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Das Oakland Institute und Rettet den Regenwald hat eine Petition mit 72.000 Unterzeichnern an die UN übergeben und die Organisationen aufgefordert, ihre Geschäfte mit der französischen Bolloré-Gruppe zu beenden. Die Bolloré-Gruppe ist ein wichtiger Lieferant der Vereinten Nationen, die ihr jedes Jahr über 50 Millionen US-Dollar für Logistik und andere Dienstleistungen zahlen. Die Gruppe ist über 39% an SOCFIN beteiligt, die an fast 400.000 Hektar Konzessionen für Kautschuk- und Ölpalmenplantagen in Asien und Afrika kontrollieren. In Kamerun, Liberia, Sierra Leone, Côte d'Ivoire und Kambodscha haben örtliche Gemeinschaften Landraub und Umweltzerstörung durch das Unternehmen angeprangert und waren aufgrund ihres Widerstands wiederholt Gewalt, Einschüchterung, Verhaftungen und schwerem Leid ausgesetzt.

Die Versuchsaffen, mit ansteckenden Krankheiten infiziert, leben, von Menschen abhängig, auf 6 Inseln verteilt. In 1974 fingen US Wissenschaftler Laborversuche an, meist gegen Hepatitis B. Das Forschungslabor in Monrovia wurde während des Bürgerkriegs geschlossen und später ganz aufgegeben. Die 85 Affen wurden in 2000 auf sechs unbewohnten Inseln in der Mündung des Farmington Rivers angesiedelt, wo sie von Tierschützern in Booten betreut und gefüttert werden, da es auf den Inseln kaum Nahrung gibt - ein teures Unterfangen, da Schimpansen bis zu 60 Jahre alt werden können. Touristen sind bei den Tieren nicht willkommen; sie werden angespritzt und angebrüllt. Aufgrund ihrer ansteckenden Krankheiten können die zurzeit 65 Alpha-Tiere nicht ausgewildert werden. Die Forschung an den Schimpansen hat zu medizinischem Erfolg geführt - ein Erfolg jedoch „mit bitterem Beigeschmack“.

… wir essen sie“. Für Ugander ist Rolex keine Schweizer Uhr, sondern ein beliebtes Street Food. Der Snack, an allen Straßenständen zu finden, besteht aus einem Gemüse Omelett, eingewickelt in einen Chapati. Er wird inzwischen auch in Restaurants angeboten und über die Grenzen beliebt. Man nimmt an, dass die Rolex Delikatesse zuerst von einem Lebensmittelhändler populär gemacht wurde, der sie an die Studenten der berühmten Makerere - Universität in Kampala verkaufte. Kürzlich hat Ugandas riesige Rolex sogar einen Guinness Weltrekord aufgestellt. Sie wog 2104,6 Kilogramm und war 2,32 Meter lang. Es brauchte ein Team von 60 Leuten in einer Außenküche in Kampala, um die 1200 Eier und restlichen Zutaten zu mischen, zu kneten, zu schneiden und zu braten. Nicht nur Kochkünste sondern sogar Physik waren gefragt. Die größte Rolex der Welt machte den Leckerbissen überall bekannt.

Die billige Droge, eine alte Cannabissorte aus Zentralasien, verwüstet ganze Gemeinden in Sierra Leone. Es gibt Berichte über junge Menschen, die sich  selbst umbringen oder sich und andere verletzen. Medizinisches Personal aus der Hauptstadt Freetown sagt, dass 90% der männlichen Einweisungen in die zentrale psychiatrische Abteilung auf den Konsum von Kush zurückzuführen sind. Die Polizei versucht mit allen Mitteln, den Kampf gegen die Droge zu gewinnen. Es ist jedoch fraglich, ob Sierra Leone den Vormarsch dieses gefährlichen Rauschmittels stoppen kann, da sich der Kush-Konsum rasch ausbreitet und immer jüngere Menschen damit in Verbindung kommen. Eine BBC Action Line bietet Hilfe und Unterstützung an.

Das Center for Global Development berichtet, dass chinesische Entwicklungsbanken 23 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung öffentlich-privater Partnerschaften südlich der Sahara bereitgestellt haben - eine Zahl, die mehr als doppelt so hoch ist wie die 9,1 Milliarden US-Dollar, die Banken in den USA, Japan, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Südafrika zusammengenommen vergeben haben. Die mangelnde Transparenz und die Verwendung von gesicherten Krediten durch China hat in den letzten Jahren große Besorgnis bei den Beteiligten ausgelöst. Ökonomen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank haben davor gewarnt, dass mehrere einkommensschwache Länder von einer Schuldenkrise bedroht sind oder sich bereits in einer solchen befinden.

Botswana will Geld- oder Gefängnisstrafen für zurückkehrende Bürger verhängen, die die Covid-19-Impfung verweigern. Zurückkehrenden Bürgern Botswanas, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen, droht eine Geldstrafe von R6 500, ein Jahr Gefängnis oder beides. Die Bestimmungen gelten für alle Personen über 12 Jahren - ab Montag 14.02. 2022.

Erziehungsministerin Evelyn Ndlovu erklärte, „Das Ministerium für Grund- und Sekundarschulbildung möchte die Nation und seine geschätzten Interessenvertreter darüber informieren, dass alle Beamten des Ministeriums, die seit der offiziellen Eröffnung der Schulen am 7. Februar 202 dem Dienst ferngeblieben sind, mit sofortiger Wirkung für drei Monate ohne Gehalt suspendiert wurden.“ Die Entscheidung kam einen Tag, nachdem die Lehrer über die (PTUZ) die Gehaltserhöhung der Regierung um 20%  abgelehnt hatten und ihre Forderung von umgerechnet 9 000 Rand aufrechterhielten.  Es wird berichtet,  dass nur 10 % des Lehrpersonals zum Dienst erschienen sind. Wird die Anordnung umgesetzt müssten de facto die Schulen weiter geschlossen bleiben. Die Schulen in Simbabwe wurden am 7. Dezember letzten Jahres für die Ferien geschlossen. Sie sollten am 11. Januar 2022 wieder geöffnet werden. Angesichts der Omicron-Variante des Covid-19-Virus verschob die Regierung die Wiedereröffnung jedoch auf den 7. Februar.

Der Internationale Gerichtshof hat Uganda zur Zahlung von 325 Millionen US-Dollar an den DR Kongo verurteilt. Die Richter blieben unter der vom DR Kongo geforderten Summe von mehr als 11 Milliarden US-Dollar. Nach einem langwierigen Verfahren entschied das Gericht 2005, dass Uganda gegen das Völkerrecht verstoßen hat, indem es Teile der ostkongolesischen Provinz mit eigenen Truppen besetzt und andere bewaffnete Gruppen während eines Krieges unterstützt hat, der von 1998 bis 2003 wütete.

Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) haben Kiswahili, neben Arabisch, Englisch, Französisch und Portugiesisch, als weitere offizielle Arbeitssprache der Union anerkannt. Kisuaheli ist eine der am  weitesten verbreiteten Sprachen in Afrika, die von rund 100 Millionen Menschen innerhalb und außerhalb des Kontinents gesprochen wird. Es wird bereits in verschiedenen Gemeinschaften verwendet, darunter die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC), die Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC) sowie als Unterrichtssprache in vielen afrikanischen Ländern. Außerdem hat die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) den 7. Juli zum Welttag der Kisuaheli-Sprache erklärt.

Präsidentin Samia Suluhu Hassan hat alle Distrikt-Exekutivdirektoren (DEDs darauf hingewiesen, dass diejenigen, die ihre Aufgaben nicht erfüllen, bis zum 18. Februar dieses Jahres entlassen werden müssen. Die Warnung der Präsidentin kommt kaum zwei Tage, nachdem sie die Ernennung von 4 Distriktdirektoren widerrufen hatte; diese hatten Mitteln, des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Bekämpfung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, veruntreut. Zuvor hatte sie einen aktuellen Entwicklungsbericht für die Mara-Region erhalten, in dem von massiven Unregelmäßigkeiten darunter Veruntreuung von Geldern und Bürokratie berichtet wird. Nach Bekanntwerden schweren Fehlverhaltens einiger DEDs schlug die Präsidentin landesweit Alarm und erinnerte alle DEDs daran, dass sie sich seit ihrer Ernennung im August letzten Jahres noch in der sechsmonatigen Probezeit befinden, die am 18. Februar dieses Jahres ablaufen wird.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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