Schlagwort: Liberia

Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf hat sich vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission dafür entschuldigt, Ex-Präsident Charles Taylor zeitweilig in Unkenntnis seiner wahren Absichten unterstützt zu haben. Sie war 1980 unter dem Regime von Sammuel Doe wegen ihrer Kritik der Regierung inhaftiert worden.

Die Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf legte Hand an und schaufelte Müll in den Straßen der Hauptstadt Monrovia. Sie hatte die Großreinigung angeordnet. Geschäfte mussten bis 10:00 geschlossen bleiben, damit alle Bewohner Gelegenheit hatten, ihre Umgebung zu räumen und zu säubern.

Nach Angaben der Wahlkommission hat bei den Präsidentschaftswahlen in Liberia George Weah 29% und Ellen Johnson-Sirleaf 19% der Stimmen erhalten. Damit ist eine Stichwahl in vier Wochen nötig. Die ehemaligen Warlords gingen leer aus. In den Parlamentswahlen erhielt Weahs neu gegründete Partei zwar die höhste Stimmenanzahl, aber nur etwa 20% der umkämpften Sitze in Parlament und weniger im Senat.

Seit Mai läuft ein Projekt für Mikro- Kredite, um seropositiven Frauen zu helfen, eigenes Einkommen zu erwerben, finanziell unabhängig zu sein, um dadurch ihre Position innerhalb der Gesellschaft zu stärken.

Die Amtsenthebung wegen Korruptionsvorwürfen von Parlamentssprecher, Georg Dweh, hat in Liberia zu neuen Spannungen geführt. Dweh ist Mitgründer der Rebellenbewegung RUF und ehemalige RUF-Anhänger drohten, die Feindseligkeiten wieder aufzunehmen.

Plakate und Popsongs ermahnten die Bevölkerung, für die beginnende Volkszählung, die mehrere Tage dauert, zu Hause zu bleiben. Genaue Daten sind für die Entwicklungsplanung des Landes wichtig. Es stellte sich bereits heraus, dass viele Dörfer seit dem Krieg nicht mehr existieren.

Mit Hilfe von UN-Truppen hat die Regierung die Kontrolle über die größte Gummiplantage im Nord-Westen des Landes übernommen. Sie wurde auch nach dem Friedensschluss weiterhin von LURD-Rebellen ausgebeutet.

Die Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf hat gestern im Beisein vieler afrikanischer Staatschefs und Hillary Clinton ihre zweite Amtszeit angetreten. Sie hatte im November eine umstrittene Stichwahl gewonnen. „Mama Ellen“, wie sie oft genannt wird, appellierte an alle Landsleute, ihr beim Versöhnungsprozess und beim Schaffen von sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit zu helfen. Korruption, der größte Feind des Fortschritts, müsse ausgerottet werden.

Auf dem letzten Stop seiner Afrikareise versprach Präsident George Bush die Unterstützung der USA im Kampf gegen Armut und Krankheiten, so wie auch eine Million Schulhefte und Schulbänke für 10.000 Schüler. Liberia ist das einzigste afrikanische Land, dass den USA einen Standort für die US-Kommandostelle für Afrika (Africom) angeboten hat.

Präsident Sarkozy hat als ersten ausländerischen Staatschef Ellen Johnson Sirleaf aus Liberia empfangen. Beobachter werten diese Geste als Beginn einer neuen französischen Afrikapolitik.

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