Kleinbauern der Kooperative “Bio Ivoire“ haben die ersten Ananas Ableger gepflanzt. Man erhofft sich Ende 2009 eine gute Ernte, die lokal fachmännisch verpackt den europäischen Markt versorgen soll.
Elfenbeinküste » Seite 14
Kleinbauern der Kooperative “Bio Ivoire“ haben die ersten Ananas Ableger gepflanzt. Man erhofft sich Ende 2009 eine gute Ernte, die lokal fachmännisch verpackt den europäischen Markt versorgen soll.
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die Konfliktparteien im Bürgerkriegsland Elfenbeinküste auf einen neuen Übergangsministerpräsidenten geeinigt. Der bisherige Chef der Westafrikanischen Zentralbank, Charles Konan Banny, soll das Land zu freien Wahlen im Oktober kommenden Jahres führen. Die Gespräche standen unter Schirmherrschaft der Afrikanischen Union.
Die französische Regierung hat die Entscheidung von UN-Generalsekretär Kofi Annan, die für den 30. Oktober geplanten Wahlen zu verschieben, kritisiert. Als Grund für die Verzögerung gibt die UN die mangelnde Kooperation der Konfliktparteien an.
Auf Druck von Thabo Mbeki will Präsident Ggagbo dem Oppositionspolitiker Allasane Ouattara erlauben, sich als Kandidat bei den Wahlen am 20. Oktober zu beteiligen. Der Ausschluss von Ouattara war einer der Gründe für die Rebellion der nördlichen Region.
Gegen Ex-Präsident Gbagbo und zwölf seiner engsten Mitarbeiter, darunter sein Sohn Michel Gbagbo und der ehemalige Ministerpräsident Paschal Affi N’Guessan, wurde Anklage erhoben wegen Korruption und Mitverantwortung für die Gewaltausschreitungen vor und nach den Wahlen, bei denen 3000 Menschen ihr Leben verloren. Anhänger von Präsident Alassane Ouattara, die an den Morden beteiligt waren, wurde bisher nicht angeklagt. Die UN-Friedenstruppen berichten von 26 außergerichtlichen Hinrichtungen durch die Armee.
Beim Besuch der Bischöfe des Landes im Vatikan rief Benedikt XVI. die Katholiken der Elfenbeinküste auf, sich aktiv am Versöhnungsprozess und am Aufbau demokratischer Strukturen zu beteiligen. Die Umsetzung von Friedensabkommen zwischen der Regierung und Rebellen, die nach wie vor den Norden des Landes besetzt halten, ist nicht in Sicht. Nur durch eine UN-Friedensmission wird bislang das Wiederaufflammen offener Gewalt verhindert .
Die Kontrollbehörde der Diamantenindustrie, der „Kimberley Prozess“ hat den Ankauf von Diamanten aus der Elfenbeinküste untersagt, da sich die Rebellen im Norden über Diamantenschmuggel finanzieren.
Der Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) hat beschlossen, die Übergangsperiode noch einmal für ein Jahr zu verlängern, nachdem die Entwaffnung der Milizen und die Vorbereitung für eine Wahl fehlgeschlagen waren. Präsident Laurent Ggagbo bleibt im Amt, soll aber einen Teil seiner Vollmachten an Premierminister Konan Banny abtreten.
Der Ex-Präsident Laurent Gbagbo ist das erste Staatsoberhaupt, das vor dem Internationalen Strafgerichtshof stehen wird. Vier Monate hatte er sich geweigert, sein Amt an den Wahlsieger abzugeben. 3,000 Menschen starben in dem Konflikt und über eine Million wurde entwurzelt. Das Gerichtsverfahren könnte genau so viel Uneinigkeit schaffen wie die verlorene Wahl. Besonders in Gbagbos Heimatprovinz könnte der Zorn der Bevölkerung wieder aufflammen, denn die Überstellung sei nicht im Sinne der nationalen Versöhnung.
Dieser Ausschluss soll andauern bis der demokratisch gewählte Oppositionskandidat Ouattara vom bisherigen Präsidenten das Amt übernommen hat. Der UN Sicherheitsrat hat den Wahlsieg bestätigt, doch Gbagbo, unterstützt durch die Armee, wiedersetzt sich dem internationalen Druck und bleibt in seiner Residenz, währen Ouattara, beschützt von UNO Friedenstruppen, von einem Luxushotel aus seine Amtsgeschäfte abwickelt.