Schlagwort: Kongo-RDC

Nach vier Jahren der Schließung hat Uganda seine Grenzübergänge zur Demokratischen Republik Kongo (DRK) in Bunagana und Mupaka wieder geöffnet. Die Grenze war im Juni 2022 aufgrund der Aktivitäten der M23-Rebellen in der DRK geschlossen worden. Ismail Ndayambaje, Bürgermeister von Bunagana, rief die Wirtschaft dazu auf, die Handelsaktivitäten entlang der Grenzlinie rasch wieder aufzunehmen.

Die Demokratische Republik Kongo war in der Vergangenheit als Freistaat Kongo, Belgisch-Kongo , Republik Kongo-Léopoldville, Demokratische Republik Kongo und Republik Zaire bekannt, bevor sie zu ihrem heutigen Namen Demokratische Republik Kongo (DRC) erhielt. Nach Algerien ist es das zweitgrößte Land des Kontinents. Das Land hat eine reiche und vielfältige Bevölkerung, über 350 ethnische Gruppen leben auf dem Gebiet der DRC. 1960 wurde das Land seine von Belgien unabhängig. Seit Ende der 1990er-Jahre erlebt das Land eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Rund ¾ der rund 83 Millionen Kongolesen leben trotz des enormen Reichtums an Bodenschätzen unterhalb der Armutsgrenze. Kriegsgeschehen ist in dem ressourcenreichen Land allgegenwärtig. In den östlichen Provinzen sind mehr als 120 bewaffnete Gruppen aktiv. Dazu zählt auch die Miliz „Allied Democratic Forces“, die der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zugerechnet wird.

Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda haben ein von den USA vermitteltes Friedensabkommen unterzeichnet, das dazu beitragen soll, die jahrzehntelangen tödlichen Kämpfe im Ostkongo zu beenden und gleichzeitig der US-Regierung und amerikanischen Unternehmen den Zugang zu wichtigen Mineralien in der Region zu erleichtern. Das Abkommen steht auch im Mittelpunkt von Trumps Bestreben, sich Zugang zu wichtigen Mineralien zu verschaffen, die für einen Großteil der weltweiten Technologie benötigt werden, und das zu einer Zeit, in der die Vereinigten Staaten und China aktiv um Einfluss in Afrika konkurrieren. Der Wert der größtenteils unerschlossenen Mineralien wird vom US-Handelsministerium auf bis zu 24 Billionen Dollar geschätzt. Analysten sehen in dem Abkommen einen wichtigen Wendepunkt, glauben aber nicht, dass es die Kämpfe schnell beenden wird.

Die Demokratische Republik Kongo hat ihr Verbot von Kobaltexporten um drei Monate verlängert. Mit dieser Maßnahme soll das Überangebot an dem für Elektrofahrzeugbatterien wichtigen Material eingedämmt werden. Das Land, der weltweit größte Kobaltlieferant, hatte im Februar ein viermonatiges Ausfuhrverbot verhängt, nachdem die Preise auf ein Neunjahrestief von nur 10 US-Dollar pro Pfund gefallen waren.

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) und Ruanda haben ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet, um den Konflikt im Osten der DRK zu beenden. Das vorläufiges Abkommen zur Beendigung der Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo soll am 27. Juni formell unterzeichnet werden.

Der Senat der Demokratischen Republik Kongo hat dem ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila die Immunität entzogen und damit den Weg für seine strafrechtliche Verfolgung wegen seiner angeblichen Unterstützung von Rebellen im Osten des Landes geebnet. Die Behörden haben ihn des Verrats und der Kriegsverbrechen beschuldigt. Sie erklärten, es gebe „umfangreiche Dokumente, Zeugenaussagen und Fakten“, die Kabila mit der bewaffneten Gruppe M23 in Verbindung brächten, die die Kontrolle über mehrere Städte im mineralienreichen Osten übernommen hat. Kabila hat in der Vergangenheit jede Verbindung zu den Aufständischen bestritten.

Hunderte von Menschen versammelten sich in Butembo, in Nord-Kivu, um ein Ende des Krieges in ihrer Region zu fordern. Die Provinzhauptstadt Goma steht seit drei Monaten unter der Herrschaft der Rebellen. Der Konflikt im Ostkongo hat seit Mitte der 1990er Jahre, im Gefolge des Völkermords in Ruanda, schätzungsweise 6 Millionen Menschen das Leben gekostet.

Ruanda und die Demokratische Republik Kongo (DRK) haben sich darauf geeinigt, bis zum 2. Mai ein Friedensabkommen auszuarbeiten, in dem sie sich verpflichten, die Souveränität der jeweils anderen Seite zu respektieren und bewaffnete Gruppen nicht mehr militärisch zu unterstützen.

Mindestens 50 Nilpferde und andere große Tiere sind im ältesten Nationalpark Afrikas, Virunga-Nationalpark, an einer Milzbrandvergiftung gestorben. Die regungslosen Tiere, treiben entlang des Ishasha-Flusses. Der Fluss fließt nach Norden zum Edwardsee, einem der großen Seen Afrikas, wo weitere tote Tiere gemeldet wurden. Die genaue Ursache der Vergiftung ist unbekannt, aber Tests haben das Vorhandensein von Milzbrand bestätigt. Mit einer Fläche von 7.800 km² ist Virunga Nationalpark einer der biologisch vielfältigsten, aber auch gefährlichsten Nationalparks des Kontinents. Der Park ist ein beliebtes Touristenziel, wurde aber in den letzten Jahren auch durch den Konflikt zwischen Rebellengruppen und der kongolesischen Armee in Mitleidenschaft gezogen.

Schwere Regenfälle haben in Kinshasa, katastrophale Überschwemmungen an einem der wichtigsten Flüsse, dem Ndjili Fluss, der die Millionenstadt mit ihren fast 17 Millionen Einwohnern durchquert, ausgelöst. Etwa 30 Menschen kamen ums Leben, Häuser und Straßen wurden zerstört. Die Überschwemmungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Land durch den Konflikt im Osten des Landes mit zunehmender Instabilität konfrontiert ist. Die von Ruanda unterstützten M23-Rebellen haben dort seit Anfang des Jahres ihre Angriffe verstärkt, wobei in den letzten Monaten mehr als 7 000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden.

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