist auf der Seite der Bevölkerung, die nach einer „neuen und noch demokratischeren Verfassung“ verlangt. Nach 50 Jahren Unabhängigkeit sind die Menschen sich ihrer Macht und Rechte bewusst und wollen sich nicht weiter einschüchtern lassen. Die Politoker sollen ihre „Arroganz und Besserwisser-Einstellung“ ablegen und statt leeren Worten kräftige Taten zeigen.

Oppositionsparteien und Gruppen der Zivilgesellschaft haben eine Unterschriftenkampagne gestartet, um die Regierung zu zwingen, vor den nächsten Wahlen im Jahr 2006 eine neue Verfassung zu ermöglichen.

In einem spannungsgeladenen Parteitag konnte sich Präsident Levy Mwanawasa gegen seinen Rivalen Enoch Kavindele durchsetzen. Mwanawasa hatte in seiner Anti-Korruption Kampagne mehrere prominente Mitglieder der MDD entlassen.

In 2008 hat Michael Sata, dem seine Lästerzunge den Spitznamen gegeben hat, um 2% gegen Banda verloren. Bei den heutigen hart umkämpften Präsidentschafts- Parlaments und Kommunalwahlen erwartet der Führer der oppositionellen „Patriotischen Front“ mehr Glück, besonders in den ländlichen Gebieten und im Kupfergürtel. Der amtierende Banda hofft, dass der Bergbauboom und die dadurch verbesserte Infrastruktur ihm die Wiederwahl garantieren, doch könnte er an der Tatsache scheitern, dass immer noch 68% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben.

Weil die frühere Regierungspartei MMD 20 Jahre keine Registrierungs-Gebühren bezahlt haben soll, wurde ihr jetzt der rechtliche Status aberkannt. Die Partei von Ex-Präsident Banda wehrt sich gegen den „Angriff auf die Demokratie“. Wird ihr Einspruch zurückgewiesen, verliert die Partei alle Sitze im Parlament.

Nach zehntägigen gewaltsamen Protesten der Studenten hat die Regierung die ‚Copperbelt University (CBU)‘ geschlossen. Präsident Levy Mwanawasa beschuldigt die Oppositionsparteien, die Studenten aufgewiegelt zu haben.

Nachdem Erzbischof Emmanuel Milingo ohne Erlaubnis des Papstes vier Priester zu Bischöfen geweiht hatte, hat der Vatikan ihn offiziell exkommuniziert und die Weihen für ungültig erklärt.

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