Schlagwort: Elfenbeinküste

Die UN stellt Untersuchungen an über die Rekrutierung ehemaliger Kämpfer aus dem Bürgerkrieg aus dem Nachbarland Liberia durch beide Konfliktparteien in der Elfenbeinküste. Wachsende Feindseligkeiten bedrohen die für Oktober geplanten Wahlen.

Bei der Landung in Bouaké wurde das Flugzeug von Premierminister Guiaumme Soro mit drei Raketen beschossen. Er wurde nicht verletzt. Als Täter werden Mitglieder der ‚Force Nouvelle‘ vermutet, die mit dem Friedensabkommen nicht einverstanden sind.

Gerade als er 5,000 Tonnen Öl in Abidjan entladen wollte, wurde der Tanker von Bewaffneten gekapert. Im Moment kann das Schiff nicht geortet werden. Piraterie an Afrikas Westküste nimmt zu. Im vergangenen Jahr gerieten im Golf von Guinea zehn Schiffe mit einer Crew von 207 in die Hände von Piraten.

Trotz des seit 2004 geltenden Waffenembargos der UNO liefert Weißrussland dem abgewählten aber noch amtierenden Präsidenten Gbagbo drei Kampfhelikopter. Die erste Sendung sei schon angekommen. Der Sicherheitsrat soll sich mit dem Bruch befassen. Seit den umstrittenen Wahlen im November sind mehrere hundert Menschen in Straßenschlachten umgekommen. Das ständige Kämpfen und die Waffensendungen machen das Abgleiten in einen Bürgerkrieg immer wahrscheinlicher.

Präsident Laurent Gbagbo hat kurz vor den Wahlen Regierung und Wahlkommission aufgelöst, was die längst fälligen Wahlen wieder in Frage stellt. Die Kommission habe das Wählerverzeichnis gefälscht. Premier Soro wurde mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Die Opposition ist erbost und ruft zu Demonstrationen auf.

Nigerias Präsident Obasanjo flog nach Abidjan, um die Konfliktparteien zu überreden, sich auf einen Kandidaten für den Posten des Premierministers zu einigen.

Einen Tag nach seiner Festnahme wurde der Ex-Präsident Gbagbo an einen anderen unbekannten Ort gebracht, sagte ein UN-Sprecher. Seine Sicherheit jedoch sei garantiert. Da manche seiner Soldaten und Milizen eine Kapitulation ablehnen, ist Abidjan instabil mit sporadischen Schießereien in verschiedenen Stadtteilen. Ein Sprecher für den alten Machthaber beschuldigt französische Spezialtruppen, in ihrer alten Kolonie einen Putsch zugunsten Ouattaras verübt zu haben.

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat scharf gegen die Verlängerung des Mandats des Parlaments durch Präsident Gbagbo protestiert.

Lokale Proteste, unterstützt von Umweltschützern weltweit, haben die Palmölgesellschaft Palmci gezwungen, den Plan 12.000 ha Regenwald im Süden des Landes in Palmölplantagen zu verwandeln, aufzugeben. Der Erfolg dieser Aktion ist ein Beweis dafür, dass ökologischer Widerstand, ob online oder in Person, für den Erhalt unserer Erde und ihrer Vielfalt effektiv sein kann.

Nach dem AU Treffen in Addis Abeba hat der gewählte Präsident Ouattara seinem Rivalen Gbagbo das Ultimatum übermittelt. Das AU Angebot eines sicheren Rücktritts sei seine letzte Chance, die Macht „friedlich und würdevoll“ abzugeben. Auch rief Ouattara alle Sicherheitskräfte auf, sich endlich in den Dienst der Nation zu stellen.

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