Schlagwort: Liberia

Liberia – „National Institute of Health“ Studien haben gezeigt, dass die meisten Überlebenden auch sechs Monate nach der Entlassung aus Betreuungseinrichtungen unter Schwäche, Gedächtnisverlust und Depressionen leiden, die eine Rückkehr ins normale Leben erschweren. Auch werden viele von der Gemeinschaft und sogar ihren Familien ausgegrenzt. Besorgnis erregt auch die nachgewiesene sexuelle Übertragung des Virus bei Überlebenden.

Liberia – Der 17-jährige Abraham Keita erhielt in Den Haag die von der Stiftung „KidsRights“ organisierte internationale Auszeichnung, weil er sich jahrelang für die Rechte der Kinder in seinem Land eingesetzt hat. Er hat Demonstrationen angeführt und Lobbyarbeit im Parlament gemacht und nicht geruht, bis sich etwas bewegte. In Liberia, das noch unter den Folgen des Bürgerkrieges leidet und eine Ebola-Epidemie hinter sich hat, sind Kinder, mehr als sonst wo, Opfer von Krieg, Armut, Korruption und Gewalt. In Liberia hat fast die Hälfte aller Kinder physische Gewalt erfahren; 13% der Mädchen wurden sexuell missbraucht. Jeder junger Preisträger zeigt, dass Änderung möglich ist. „KidsRights“ investiert auch 100,000 Euro in Projekte im Land des Gewinners.

Liberia – Die Menschenrechtsorganisation „Global Witness“ beschuldigt Palmölkonzerne, besonders „Golden Veroleum“ (GVL), während dem Ebola-Ausbruch in 2014 Dorfbewohner gezwungen zu haben, tausende Hektar Land abzugeben. Der schwache Widerstand hätte nichts genutzt. „Golden Veroleum“ hätte ihre Ölplantagen fast verdoppelt. Der Konzern dementiert Druck auf die Bevölkerung und unfaire Praktiken.

Liberia – Sieben Wochen nachdem Liberia als ebolafrei erklärt wurde, ist ein 17Jähriger an der Krankheit gestorben; ein weiterer Fall ist bestätigt. Gesundheitsbehörden vermuten, dass der Verstorbene sich an Hundefleisch infizierte. Sie suchen weiter nach Kontaktpersonen, beobachten 100 Menschen und planen Quarantänegebiete.

Liberia – „Ärzte ohne Grenzen“ bestätigen einen leichten Rückgang der Fälle, warnen aber, dass Ebola sich in Guinea und Sierra Leone noch weiter ausbreitet. Eine effektive Aufklärungskampagne, Handwaschstationen an allen großen Gebäuden landesweit und strikte Bestattungs-Regeln haben in Liberia Wirkung gezeigt.

Liberia – Laut Verteidigungsminister Samukai bedroht die Ebola-Epidemie die Existenz des Staates, der seine Aufgabe nicht mehr erfüllen könne, weil Infrastruktur und Kapazität fehlten. Liberia ist am schlimmsten betroffen und muss sich auf viele weitere Infizierte einstellen.

Mindestens fünf Passagiere kamen um, als sie in der Hauptstadt Monrovia über den Mesurado Fluss von einem Slum zu einem andern übersetzen wollten. Die Zahl der Toten könnte noch steigen. Viele Slum Bewohner ziehen das Boot dem langsam rollenden und teureren Busverkehr vor.

Küstenerosion bedroht die Existenz der zweitgrößten Stadt Buchanan, wo schon hundert Häuser zerstört sind und die Fischer ihre Häfen verloren haben. Der Verursacher ist nicht der Klimawandel, sondern die unregulierte Sandgewinnung entlang der Küste. Auch plündern Bewohner Stahlbarrieren und Felsblöcke, die früher als Wellenbrecher gegen den Atlantik angebracht wurden.

Mit sechsmonatiger Verzögerung hat der Prozess gegen Liberias Ex-Präsidenten Charles Taylor wieder begonnen. Der Inernationale Gerichtshof hatte den Prozess auf 2008 vertagt, nachdem Taylor seinen Verteidiger entließ und der Eröffnung des Prozesses boykottierte.

Der frühere Fußballstar George Weah will seinen Einspruch gegen die Wahlergebnisse zurückziehen und den Sieg von Frau Ellen Johnson-Sirleaf zur neuen Präsidentin anerkennen.

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