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  • Simbabwe

Simbabwe arbeitet an einem Gesetz, mit dem Bürger bestraft werden sollen, die mit ausländischen Regierungen kommunizieren und "nationalen Interessen schaden". Die Regierung behauptet, das vorgeschlagene Gesetz sei vom Logan-Gesetz der Vereinigten Staaten inspiriert. "Der Gesetzentwurf geht von der Verfassungsbestimmung über die Außenpolitik unseres Landes aus, die die Förderung und den Schutz der nationalen Interessen Simbabwes wertschätzt", sagte die Ministerin für Justiz, Recht und Parlamentarische Angelegenheiten, Virginia Mabhiza, gegenüber den staatlich kontrollierten Medien.

  • Kongo-RDC

So sieht es die Ebola -  Überlebende Espérance Nyabintu. Vor einem Jahr tötete das Virus ihren Mann. Gemieden von den meisten ihrer Nachbarn, Freunden und Familie muss sie ihre 10 Kinder allein großziehen. Trotzdem wurde sie noch Sozialarbeiterin  und unterstützt andere geächtete Überlebende. Ihr kleines Haus in Goma, gebaut auf dem schwarzen Lava des Nyiragongo  Vulkanausbruchs in 2002, ist Zufluchtsort für Viele.  Wirksame Impfstoffe und gute medizinische Behandlung haben die Überlebensraten gesteigert, aber die sozialen und emotionalen Auswirkungen von Ebola bleiben noch lange.

  • Republik Togo

Präsident Faure Gnassingbe hat Victoire Tomegah Dogbe, 60, als erste weibliche Premierministerin des Landes ernannt. Frau Dogbe ist im Land respektiert, sie arbeitete für die Vereinten Nationen (UNDP), hatte verschiedene Positionen in der Regierung inne, in jüngster Zeit war sie  Ministerin für Jugend und Entwicklung. Die einst deutsche Kolonie, später unter französischer Herrschaft und seit 1960 unabhängig, zählt ca. 8 Mill. Einwohner.

  • Marokko

Ein als historisch bezeichnetes Verteidigungsabkommen mit dem Titel "Fahrplan für die Verteidigungszusammenarbeit 2020-2030 zwischen dem Königreich Marokko und den Vereinigten Staaten von Amerika" wurde in Rabat unterzeichnet. Das Abkommen stellt die Weichen für eine umfassende Zusammenarbeit im strategisch-militärischen Bereich, bei der Beschaffung von Waffen und Ausrüstung, bei der militärischen Ausbildung in allen Bereichen sowie beim Nachrichtendienst zwischen den beiden Ländern. Für die USA ist Marokko ein wichtiger Nicht-NATO-Verbündeter.

  • Sudan

Am 3.10.2020 wollen die sudanesische Regierung und die Rebellen ein Friedensabkommen unterzeichnen, um den jahrzehntelangen Krieg zu beenden, in dem Hunderttausende von Menschen gestorben sind. Das Abkommen soll in Juba, der Hauptstadt des benachbarten Südsudan, unterzeichnen werden. Die Beendigung der internen Konflikte im Sudan ist seit der Absetzung des langjährigen Machthabers Omar al-Bashir im vergangenen Jahr inmitten eines Volksaufstandes eine der obersten Prioritäten der amtierenden Übergangsregierung. "Dies ist ein historischer Tag. Wir hoffen, dass die Unterzeichnung die Kämpfe für immer beenden und den Weg für Entwicklung ebnen wird", sagte Suleiman al-Dabailo, Vorsitzender der sudanesischen Friedenskommission.

  • Kamerun
  • Nigeria

Der Jugendverband der Biafra-Nationen, BNYL, hat ein Bündnis mit der südkamerunischen Separatistengruppe Ambazonia geschlossen, um die Abspaltung von ihren jeweiligen Ländern zu vollziehen und unabhängige Nationen zu werden. Beide Gruppen streben in ihren Ländern unabhängige Staaten an.

  • Botsuana

2 einheimische Unternehmen stellen desinfizierende „Biokabinen“ (biobooths) her, die an öffentlichen Plätzen installiert werden können und helfen, das Coronavirus einzudämmen. Ähnliche Durchgangskabinen werden in Indien, Dubai, Russland und Südafrika genutzt. Sie eignen sich für die Aufstellung an den Eingängen von Einkaufszentren, Supermärkten, Banken, Postämtern, Grenzübergängen, Bahnhöfen, Flughäfen und allen anderen Orten. Die Kabinen verwenden ein Desinfektionsmittel auf Wasserbasis, das 99,9 % der Keime abtötet und es soll 4 Tage lang auf Kleidung und Schuhen haften bleiben.

  • Ruanda

Frankreichs oberstes Berufungsgericht hat sich bereit erklärt, den mutmaßlichen Finanzier des ruandischen Völkermords, auszuliefern. Er soll in Tansania vor Gericht gestellt werden. Der 87-jährige Kabuga wurde im Mai nach 26 Jahren Flucht in seinem Haus außerhalb von Paris verhaftet. Beim Völkermord von 1994 wurden rund 800.000 Menschen getötet. Kabuga soll als Vorsitzender des nationalen Verteidigungsfonds Geld an Milizen geleitet haben. Er bestreitet alle Vorwürfe.

  • Nigeria

Nigeria ist die Heimat von mehr als 300 ethnischen Gruppen, von denen drei dominieren: die Igbo im Südosten, die Yoruba im Südwesten und die Hausa im Norden. Bevor Großbritannien sie zu einem Land zusammenschloss, waren sie getrennte Einheiten. Nigeria ist heute ein föderales System mit der Macht im Zentrum Hauptstadt Abuja konzentriert. Machtkämpfe führten immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Im Bürgerkrieg von 1967 bis 1970 versuchten die Igbos den neuen Staat Biafra zu errichten. Die Herausforderung ist, ob die bevölkerungsreichste Nation Afrikas vereint bleiben kann.

  • Nigeria

Dr. Piotr Cywinski und 119 weitere Freiwillige sind bereit, jeweils einen Monat in einem nigerianischen Gefängnis zu verbringen, um die zehnjährige Haftstrafe eines 13 jährigen Muslimen aus Kano zu tilgen. Der Junge wurde wegen Gotteslästerung zu 10 Jahren Haft verurteilt. Berufung gegen das Urteil und eine Bitte um Begnadigung an Präsident Buhari haben bisher nichts genutzt. Der Junge aber solle nicht seine Jugend und Bildung verlieren und ein Leben lang stigmatisiert sein. In 12 Bundesstaaten im Norden des Landes, darunter Kano, wird das  Scharia Rechtswesen angewandt, zu dessen Urteilen Auspeitschungen, Amputationen und Todesurteile gehören.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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