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Die Wahlkommission des Landes teilte am Freitag mit, dass der 78-jährige Boakai, ein ehemaliger Vizepräsident, nach Auszählung fast aller Stimmen einen knappen Sieg mit 50,9 % der Stimmen gegenüber 49,1 % von Weah errungen hat. Weah, der amtierende Präsident, in einer Ansprache an die Nation sagte: „Das liberianische Volk hat gesprochen und wir haben seine Stimme gehört ….Ich fordere Sie auf, meinem Beispiel zu folgen und das Ergebnis der Wahlen zu akzeptieren“.

Bei der Stichwahl liegt nach 85 % der ausgezählten Stimmen der Oppositionskandidat Joseph Boakai 50,6% leicht vor Präsident George Weah49,4%.  

Nach Auszählung von fast 73 % der Stimmen der Wahl vom 10. Oktober, liegen der Präsident George Weah und sein Rivale Joseph Boakai nach den vorläufigen Ergebnissen Kopf an Kopf. Weah kommt auf 43,8 % und Boakai auf 43,54 % der Stimmen. Nach 15 Tagen soll das endgültige Wahlergebnis bekannt gegeben werden. Sollte keiner der beiden Kandidaten mehr als 50 % der Stimmen erhalten, findet am 7. November eine Stichwahl statt. Mehr als 2,4 Millionen Liberianer hatten sich zur Wahl registrieren lassen. Lokale und regionale Wahlbeobachter berichteten über einen friedlichen Verlauf der Wahlen und eine hohe Wahlbeteiligung, wiesen aber auch auf Probleme wie Verzögerungen bei der Stimmabgabe in einigen Wahllokalen hin.

Die Behörden geben an, dass von vier mutmaßlichen Drogenhändlern, die mit einer Kokainlieferung im Wert von 100 Millionen Dollar in Verbindung gebracht werden, jede Spur fehlt, nachdem sie von einem Geschworenengericht unerwartet freigesprochen wurden. Letztes Jahr beschlagnahmten liberianische Sicherheitsbehörden mit Unterstützung der USA und Brasiliens einen Container mit mehr als 500 Kilo Kokain darin. Vier Männer – aus Liberia, Portugal, Libanon und Guinea-Bissau – wurden verhaftet, was damals als einer der größten Erfolge Liberias im Kampf gegen Drogenschmuggler galt. Doch letzte Woche wurden sie von einem Geschworenengericht in der Hauptstadt Monrovia für nicht schuldig befunden. Der Justizminister verurteilte die Entscheidung und erklärte, Liberia habe sich damit international lächerlich gemacht. Er versprach, sie erneut zu verhaften, aber sie sind inzwischen geflohen.

Seit November fährt im Norden Liberias ein gelber Bus von Schule zu Schule, um Schülern den Umgang mit Computern beizubringen. Gründer des Projekts ist Jeremiah Lloyd Cooper, ein 36 jähriger IT- Techniker, der sich extrem gedemütigt fühlte, als er sich nach seinem Schulabschluss ohne Computerkenntnisse für ein IT Studium angemeldet hatte. Deshalb ist es sein Traum, Kindern frühzeitig Computerkenntnisse zu vermitteln. Das Projekt wird vom Entwicklungsfond UNDP der UNO finanziert. Das mobile Computerlabor wird von Schülern mit Begeisterung aufgenommen und soll auch Frauen erreichen. Laut Weltbank ist Liberia eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, auch im Internet. Nur 26% seiner Bürger nutzten es im Jahr 2020, verglichen mit 70% in Südafrika und 90% in Australien.

Die Liberia Electricity Corporation (LEC) hat ihre Kunden und die Öffentlichkeit über die neuen Regelungen zur Stromabschaltung informiert, die wegen hohen Verbrauchs bei niedrigem Wasserstand am Mt. Coffee Hydro für alle gelten

Liberias Präsident George Weah, einst einer der besten Fußballer der Welt, ist voller Stolz, dass sein Sohn Timothy in der WM in Katar das einzige Tor für die USA gegen Wales 1:1 erzielte. Timothy ist berechtigt, für die USA zu spielen, da er dort in 2000 geboren wurde und auch aufgewachsen ist. Sein Vater George spielte für Mailand, Chelsea und Monaco und gewann 1995 den Ballon D’Or für den besten Spieler des Jahres. Ein Wermutstropfen: bei seinen liberianischen Landsleuten ist die Anwesenheit ihres Präsidentin in Katar sehr umstritten.

Liberia hatte einen Feiertag erklärt, damit Menschen zu Hause bleiben konnten, um in der lang verzögerten Volkszählung gezählt zu werden, doch die 71.000 Zähler streikten wegen der vorgeschlagenen Bezahlung. In ihrer Verwirrung riefen die Bürger in der Hauptstadt Monrovia an, was denn los sei. Auch sind sie irritiert über ihren Präsidenten George Weah, der sich wegen „offiziellen Veranstaltungen“,  darunter das Fußballspiel in Katar, in dem sein Sohn Timothy für die US Mannschaft spielt, schon wochenlang außer Landes aufhält. Er sollte zu wichtigen Zeiten zu Hause sein. Laut liberianischer Verfassung soll alle 10 Jahre eine Volkszählung durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden benötigt, um die Wahlkreise für die Parlamentswahlen in 2023 zu definieren.

Der Prozess gegen den ehemaligen liberianischen Rebellenführer Kunti Kamara wird vor einem Pariser Gericht eröffnet. Kamara, wird der Vergewaltigung, des Mordes und der Folter während des ersten Bürgerkriegs des Landes in den 1990er Jahren beschuldigt. Kamara wurde 2018 in Frankreich festgenommen.

Die liberianischen Behörden, unterstützt von Beamten der internationalen US – Betäubungsmittelbehörde, haben in einem Vorort der Hauptstadt Monrovia Kokain im Wert von 100 Millionen Dollar beschlagnahmt. Drei Täter, je  einer aus Liberia, Guinea-Bissau und Libanon, wurden festgenommen. Mehrere Komplizen seien auf der Flucht. Der Erfolg der Operation sei das Ergebnis der ausgezeichneten Kommunikation zwischen den Strafverfolgungsbehörden weltweit, darunter Brasilien, den USA und Liberia. Drogenkartelle transportieren ihre Ware für die Märkte in Europa und in den USA über den Atlantik und bevorzugen Teile Westafrikas, wo es schwache Strafverfolgung und eine großenteils unbeaufsichtigte Küste gibt.

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