Schlagwort: Elfenbeinküste

Zehn Personen sind wegen eines angeblichen Umsturzversuches in Haft genommen worden. Nach Angaben des Generalstaatsanwalts befinden sich unter ihnen zwei französische Staatsbürger, eine Journalistin und ein Unternehmer; von den acht anderen sind drei ivorische Staatsangehörige, vier kommen aus Mali und einer aus Gambia. Die Festnahmen stehen in Zusammenhang mit einem angeblichen Staatsstreichversuch des im Exil lebenden Ex-Putschisten Ibrahim Coulibaly.

Der globale Nahrungsmittelkonzern Nestlé glaubt, in der US-Organisation „Fair Labor Association“ einen glaubwürdigen Partner gefunden zu haben, der die Kakao-Produktionskette von Nestlé in dem Land untersuchen und das Problem der Kinderarbeit angehen kann. Schätzungsweise sind über 800,000 mit Macheten und Pestiziden ausgerüstete Kinder in dem Kakao Gürtel unter den ungünstigsten Bedingungen beschäftigt. Auch werden immer noch Kinder für diese Arbeit entführt oder gehandelt.

In den 2011 / 2012 Klassen sitzen etwa 70,000 Kinder ohne Geburtsurkunde. Die Zeit der Rebellion von 2002 bis 2010 machte es oft unmöglich, dieses Dokument zu bekommen. Da kein Kind ohne Examen in eine weiterführende Schule darf, drängt die Regierung die Eltern, das Problem zu lösen und erleichtert das Ausstellen von Geburtsurkunden.

Siebzig afrikanische Theologen haben 70 Bibeltexte im Kontext der aktuellen Probleme Afrikas, besonders Armut, Solidarität und Gemeindeleben, kommentiert. Der Kommentar soll zum besseren Verständnis der Bibeltexte beitragen und eine Hilfestellung zum predigen geben.

In der Hauptstadt Abidjan protestieren Anhänger der Regierung gegen die von der UNO empfohlene Auflösung des Parlaments. Sie warfen Autos um und errichteten Straßenblockaden; einige hundert Demonstranten drangen auf das Gelände von UNO-Blauhelmen vor. UNO-Vermittler hatten dem Parlament zur Auflösung geraten, um Neuwahlen und weitere Friedensbemühungen zu erleichtern.

Die Entscheidung des Präsidenten kam überraschend und lässt einen Mangel an Stabilität vermuten. Die aufgelöste Regierung war nur acht Monate im Amt und sollte Versöhnung schaffen und die Wirtschaft ankurbeln. Die Elfenbeinküste hat sich seit der Regierungskrise nach der 2010/2011 Wahl noch nicht ganz erholt.

Im August 2006 wurde von dem Frachter Probo Koala in Abidjan mehr als 500 Tonnen toxischen Müll auf ungeschützten Deponien abgeladen. Später starben dann mindestens 16 Menschen und 100.000 Menschen kämpften mit Gesundheitsproblemen. Das Ganze passierte offenbar im Auftrag der niederländischen Firma Trafigura, das Entladen des Schiff wurde von dem ivorischen Unternehmen Tommy geleitet. Nun steht dessen Chef und deren Mitarbeiter vor Gericht. Es drohen hohe Haftstrafen.

Die Kriegsparteien im Konflikt in der Elfenbeinküste sind bei Verhandlungen in Pretoria übereingekommen, Ende Juli mit der Entwaffnung aller Milizen zu beginnen, nachdem ein erstes Abkommen nicht umgesetzt wurde. Die Afrikanische Union (AU) droht mit Sanktionen, falls es zu einer weiteren Verzögerung kommt.

Die neue Regierung hat das Ermittlungsverfahren gegen den Anfang April festgenommenen Ex-Präsidenten Gbagbo und seine engen Mitarbeiter in dem monatelangen Machtkampf eingeleitet. Während die Bevölkerung sich müht, nach der wütenden Zerstörung zur Normalität zurück zu finden, wurde der bekannte Milizchef Coulibaly, der Ouattara zum Sieg verhalf, von Regierungstruppen getötet.

Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig für den Plan der Afrikanischen Union (AU) gestimmt, dass Mandat der Übergangsregierung für ein Jahr zu verlängern. Damit werden die Machtbefugnisse von Premierminister Konan Banny auch auf die Kontrolle der Sicherheitskräfte ausgeweitet. Er soll bis November 2007 Wahlen organisieren.

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