Schlagwort: Liberia

Bei ihrem Besuch in den USA wurde Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf von Präsident Obama für ihren Heroismus gelobt, der es ihr ermöglichte, das Land nach dem Bürgerkrieg wieder aufzubauen. Liberia erhält 15 Millionen Dollar für die Verbesserung der Landrechte und der Handelspolitik sowie für die Schulbildung von Mädchen. Ellen Sirleaf ist Afrikas erstes weibliches Staatsoberhaupt. Sie will sich im nächsten Jahr zur Wiederwahl stellen.

Bei seinem Staatsbesuch in Monvoria hat der chinesische Präsident Hu Jintao einen Schuldenerlass von 10 Millionen Dollar gewährt und Wiederaufbauhilfe im Wert von 25 Millionen Dollar versprochen.

Als Ex-Diktator Charles Taylor letztes Jahr für seine Mitverantwortung an tausendfachem Mord zu 50 Jahren Haft verurteil wurde, legte er Berufung ein. Das Sondertribunal hat nun alle Einwände der Verteidigung zurückgewiesen und das Urteil bestätigt. Taylor wird die Strafe wahrscheinlich in einem britischen Gefängnis verbüßen.

UN-Friedenstruppen mussten gegen 100 ehemalige Soldaten einschreiten, die in Monrovia Straßenspeeren errichteten und das Verteidigungsministerium mit Steinen bewarfen. Sie forderten die Auszahlungen der versprochenen Zahlungen bei ihrer Demobilisierung. Im Jahr 2004 erhielten ausgemusterte Soldaten 500 bis 1000 Dollar für den Übergang ins Zivilleben.

Die liberianische Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf hat bei den Vereinten Nation das Ende aller Sanktionen gegen ihr Land beantragt.

Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf rief ihr Volk auf, trotz Rückzug ihres einzigen Kontrahenten Winston Tubman und seiner Aufforderung, die Stichwahlen zu boykottieren, morgen von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. ECOWAS befürchtet, dass der Boykott neue Instabilität in Liberia verursachen könnte. Ban Ki-Moon mahnte zu Ruhe und Zurückhaltung. Internationale Aufmerksamkeit erregt die Stichwahl wegen der Verleihung des Friedensnobelpreises an die amtierende Präsidentin.

HeidelbergCement hat in Liberia eine neue Zementmühle in seinem Zementmahlwerk in der Hauptstadt Monrovia in Betrieb genommen. Die Investitionskosten lagen bei 14 Millionen Dollar. Die Gesellschaft hat in dem afrikanischen Land eine starke Position. Experten erwarten eine Wachstumrate von 7,5 %. Die Analysten begrüßen die Expansion in wachstumsstarke Märkte Afrikas und Asiens. Das soll für ein Plus beim Umsatz und beim Gewinn sorgen.

Ex-Präsident Charles Taylor wird zum ersten Mal vor dem Sondergericht für Sierra Leone in Den Haag erscheinen. Er leugnet jede Verantwortung für die elf Anklagepunkte, die Terrorismus, Vergewaltigung, Mord und Folter einschließen.

Die beiden aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten wollen einen Plan akzeptieren, wonach angesichts einer bodenlosen Korruption der Übergangsregierung gewisse Schlüsselpositionen im Staatsapparat für drei Jahre von ausländischen Experten übernommen werden. Im Gegenzug wollen die Geberländer 500 Millionen in den Wiederaufbau des Landes investieren.

Nach dem jahrelangen Bürgerkrieg wird das Land jetzt vom Meer bedroht. UNO Beobachter sprechen vom steigenden Meeresspiegel und längeren Regenzeiten, beides angeblich durch Klimawandel bedingt. Die rasante Küstenerosion und die sich häufenden Überschwemmungen waschen Wohnsiedlungen und Felder weg. Allein um die fünf Küstenstädte gegen das Meer zu schützen, brauchte das Land Riesensummen. Und es ist die Küste, wo die meisten Liberianer leben und sich die bestehende Infrastruktur befindet.

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