Schlagwort: Elfenbeinküste

Nach dem AU Treffen in Addis Abeba hat der gewählte Präsident Ouattara seinem Rivalen Gbagbo das Ultimatum übermittelt. Das AU Angebot eines sicheren Rücktritts sei seine letzte Chance, die Macht „friedlich und würdevoll“ abzugeben. Auch rief Ouattara alle Sicherheitskräfte auf, sich endlich in den Dienst der Nation zu stellen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellt dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WEP) 1 Million Euro zu Verfügung. Die Versorgung der Flüchtlinge in der Elfenbeinküste und in Liberia soll damit gesichert werden. Während der monatelangen Unruhen waren viele hunderttausende Menschen auf der Flucht. Mehr als 130.000 sind allein in das Nachbarland Liberia geflohen.

Laut Angaben einer UN Expertendelegation werden die Militärausgaben in dem von Bürgerkriegen zerrissenen Land durch die Einnahmen aus natürlichen Ressourcen, Diamanten und Kakao, finanziert.

Frankreich hat neun Panzer zur Verstärkung der 4.000 Soldaten entsandt. Sie sollen zusammen mit 6.500 UN-Truppen den Waffenstillstand überwachen. Die Rebellengruppe fordert für sich den Posten des Premierministers in einer neuen Regierung, während Ggagbo Präsident mit weniger Vollmachten bleiben soll, wenn am 30. Oktober seine reguläre Amtszeit ausläuft.

Um gegen seine Deportierung zu demonstrieren, übergoss sich ein junger Ivorer im internationalen Abflugterminal von Fiumicino in Rom mit Benzin und zündete sich an. Ein Beamter konnte die Flammen löschen, doch der Mann erlitt schwere Verbrennungen. Afrikanische Migranten kommen häufig illegal übers Mittelmeer nach Italien.

Ein UN-Bericht stellt fest, dass trotz eines UN-Embargos von Diamanten aus der Elfenbeinküste, die Edelsteine weiterhin über die Nachbarländer ihren Weg auf die internationalen Märkte finden.

Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich die Regierung und andere politische Parteien auf eine endgültige Wählerliste. Seit 2005 sollen Wahlen abgehalten werden. Der neue Termin ist nun der 31. Oktober 2010.

Der ivorische UN Botschafter sagte der BBC, dass ein Einheitskabinett gebildet werden könnte, wenn der amtierende Gbagbo seinen Anspruch auf das Präsidentenamt aufgeben würde. Bis jetzt hat er sich allem Druck widersetzt. Der gewählte Präsident Ouattara sei bereit, kompetente Anhänger Gbagbos in seine Regierung zu integrieren und so den Machtkonflikt beizulegen. Eine Konstellation wie in Kenia und Simbabwe soll es aber nicht geben.

Das britische Außenministerium hat alle britischen Staatsbürger aufgefordert, aus Sicherheitsgründen das Land zu verlassen, und wird seine Botschaft in Abidjan schließen.

Der Uno-Sicherheitsrat hat am Donnerstag den Ankauf von Diamanten aus dem Bürgerkriegsland Côte d’Ivoire untersagt. Damit soll den Rebellen der Forces Nouvelles eine Finanzierungsquelle für ihren Kampf gegen die Regierung genommen werden. Die einstimmig verabschiedete Resolution schreibt allen Ländern vor, keine Rohdiamanten mehr aus dem westafrikanischen Land zu importieren.

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