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Ausrangiertes industrielles Fischereigerät macht nach Angaben des WWF etwa 10 % der mehr als 12 Millionen Tonnen Plastikmüll aus, die jedes Jahr in den Weltmeeren landen. Es ist auch "die tödlichste Form " von Plastik im Meer, da es sich ungewollt in wild lebenden Tieren verfängt und Meeressäugetiere, Seevögel, Meeresschildkröten und Haie verstrickt, so dass sie einen langsamen und schmerzhaften Tod durch Erschöpfung und Ersticken erleiden. Um dieser globalen Herausforderung zu entgegentreten, wurde eine neue Partnerschaft zwischen einem seychellischen Unternehmen „Seychellois company Brikole", der französischen “ Orthongel“ und spanischen „ OPAGAC“  Thunfischfanggruppen vereinbart. Ausgediente Fanggeräte und Netze werden eingesammelt und in einer örtlichen Anlage recycelt.

Mitte Mai wurde nach 10 Jahren Planungs- und Bauarbeiten, die neue zweispurige 163 Meter lange Magbele-Brücke, die über den Fluss Rokel führt, in Betrieb genommen. Die EU finanzierte das 4,9 Millionen € teure Projekt, das auch über einen Fußweg mit Solarleuchten verfügt, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, die von und nach Freetown reisen. Sie ist Teil des transwestafrikanischen Straßennetzes, das die regionale Integration, den Handel und die Wirtschaft, insbesondere zwischen Sierra Leone und Guinea, fördern soll. Während Präsident Julius Maada Bio, von der Sierra Leone People's Party (SLPP) die Rolle seiner Partei lobte, warf er der der Opposition, der All People's Congress (APC) vor, das Projekt verzögert zu haben. Die Brücke wurde in Adikali Modu 111-Brücke umbenannt, nach einem Stammeshäuptling, der die alte Brücke vor 66 Jahren eröffnet hatte und der einer der Gründungsväter der SLPP und später ein Dorn im Auge von Präsident Stevens' APC war. Sierra Leone zählt trotz seiner Bodenschätze zu den ärmsten Ländern der Welt.

Die Führung des Multi-Stakeholder-Forums [MSF], nehmen mit großer Sorge die falschen Behauptungen zur Kenntnis, die der Regierungssprecher Alpheous Nxumalo in den Medien über eine so genannte "Winterrevolution" verbreitet, die angeblich von internationalen Organisationen und einigen Swasi geplant wird. Thulani Rudolf Maseko, der Vorsitzende des MSF, sagt, „Wir halten dies für Fake News, Verleumdungskampagnen und Rufmord an den Führern der Demokratischen Massenbewegung [MDM] im Stil der Apartheid, um sie als Anstifter zur Gewalt darzustellen und das Image der MDM und ihrer Führung zu beschädigen. Diese Anschuldigungen könnten Panik auslösen und das Land in weitere Instabilität stürzen. Sie könnten von der Regierung als Rechtfertigung für die Entfesselung ihrer Sicherheitskräfte benutzt werden, um Gewalt gegen unschuldige und unbewaffnete Bürger auszuüben. Wir möchten noch einmal betonen, dass die MDM friedliche und gewaltfreie Mittel einsetzt, um die Krise im Land zu lösen, und dass sie keine Wiederholung dessen wünscht, was im Juni 2021 geschah, als eine noch nie dagewesene Zahl von Swasi durch die Hand des Staates ihr Leben verlor. Wir verurteilen auf das Schärfste alle Gewaltakte, die von Personen oder Institutionen gegen Bürgerinnen und Bürger und insbesondere gegen Aktivistinnen und Aktivisten begangen werden".

Der Vertreter der Polisario-Front bei den Vereinten Nationen, Sidi Mohamed Omar, betonte, dass die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts durch das saharauische Volk "die einzige Option" zur Lösung des Westsahara-Konflikts bleibe, und warnte vor dem marokkanischen Vorhaben, "den demografischen Charakter des Gebiets durch intensive Siedlungspolitik, sowie durch die Zerstörung des kulturellen Erbes und die Plünderung der natürlichen Ressourcen des saharauischen Volkes zu verändern". Für den saharauischen Diplomaten ist es unerlässlich, "die Grundsätze der internationalen Gesetzlichkeit zu verteidigen und den Prozess der Entkolonialisierung der Westsahara durch den freien, echten und demokratischen Ausdruck des souveränen Willens des saharauischen Volkes in Ausübung seines unveräußerlichen und nicht verhandelbaren Rechts auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit zu vollenden.“

Das UN-Menschenrechtsbüro OHCHR begrüßt Sambias Zusage, die Todesstrafe abzuschaffen. Seit 1997, als die letzte Hinrichtung stattfand, wurde ein Moratorium für die Todesstrafe aufrechterhalten. Das OHCHR forderte die Regierung und das Parlament auf, die Zusage des Präsidenten durch konkrete Rechtsreformen zu untermauern, einschließlich einer Änderung des Strafgesetzbuches und der Strafprozessordnung. Etwa 170 Länder haben die Todesstrafe abgeschafft oder ein Moratorium eingeführt.

Nach 5monatigen Beratungen erklärte Justizminister Dawda Jallow, die Empfehlungen der Kommission für Wahrheit, Versöhnung und Wiedergutmachung umzusetzen; bis auf 2 sind alle 265 Empfehlungen der Kommission akzeptiert.  Ein Sondergericht wird die mutmaßlichen Täter, darunter hochrangige Beamte und den ehemaligen Präsidenten Yahya Jammeh, strafrechtlich zu verfolgen. Jammeh, der seit Januar 2017 im Exil in Äquatorialguinea lebt, regierte mit eiserner Faust. Er setzte ein paramilitärisches Killerkommando namens "Junglers" ein, das dazu beitrug : dass mindestens 103 Menschen verschwanden, illegale Hinrichtungen vollzogen wurden,  die rechtswidrige Tötung des ehemaligen Finanzministers Ousman Koro Ceesay, die Tötung von mindestens 17 Verkehrsteilnehmern, die Tötung von 15 Studenten, die Ermordung der Journalistin Deyda Hydara, die Ermordung von 67 westafrikanischen Migranten, 41 Todesfälle im Rahmen des alternativen Aids-Behandlungsprogramms des Präsidenten und 41 Todesfälle durch Hexenjagd.

Nach Indien haben nun auch wichtige EU-Nahrungsmittelexporteure wie Ungarn die Ausfuhr bestimmter Feldfrüchte gestoppt. Ghana und Uganda gehören zu den afrikanischen Ländern, die die Ausfuhr von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen untersagt haben, wobei letzteres Land hohe Steuern erhebt, um Lebensmittelexporte in Nachbarländer zu verhindern. Die ghanaische Regierung hat das Ausfuhrverbot für Getreide verlängert. Ein vorübergehendes Verbot der Ausfuhr von Mais, Reis, Sojabohnen und anderen Getreidesorten, das im September letzten Jahres in Kraft getreten war, wird nun bis September 2022 gelten. "Vor dem Krieg in der Ukraine war alles in Ordnung. Wir konnten drei Lastwagen mit verschiedenen Produkten in den Südsudan schicken. Aber wie Sie jetzt sehen können, gibt es nichts mehr zu transportieren“, sagt ein Lastwagenfahrer. Die ugandischen Behörden haben hohe Steuern auf Lebensmittel wie Mais, Sojabohnen, Reis und Weizen erhoben, um zu verhindern, dass die Händler ihre Produkte außerhalb Ugandas verkaufen.

Die Zukunft der Flüchtlinge in den Kamps Kakuma und Dadaab ist immer noch nicht geklärt. Mehr als 400 000 Menschen, hauptsächlich aus den Nachbarländern Somalia, Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo harren einer ungewissen Zukunft entgegen. Im März 2021 ordnete die kenianische Regierung die rasche Schließung von Kakuma und Dadaab an. Als Reaktion darauf legte das UNHCR Kenia Lösungen für die seit langem andauernde Vertreibung der Flüchtlinge vor; unter anderem freiwillige Rückführung, Ausreise in Drittländer und Vereinbarungen auf alternative Aufenthaltsmöglichkeiten in Kenia. Schließlich einigten sich das Flüchtlingshilfswerk und die kenianischen Behörden auf einen Fahrplan, der die Schließung beider Lager bis zum 30. Juni 2022 vorsieht. Wenige der Versprechen sind erfüllt und die Menschen leben in Ungewissheit.

Yemaachi Biotech, ein ghanaisches Forschungs- und Diagnostik-Startup, strebt eine stärkere Vertretung Afrikas in der Krebsforschung an, denn Krebs ist ein wachsendes Problem in Afrika. Es wird davon ausgegangen, dass die afrikanische Sterblichkeitsrate in den nächsten 20 Jahren den weltweiten Durchschnitt um 30 % übersteigen wird. Bisher sind nur 2 % der Teilnehmer an Genomstudien weltweit afrikanischer Abstammung, obwohl sie mehr als 17 % der Weltbevölkerung ausmachen. Der Großteil der medizinischen Forschung (in Afrika) konzentriert sich auf Infektionskrankheiten, obwohl der Kontinent eine der höchsten Krebssterblichkeitsraten der Welt hat.

Der wachsende Einfluss Russlands in Afrika stellt eine "besorgniserregende" Bedrohung für die Sicherheit des NATO-Bündnisses dar, so die Verteidigungsminister Spaniens und des Vereinigten Königreichs. Die spanische Abgeordnete Margarita Robles bezeichnete die Ausweitung der Operationen des russischen Staates und privater russischer Sicherheitsfirmen, wie der Wagner-Gruppe in Ländern wie Mali und Libyen, als "sehr eindeutig" und warf ihnen vor, organisierte Kriminalität und Terrorismus zu schüren. Ben Wallace aus dem Vereinigten Königreich, erklärte, dass die zunehmende Instabilität in Verbindung mit dem Hunger in Afrika erhebliche Auswirkungen auf Europa haben könnte. Der stellv. russische Außenminister Andrei Rudenko erklärte, das Land sei bereit, im Gegenzug für die Aufhebung einiger Sanktionen einen humanitären Korridor für Schiffe mit Lebensmitteln zur Ausreise aus der Ukraine bereitzustellen.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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