Schlagwort: Kongo-RDC

Die Weltgesundheitsorganisation hat die erste klinische Studie gestartet, um zu prüfen, ob ein antivirales Medikament eine Infektion bei Menschen verhindern kann, die in der Demokratischen Republik Kongo dem Ebola-Stamm „Bundibugyo“ ausgesetzt sind. Der Ausbruch schreitet schneller voran, als die Maßnahmen zur Eindämmung und verbreitet sich über die bekannten Übertragungsketten.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat sich auf zwei weitere Provinzen im Nordosten ausgeweitet: Haut-Uele und Tshopo. Die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle im ganzen Land stieg auf 1.926, darunter 702 Todesfälle. Im Epizentrum der Krise müssen Kinder, die ihre Eltern durch das Virus verloren haben, ihr Leben neu aufbauen, während die Gemeinden darum kämpfen, die Krankheit einzudämmen.

Auf der Fahrt zwischen Ilebo und Sankuru kenterte ein Holzboot mit über 200 Personen und Ladung an Board.  Das Boot sank als es in der Provinz Kasai in den Zusammenfluss von Sankuru und Kasai einfuhr. An Board befunden sich Schüler, die nach ihren staatlichen Prüfungen zurückfuhren,  mindestens 20 Menschen kamen ums Leben.

In der Hauptstadt Kinshasa, sowie in drei weiteren Gebieten wurden Massenversammlungen verboten, um die Ausbreitung von Ebola einzudämmen, so der Innenminister. Der aktuelle Ausbruch der tödlichen Krankheit wurde bislang in drei Provinzen im Osten, etwa 1.800 km von Kinshasa entfernt, festgestellt. Die drei weiteren vom Verbot betroffenen Provinzen (Tshopo, Haut-Uele und Bas-Uele ) grenzen an jene an, in denen Ebola-Fälle bestätigt wurden. Prominente Vertreter der Oppositionsparteien der DR Kongo haben die Anordnung kritisiert und behauptet, sie sei erlassen worden, um einen für den 8. Juli geplanten Protestmarsch zu unterbinden.

Die Regierung hat in Ituri, der nordöstlichen Provinz, die das Epizentrum der jüngsten Ebola-Epidemie des Landes bildet, eine kostenlose Gesundheitsversorgung für alle Erkrankungen eingeführt. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Gesundheitsbehörden darum kämpfen, den Ausbruch einzudämmen. Die Zahl der bestätigten Fälle hat mittlerweile 1.000 überschritten hat. Um eine weitere Übertragung des Virus einzudämmen, kündigte Kamba zudem eine Änderung des Protokolls zur Patientenversorgung an und erklärte, dass Ebola-Patienten bald nicht mehr in allgemeine Krankenhäuser aufgenommen, sondern direkt in spezialisierte Behandlungseinrichtungen weitergeleitet werden sollen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat darauf hingewiesen, dass der Ausbruch weiterhin „ernst“ ist und sich „rasch weiterentwickelt“.

Der Ebola-Ausbruch breitet sich auf neue Gebiete im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo aus und ist umfangreicher als bisher angenommen. Seit der Ausrufung des Ausbruchs am 15. Mai gab es laut den neuesten Zahlen der WHO 676 bestätigte Ebola-Fälle, darunter 136 Todesfälle in der DR Kongo. Es gibt keine zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungsmethoden für den seltenen Bundibugyo-Stamm des Virus, der für den aktuellen Ausbruch verantwortlich ist. Der Schwerpunkt liegt in der Provinz Ituri, wobei auch Fälle in den Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu festgestellt wurden.

Ein sich rasch ausbreitender Ebola-Ausbruch des Bundibugyo-Stammes hat in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 80 Menschen das Leben gekostet und die Großstädte Goma, Kinshasa und Kampala in Uganda erreicht. Dies Weltgesundheitsorganisation rief einen internationalen Gesundheitsnotstand aus, da befürchtet wird, dass das tatsächliche Ausmaß der Krise weitaus größer ist als berichtet. Bei dem Ausbruch handelt es sich um den Bundibugyo-Stamm, der erstmals 2007 identifiziert wurde. Im Gegensatz zum Zaire-Stamm, für ein Impfstoff vorhanden ist, gibt es für Bundibugyo keinen zugelassenen Impfstoff oder eine spezifische Behandlung. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 50 % betragen. Dies ist der 17. Ebola-Ausbruch in der DR Kongo, einem Land, das 4x so groß ist wie Frankreich und über 100 Millionen Einwohner hat. Der tödlichste Ausbruch in der Region zwischen 2018 und 2020 forderte fast 2.300 Todesopfer.

Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo und die Rebellenbewegung M23 haben bei der jüngsten Runde der Friedensgespräche in der Montreux Schweiz zugesichert Angriffe auf die Zivilbevölkerung und lebenswichtige Infrastruktur zu unterlassen. Die UN-Mission MONUSCO soll die Vereinbarung überwachen. Die Verhandlungen in der Schweiz zielen darauf ab, den langwierigen Konflikt im Osten des Landes zu lösen. Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit auf die Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, wo die M23 bedeutende Gebiete erobert hat und die kongolesische Armee, unterstützt von ihren Verbündeten, weiterhin versucht, diese Gebiete zurückzuerobern.

 Ugandische und kongolesische Soldaten haben bei einem Überfall auf ein Lager islamistischer Militanten im Osten der Demokratischen Republik Kongo mindestens 200 Zivilisten befreit. Die Gefangenen waren von den Allied Democratic Forces (ADF) festgehalten worden, einer ugandischen Gruppe, die im Osten des Kongo operiert und vor einem Jahrzehnt dem Islamischen Staat die Treue geschworen hatte. Die ADF hat Tausende von Zivilisten im Osten des Kongo getötet. Die Gruppe ist für eine große Anzahl von Entführungen verantwortlich und zwingt junge weibliche Gefangene zur Heirat mit den Kämpfern.

Tausende kleiner Fische (Shellears –Parakneria thysi) wurden dabei beobachtet, wie sie die Luvilombo-Wasserfälle, einen 15 Meter hohen senkrechten Wasserfall, erklimmen. Ein Überwinden der Fälle kann fast 10 Stunden dauern. Sie bewegen sie sich nur etwa 15 Minuten lang aktiv dann ruhen sie sich auf Felsvorsprüngen aus, um Energie zu sammeln. Dieses Verhalten verdeutlicht, auf welch überraschende und geniale Weise sich Tiere an extreme Umweltbedingungen anpassen können

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