Die neugewählte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf hat eine Wahrheits- und Versöhungskommission (TRC) eingesetzt, um Licht in die Menschrechtsverletzungen während der Bürgerkriege der letzten 24 Jahre zu bringen.
Liberia » Seite 17
Die neugewählte Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf hat eine Wahrheits- und Versöhungskommission (TRC) eingesetzt, um Licht in die Menschrechtsverletzungen während der Bürgerkriege der letzten 24 Jahre zu bringen.
Kurz vor der Eröffnung einer regionalen Konferenz brach im Regierungspalast in Monrovia ein Feuer aus, als Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf einen elektrischen Generator anlaufen ließ. Zur Feier der Unabhängigkeit sollte die Hauptstadt zum ersten Mal seit 15 Jahren mit Strom versorgt werden. Auch die Wasserversorgung ist wieder in Stand gesetzt worden.
Die Regierung hat ein Abkommen mit dem größten Stahlkonzern, Arcelor Mittal, über die Übernahme der Eisenbergwerke geschlossen. Wichtige Einzelheiten über Steuerzahlungen müssen noch geklärt und der Vertrag vom Parlament ratifiziert werden.
HRW berichtet, dass Milizen wieder Kinder rekrutieren, um grenzüberschreitende Überfälle in die Elfenbeinküste zu machen. Anstifter sind Anhänger von Gbagbo und Söldner von Liberia, die Präsident Ouattara nicht akzeptieren. Die Regierung von Monrovia ist schockiert und erbost über Anschuldigungen, dass sie tatenlos zuschaut.
Im Gedenken an den 11. September hat das liberianische Parlament den Vereinigten Staaten angeboten, Luftraum, Land und See nach Belieben zu nutzen. Die lokale Presse kritisierte die Entscheidung als zu weitgehend.
Diesen Titel haben afrikanische Redakteure der Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf zugedacht, nachdem sie das weitreichende Gesetz über Meinungsfreiheit unterschrieben hatte. Das neue Gesetz soll Transparenz und Verantwortlichkeit der Regierung sichern und Bürgern Zugang zu Information ermöglichen. Es ist ein Meilenstein in der Medienentwicklung Liberias.
Die Veröffentlichung des Berichts der liberianischen Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) über den 1989 – 2003 Bürgerkrieg, in dem über 250.000 Menschen starben, eine Million vertrieben wurde und 700.000 ins Ausland flohen, spaltet das noch traumatisierte Land und sorgt für Aufruhr. Nach Anhörung von 22.000 Zeugen über die Gräueltaten ist es klar, dass es Täter auch in Regierungskreisen gibt, bis hin zur Präsidentin, die bisher als „Friedensbringerin“ gefeiert wurde.