Der wegem Kriegsverbrechen angeklagte Ex-Präsident Liberias, Charles Taylor, wurde in ein Gefängnis des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag überwiesen. Der Prozess soll im Januar 2007 beginnen.
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Der wegem Kriegsverbrechen angeklagte Ex-Präsident Liberias, Charles Taylor, wurde in ein Gefängnis des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag überwiesen. Der Prozess soll im Januar 2007 beginnen.
Präsidentin Johnson Sirleaf wurde in Washington von Präsident Bush mit großen Ehren empfangen. Die USA haben Liberia eine Wirtschaftshilfe von 50 Millionen Dollar zugesagt.
Charles Taylor, Ex-Präsident von Liberia, wurde schuldig befunden, im mineral-reichen Nachbarland Sierra Leone eine zehn-jährige Terror-Kampagne unterstützt zu haben, der 120,000 Menschen zum Opfer fielen; unzählige wurden verstümmelt. Bezahlt wurde Taylor mit Blut-Diamanten. Obwohl es keinen Weg gibt, Tod, Folter, Vergewaltigung und Versklavung wieder gut zu machen, soll das Urteil andere Tyrannen von solchen Taten abbringen. Charles Taylor ist das erste Ex-Staatsoberhaupt, das für Kriegsverbrechen von einem internationalen Gericht bestraft wird.
Georg Weah, bekannt als internationaler Fußballer, kehrte aus den USA in seine Heimat Liberia zurück und wurde Spitzenkandidat der Partei Congress for Democratic Change für die Präsidentschaftswahlen am 11. Oktober. Die jetztige Regierung unter Präsident Gyude Bryant wird nicht kandidieren.
Die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die Menschenrechtsvergehen in den letzten 24 Jahren aufklären soll, hat ihre Arbeit begonnen. 200 Personen sind geschult worden, um im ganzen Land Evidenz über vegangene Verbrechen zu dokumentieren. Die Kommission kann jedoch keine Gerichtsurteile aussprechen.
Zwei Mitarbeiter einer Hilfsgruppe sind schuldig befunden worden, über eine Million Dollar Hilfsmittel gestohlen zu haben, die die USA der Regierung in Liberia gegeben hatte. Die beiden hatten fast die ganzen Nahrungsmittel von World Vision verkauft und den Rest an nicht-existierende Städte weitergeleitet. Auch sollen sie mit gestohlenem Baumaterial mehrere Häuser gebaut haben.
Amnesty International hat die Wiedereinführung der Todesstrafe scharf verurteilt. Liberia hat in 2005 durch Unterzeichnung der ICCPR die Todesstrafe abgeschafft. Jetzt sollen bewaffnete Überfälle, Terrorismus und Hijacking, wenn sie einen Tod verursachen, mit dem Tode bestraft werden. Afrika ist zum größten Teil frei von Hinrichtungen. In 2007 gab es in 53 Staaten bekanntlich nur sieben Urteilsvollstreckungen.
Die OECD hat Liberia aus der Liste der ‚Steuerparadiese‘ gestrichen, nachdem die Regierung ihre Finanzverwaltung transparenter und effizienter gestaltet hat. Die auf der Liste verbleibenden Steuerparadise sind Andorra, Liechtenstein, die Marshall Inseln und Monaco.
Die Wahrheits- und Versöhnungskommission, die Kriegsverbrechen in der Zeit zwischen 1979 und 2003 untersuchen soll, will nach längeren Verzögerungen in Kürze mit den ersten Anhörungen beginnen. Sie wurde nach dem Modell der südafrikanischen Kommission organisiert. .
Als 32. Land hat Liberia den Decision Point unter der HIPC-Initiative erreicht. . Liberia hat 4,8 Mrd.US-$ Auslandsschulden, das sind 1681% der jährlichen Exporteinnahmen.