Schlagwort: Kongo-RDC

Präsident Felix Tshisekedi, hat wegen der eskalierenden Gewalt in den östlichen Provinzen Ituri und Nord-Kivu den „Belagerungszustand“ ausgerufen, ohne konkrete Maßnahmen zu benennen. Es wird angenommen, dass die Regierung mehr Truppen in die betroffenen Regionen schicken wird. Regierungstruppen und Friedenstruppen der Vereinten Nationen haben Mühe die dortige Gewalt einzudämmen. Seit Anfang des Jahres sind in dem an Mineralien reichen Gebiet mehr als 300 Menschen getötet und viele vertrieben worden.

Die Richter des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) haben den Opfern von Verbrechen in der Provinz Ituri, für die der Rebellenführer Bosco Ntaganda verurteilt wurde, 30 Mill. US-Dollar Entschädigung zugesprochen. Zu den Opfern gehören Einzelpersonen und Gemeinschaften. Ein aus Spenden finanzierter Opferfonds kommt für die Entschädigungen auf, da Ntaganda mittellos ist. In einem früheren Urteil hatte der IStGH den ehemaligen Anführer der Forces de Résistance Patriotique d’Ituri (FRPI) Germain Katanga zu Entschädigungszahlungen verurteilt und den 297 Opfern 250 US-Dollar pro Person zugesprochen.

Wie viele Migranten, vermisste auch der Kongolese Bouk Tshiengi in Australien sein afrikanisches Gemüse. Er fing an, Gemüse und Kräuter anzubauen und konnte bald die afrikanische Gemeinde in Sydney mit 15 Sorten frischer Produkte versorgen. Er schaffte es, sich an kalte Winter und an Wassermangel anzupassen und ist bis jetzt der einzige Bio-Farmer in Australien mit afrikanischem Gemüse. Es brauchte nur zweieinhalb Hektar Land und ein paar gute Ideen, um für viele Afrikaner in Australien “ein Gefühl von Heimat“ zu schaffen.

Der italienische Botschafter, Luca Attanasio, kam bei einem Angriff bewaffneter Rebellen auf den Konvoy des Welternährungsprogrammes (WFP) zusammen mit seinem Leibwächter und Fahrer ums Leben. Der Überfall ereignetes sich nördlich von Goma. In der Provinz Kivu sind bis zu 40 Rebellengruppen aktiv, die auch den berühmten Virunga-Park als Rückzugsgebiet nutzen. Die verschiedenen Milizen kämpfen um die Kontrolle der reichhaltigen Bodenschätze in der Region.

Angreifer stürmten am Sonntag einen Gottesdienst in der Stadt Ndalya in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes und ermordeten mehrere Gläubige; auch Menschen außerhalb der Kirche sollen teils tödlich verletzt worden sein. Berichten zufolge hätten Soldaten der kongolesischen Armee die Angreifer – es soll sich um religiöse Extremisten der „Allied Democratic Forces“ (ADF) handeln – schließlich vertreiben können. Die Bewohner im Ostkongo werden seit längerem von der ADF, die ihren Ursprung in Uganda hat, terrorisiert

Auf dem Kongo-Fluss ist ein Schiff mit über 700 Menschen an Bord, auf dem Weg von Kinshasa nach der Provinz Äquator, gekentert. Das Schiff sank in der Nähe des Dorfes Longola Ekoti, in der Provinz Mai-Ndombe. Mindestens 60 Menschen sind ertrunken und Hunderte werden noch vermisst. Als Unfallursache wird Überladung angegeben.

Bei Angriffen in der südlichen Stadt Lubumbashi gab es 11 Tote.  Die Bakata-Katanga-Miliz, welche für die Abspaltung der Region Katanga (so groß wie das westeuropäische Festland) von der DR Kongo kämpft, griff ein Militärlager an; sie verübt regelmäßig Anschläge in Lubumbashi, einem wichtigen Bergbauzentrum und der zweitgrößten Stadt des Landes.

In der letzten Woche seiner Amtszeit hat Donald Trump die Sanktionen gegen den israelischen Bergbaumagnaten Dan Gertler aufgehoben. Im Dezember 2017 und Juni 2018 verhängte das Finanzministerium Sanktionen und beschuldigte Gertler, seine Freundschaft mit dem ehemaligen Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila, ausgenutzt zu haben, um sich „Sweetheart“-Bergbaugeschäfte im Wert von mehr als 1 Milliarde Dollar zu sichern. Die Anti-Betrugs-Aktivisten drängen das Finanzministerium von Präsident Joe Biden, die Aufhebung der Sanktionen rückgängig zu machen.

Das kongolesische Institut für Naturschutz teilte mit, dass bei einem Angriff 6 Ranger im Virunga Nationalpark getötet wurden. Das UNESCO-Weltnaturerbe Virunga, mit einer Fläche von etwa 7.800 km2, beherbergt etwa 1/4 der weltweit vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Fast 700 bewaffnete Ranger arbeiten im Park; Berichten zufolge sind mindestens 200 von ihnen bei Angriffen, in den letzten 10 Jahren, getötet worden. Der Park, 1925 eingeweiht, ist in die anhaltenden Unruhen im Osten der Demokratischen Republik Kongo verwickelt, wo es immer wieder zu Angriffen von Rebellengruppen, Milizen und Wilderern kommt.

Präsident Félix Tshisekedi hat die 16-monatige Koalition mit dem ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila beendet.  Im kongolesischen Abgeordnetenhaus gewann Tshisekedis Partei eine wichtige Abstimmung. Sie wählten Parlamentssprecherin Jeannine Mabunda ab, obwohl Kabilas Bündnis über eine Mehrheit von 350 der 500 Sitze verfügt. Präsident Tshisekedi wird jetzt erstmals seine eigene Regierung bilden können. Es bleibt abzuwarten, ob die 23 Jahre dauernde Herrschaft der Kabila-Dynastie an ihr Ende kommt.  

Länder