Schlagwort: Elfenbeinküste

Elfenbeinküste – Simone Gbagbo, die Frau des früheren Präsidenten, wurde von einem Gericht in Abidjan für ihre Rolle in der Gewaltwelle nach den 2010 Wahlen zu 20 Jahren Haft verurteilt. Sie war betroffen von der Härte des Urteils, doch „vergebe“ sie ihren Gegnern. Ihr Mann Laurent muss sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.

Elfenbeinküste – Das Land hat einen Feiertag ausgerufen, um den Sieg über Ghana im Afrika-Cup Turnier gebührend zu begehen. Es war der zweite Sieg; der erste war vor 23 Jahren. In nur zwei Monaten hatte Äquatorialguinea die Spiele organisiert, nachdem Marokko sich aus Angst vor Ebola zurückgezogen hatte. Neben einer hohen Geldstrafe ist Marokko nun von den Afrika-Cup Spielen in 2017 und 2019 ausgeschlossen.

Elfenbeinküste – Ein kleines Motorboot mit 40 Passagieren und mehreren Säcken Kaffee kenterte auf dem Sassandra Fluss unweit der Stadt Guessabo. 18 Menschen ertranken. Die meisten der Opfer Fischhändler.

Gbagbo hat die Beschlagnahme der Büros der regionalen Zentralbank angeordnet, um die Kontrolle über die Staatsfinanzen halten zu können. Inzwischen wurde bekannt, dass Simbabwes Präsident Mugabe seinen starrsinnigen Freund Gbagbo mit Waffen versorgt. Ein gechartertes Antonov An-22 Frachtflugzeug hat über Weihnachten Tonnen von Waffen von Harare zur Elfenbeinküste gebracht. Als Zahlung versprach Gbagbo Erdöl.

Die Regierung hat den 25-jährigen Youssouf Fofana, der wegen Folter und Ermordung des französischen Juden Ilan Halimi in Paris angeklagt ist, an die Behörden in Frankreich ausgeliefert.

Diese Stadt im Westen des Landes ist der Ort der größten Grausamkeiten in der Krise nach den letzten Wahlen. Es soll dort Massengräber mit Hunderten von Opfern geben. Der erste Besuch des Präsidenten soll als Geste der Versöhnung gelten. Noch immer gibt es Sicherheitsprobleme in der Region, in der etwa 170,000 Binnenflüchtlinge ihr Dasein fristen.

Human Rights Watch (HRW) wirft der Regierung der Elfenbeinküste vor, ehemalige Kindersoldaten aus dem Nachbarland Liberia in die Armee zu rekrutieren.

Trotz Gerüchten um seinen Rücktritt scheint der Altpräsident sich immer noch zu weigern, die Macht an seinen Rivalen abzugeben. Während er sich verschanzt und seine eigenen Soldaten ihn in Scharen verlassen – nach Augenzeugen sollen in der letzten Nacht viele in einer Kirche Uniform und Waffen abgelegt haben – plant die UNO seine Abreise ins Exil. Die AU verurteilt das Eingreifen der UNO und Frankreichs. Gbagbo soll gehe, aber nicht von ausländischen Truppen dazu gezwungen werden.

Die Befehlshaber der kriegsführenden Parteien erklärten in Yamoussoukro, dass am 8. Juni mit der Entwaffnung beider Seiten begonnen werden soll.

Kurz vor der Ankunft des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki hat die Regierung den Abzug der 4.000 französischen Truppen, die die Demarkationslinie bewachen, gefordert und ihr Misstrauen gegen die Internationale Arbeitsgruppe der UNO ausgesprochen. Die Rebellen halten Mbeki für parteiisch und lehnen ihn als Mediator ab.

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