Schlagwort: Elfenbeinküste

Elfenbeinküste – In einem verzweifelten Versuch, den schnell dahinschwindenden Wald zu retten, hat die Behörde illegale Kakaofarmer aus dem Mont Peko Nationalpark vertrieben. Das Resultat: tausende verarmte Familien, Verlust von Einkommen bei Produktionsausfall und die Gefahr, dass alte Spannungen in neue Konflikte aufflammen. Das Land produziert etwa 40% vom Kakao weltweit, aber der relative Wohlstand hat das Land an den Rand einer ökologischen Katastrophe gebracht. Zwischen 1960 und 2010 hat die Elfenbeinküste 80% ihres Urwalds verloren.

Elfenbeinküste – Der größte Kaffeeproduzent der Welt beginnt nun, einen Teil der Bohnen lokal zu rösten und zu verpacken. Die lokale Robusta Sorte wird auch mit anderen, sogar Arabica, gemischt und wird populär auf dem heimischen Markt. Für die Ivorer bringt das mehr Geld für ihr weltweit begehrtes Produkt und Arbeitsmöglichkeit und Genuss für die Bevölkerung.

Elfenbeinküste – Der hundertjährige legendäre Schriftsteller Bernard Dadie hat eine Petition gestartet um die Freilassung des ehemaligen Präsidenten des Landes Laurent Gbagbo und den früheren Minister für Jugend Charles Ble Goude zu erlangen. Beide stehen als Angeklagte wegen Kriegsverbrechen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

Elfenbeinküste – Die Kakao-Bauern des größten Kakao-Exporteurs – 1,7 Mio. Tonnen im Jahr – haben bis jetzt wenig Profit vom Anbau der Kakaobohne gehabt, oft nicht mal gewusst, wie Schokolade schmeckt. Nun hat die Regierung in Abidjan die erste große Schokoladenfabrik gebaut. Die fertigen Produkte sollen mehr Gewinn abwerfen und den lokalen Markt beleben. Dazu sollen mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Kakao-Produkte „Made in Ivory Coast“ werden immer beliebter. Die Elfenbeinküste träumt davon, eines Tage die globale Kakao-Industrie zu beherrschen.

Elfenbeinküste – Über 1,300 Ivorer haben im Nachbarland Burkina Faso Schutz gesucht, nachdem Bauern und Hirten in eine blutige Auseinandersetzung gerieten, die 17 Menschen, meist Frauen und Kindern, das Leben kostete. Konflikte zwischen sesshaften Bauern und Nomaden über Wasser – und Weiderechte sind nicht ungewöhnlich, aber so viele Todesopfer gab es noch nicht.

Elfenbeinküste – Das Netzwerk AQIM (al-Qaida im Islamischen Maghreb) hat sich zu dem feigen Angriff auf drei Hotels am Strand von Grand-Bassam, 40 km südöstlich von Abidjan, bekannt. Unter den 22 Toten sind 14 Zivilisten, zwei Sicherheitskräfte und die Angreifer. Die Leiterin den Goethe- Instituts in Abidjan ist das einzige deutsche Todesopfer. AQIM hatte sich auch zu den zwei Anschlägen vor einigen Monaten auf Luxushotels in Mali und Burkina Faso bekannt.

Elfenbeinküste – Noch immer werden in der Elfenbeinküste und im benachbarten Benin, Heimat des Voodoo-Kults, psychisch Kranke in Verliese gesperrt und an Baumwurzeln gekettet. Man fürchtet sie als von Dämonen Besessene. Nur die kath. Organisation St. Camille de Lellis unter ihrem Direktor Grégoire Ahongbonon nimmt sich ihrer an, sammelt sie in Therapiezentren, stellt sie auf Psychopharmaka ein und verhilft ihnen zu einer sinnvollen Beschäftigung mit dem Ziel, sie wieder in ihre Dörfer zurückkehren zu lassen. 15 Zentren hat Ahongbonon in der Elfenbeinküste aufgebaut, vier in Benin. Seit der Gründung in 1991 wurden mehr als 15,000 Patienten dort von ihren Fesseln befreit.

Elfenbeinküste – Ouattara hat mit fast 84% in der ersten Runde eine friedliche und reibungslose Wahl gewonnen, anders als vor fünf Jahren, als 3,000 Menschen umkamen. Der 73-Jährige, im Zivilberuf Ökonom, hat in seiner ersten Amtszeit die Wirtschaft des vom Krieg gezeichneten Landes wiederbelebt und verspricht nun, mehr Beschäftigungschancen und eine bessere Infrastruktur – besonders in Transport und Energie – zu schaffen. Er will der Präsident aller Ivorer sein, Versöhnung stiften und sein Land zum Wohlstand bringen.

Elfenbeinküste – Im Westen des Landes buddeln und meißeln etwa 16,000 Arbeiter, um das Gold aus der Erde zu holen. Kontrolliert werden die illegalen Minen von früheren Rebellen, die leicht an Waffen kommen. So könnte das Edelmetall den Frieden bedrohen, denn eine Wahl steht an. Präsident Ouattara hat bereits 158 illegale Abbaustellen räumen lassen, 106 weitere sollen geschlossen werden. Demnächst soll das Gold professionell und kontrolliert abgebaut werden.

Elfenbeinküste – Bis Kriegsbeginn in 2002 war die Elfenbeinküste Ziel vieler Arbeitssuchender. Inzwischen hat das Land sich wohl erholt; das Wachstum liegt bei knapp 10%. Doch zu wenig kommt bei der Bevölkerung an. Grund für die große Jugendarbeitslosigkeit ist die fehlende Wertschöpfung. Holz, Kautschuk und Kakao werden als Rohstoffe verkauft statt sie zu verarbeiten. Neue Arbeitsmöglichkeiten und Umverteilung der Ressourcen könnten junge Menschen im Land halten und Ausgewanderte zurückholen.

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