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Die Wahlkommission erklärte in der Nacht zum Montag Hichilema zum Wahlsieger (2,8 Millionen Stimmen).  Er setzte sich  gegen Amtsinhaber Edgar Lungu (1,8 Millionen Stimmen) durch. Lungu hatte bei den Wahlen 2016 noch knapp gegen Hichilema gewonnen.

Die Hamburger NGO Eurist, zusammen mit HNF Nicolai aus Berlin und der ugandischen Firma Fabio, entwickelte ein E-Bike speziell für Afrika, das im Oktober in Uganda auf den Markt kommt. Qualitäten: robust gebaut, extra großer Gepäckträger, Traglast 100 Kilo neben Fahrer, Reichweite 50 Kilometer und Geschwindigkeit 30 km/h. Es kann als E- Bike Taxi oder Krankentransport umgebaut werden und wird als Wasser Transporter das Leben der Frauen enorm erleichtern. Der Akku kann über Handy Kabel mit Sonnenenergie geladen werden, so dass die E-Bikes emissionsfrei unterwegs sein können.

Den kenianischen Staatsbediensteten wurde eine Frist von 13 Tagen gesetzt, um sich gegen Covid -19 impfen zu lassen, andernfalls drohen nicht näher bezeichnete Disziplinarmaßnahmen. Die Entscheidung ist eine Folge der geringen Inanspruchnahme der Covid-19-Impfung durch Beamte, insbesondere Lehrer und Angestellte des Sicherheitssektors. Einige Staatsdiener hätten sich absichtlich nicht impfen lassen, um der Arbeit fernzubleiben.  Die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie hat sich auf 212.573 erhöht. Das Ziel ist es, bis Ende des Jahres 10 Millionen Menschen zu impfen, bei einer Bevölkerung von 52,57 Millionen.

Mindestens 42 Menschen sind bei schweren Waldbränden ums Leben gekommen. Die meisten Brände wüteten in der bewaldeten und dicht besiedelten Bergregion Kabyle östlich der Hauptstadt Algier. Nach Regierungsangaben brachen im Norden des Landes mehr als 70 Feuer aus. Innenminister Beldjoud sagte, die Feuer seien "krimineller Natur, es sei unmöglich, dass 50 Feuer gleichzeitig ausbrechen".

Syndikate könnten hinter einer millionenschweren Wilderei stecken - doch statt auf Nashorn-Horn oder Abalone Muscheln haben sie es nun auf endemische und gefährdete Sukkulenten abgesehen. In nur sechs Monaten wurden 11 Fälle verzeichnet. Einige Pflanzen können für Tausende von Dollar pro Stück verkauft werden. Die Wilderei dieser Pflanzen  ist in den Provinzen Nordkap und Westkap am stärksten ausgeprägt, die ein trockenes Klima haben, in dem Sukkulenten am besten gedeihen. Die Leute wollen diese wilden Pflanzen, die bis zu hundert Jahre lang wachsen können. Sie werden von Einheimischen ausgegraben und verkauft; "die Tragödie ist, sie pflücken nicht nur die Samen ab,“ so die südafrikanische Expertin Cornelia Klak. Wenn sich das Problem verschlimmert, könnte es zu einem verheerenden Verlust der biologischen Vielfalt in Südafrika führen. Die Nachfrage wird insbesondere von Sammlern in Korea und China angetrieben. Die Wilderei hat während der Pandemie zugenommen-

Im guineischen Distrikt Gueckedou nahe der Grenze zu Liberia und der Elfenbeinküste starb eine Person durch das Marburg-Virus, ein hochinfektiöses hämorrhagisches Fieber, ähnlich dem Ebola-Virus. Dies ist das erste Mal, dass die tödliche Krankheit in Westafrika nachgewiesen wurde. Seit 1967 hat es 12 größere Marburg-Ausbrüche gegeben, meist im südlichen und östlichen Afrika.

Die 14jährige Memory starb nach der Entbindung in einem kirchlichen Schrein. Die Praxis der Kinderheirat innerhalb der apostolischen Kirchen Simbabwes, die auch Polygamie zulassen, kam so an die Öffentlichkeit. Das Land hat zwei Ehegesetze, den Marriage Act und den Customary Marriages Act; keines der beiden Gesetze sieht ein Mindestalter für die Zustimmung zur Ehe vor, während es das Gewohnheitsrecht von Polygamie zulässt. Nach UN-Schätzung wird eines von drei Mädchen in Simbabwe verheiratet, bevor es 18 Jahre alt ist. Die Vereinten Nationen haben die Praxis von Ehen mit Minderjährigen verurteilt.

Die ruandischen und mosambikanischen Streitkräfte, die in der Provinz Cabo Delgado gegen die mit dem Islamischen Staat verbundene Terrorgruppe kämpfen, haben die Kontrolle über den wichtigen nördlichen Hafen von Mocimboa da Praia von der bewaffneten Gruppe zurückerobert. Sie rückten von drei Fronten aus vor: die mosambikanischen Streitkräfte von Süden, ihre ruandischen Verbündeten von Norden und Westen. Mocimboa da Praia ist Standort eines der größten Erdgasprojekte Afrikas und verfügt über einen Flughafen und einen Hafen.

Eine neue Initiative des landwirtschaftlichen Kollektivs Alluvial Agriculture soll den Landwirtinnen das Feld ebnen. Das Unternehmen, das Kleinbauern in ganz Afrika Ausbildung und Marktzugang bietet, hat damit begonnen, 50 Frauen in 15 nigerianischen Bundesstaaten auszubilden und finanziell zu unterstützen, damit sie Traktorbesitzerinnen werden. Das Programm ist Teil einer gemeinsamen Initiative mit der Mastercard Foundation und wird von Tata International Nigeria unterstützt.

Die Zwischenstaatliche Behörde für Entwicklung (IGAD) warnt vor einer Umweltkatastrophe. Das vor Jemen vertäute und verlassene Schiff "FSO Safer" könnte das Ökosystem des Roten Meeres stark beeinträchtigt, wenn der rostige Öltanker, der mit über einer Million Barrel Rohöl beladen ist, zerbricht oder explodiert und Feuer fängt. Die IGAD-Region erstreckt sich über eine Fläche von 5,2 Mill. km2 und umfasst die Länder Dschibuti, Eritrea, Äthiopien, Kenia, Somalia, Südsudan, Sudan und Uganda. Sie hat eine 6960 km lange Küstenlinie mit dem Indischen Ozean, dem Golf von Aden, dem Golf von Toudjoura und dem Roten Meer.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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