Im langwierigen Prozess der Entschuldung im Rahmen der HPIC Initiative hat Sambia den ‚Completion Point‘ erreicht. Sambia hat eine Schuldenlast von 6.5 Mrd. Dollar. 3.8 Millionen könnten durch HPIC abgeschrieben werden.
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Im langwierigen Prozess der Entschuldung im Rahmen der HPIC Initiative hat Sambia den ‚Completion Point‘ erreicht. Sambia hat eine Schuldenlast von 6.5 Mrd. Dollar. 3.8 Millionen könnten durch HPIC abgeschrieben werden.
In einer nationalen Kampagne fordern die Kirchenführer garantierte Grundrechte für Arbeiter . Ein gemeinsamer Appell des ökumenischen Rat der Kirchen fordert von der Regierung Gesetze für mehr Transparenz und Verantwortung im Handel. Der Generalsekretär der Bischofskonferenz kritisierte insbesondere die chinesischen Investoren, die Arbeiter unter dem Mindestlohn bezahlen.
Der ehemalige Präsident Frederick Chiluba wurde von einem britischen Gericht schuldig befunden, 46 Millionen Dollar aus öffentlichen Geldern für private Ausgaben verwendet zu haben. Einer exklusiven Herrenboutique in der Schweiz zahlte er eine Rechnung von 1.2 Millionen Dollar.
Auch nach dem Wahltag gingen die Unruhen weiter. Wütende Bewohner, besonders in der Hauptstadt Lusaka, bewarfen die Polizei mit Steinen. Jetzt protestiert man in den nördlichen Städten Kitwe und Ndola, weil die Wahlergebnisse noch nicht veröffentlicht sind. Mit einer Million Neuwählern, die auf Wandel drängen, könnte der Oppositionsführer Michael Sata den amtierenden Rupiah Banda ablösen.
Das Parlament in Lusaka hat dem früheren Präsidenten Banda die Immunität entzogen. Nun steht er heute vor Gericht wegen Korruption. Könnte vielleicht Präsident Sata seinen Gegner auszuschalten versuchen, um seine eigenen Untaten zuzudecken? Fast alle wichtigen Posten sind von Satas Verwandten besetzt.
Der sambische Präsident, der als einer der wenigen gegenüber dem Diktator in Simbabwe sehr kritisch war, wurde am ersten Tag des Afrika-Gipfels in ein Krankenhaus gebracht und später nach Frankreich geflogen. Gerüchte über seinen Tod wurden dementiert.
Präsident Levy Mwanawasa hat die Todesurteile von 97 Häftlingen in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Seit seinem Amtsantritt vor sechs Jahren weigert sich der Präsident, Todesurteile gegenzuzeichnen; damit können sie nach sambischem Recht nicht vollstreckt werden.
Mit Michael Sata ist der erste Katholik als Staatsoberhaupt Sambias gewählt worden. Er versprach, dass sich seine Regierung an den biblischen zehn Geboten ausrichten würde Die grassierende Korruption, die man seinem Vorgänger anhaftete, müsse verschwinden. Ob er seine Rolle als „Anwalt der Armen“ ausüben und die geplante Umverteilung der wirtschaftlichen Güter mit der nötigen Rücksicht auf chinesische und südafrikanische Investoren im Kupfergürtel vereinbaren kann, bleibt abzuwarten. Sambia ist eines der wenigen afrikanischen Länder, in denen eine Regierungspartei seit der Unabhängigkeit zwei Mal durch demokratische Wahlen abgelöst wurde.
Durch eine Rekordernte von 400.000 Tonnen Mais hat sich Nahrungsmittellage nach mehreren Dürrejahren stabilisiert. Von den Überschüssen sollen 160.000 Tonnen exportiert und der Rest als nationale Reserve gelagert werden.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz schreibt, dass Regierung und Medien in den letzten Monaten die Kirche massiv und gezielt angegriffen hätten. Ein Vorwurf ist, dass die Kirche für Homosexuelle eintrete, wenn sie nur deren Diskriminierung verurteile. In einem Wahljahr könnte die Regierung die Unterstützung von etwa drei Millionen Katholiken verscherzen.