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In Côte d'Ivoire hat das jährliche, von den USA geleitete Ausbildungsprogramm „Flintlock“ zur Terrorismusbekämpfung für afrikanische Streitkräfte begonnen. Es wird am 28. Februar enden. Die Operation, an der mehr als 400 Angehörige aus 10 afrikanischen Partnerstaaten und verbündeten Nationen teilnehmen, findet seit ihrer Gründung im Jahr 2005 jährlich statt. In diesem Jahr beteiligen sich Kamerun, Côte d'Ivoire, Ghana und Niger sowie westliche Länder wie Kanada, Frankreich, die Niederlande und UK.  Bemerkenswert ist die Abwesenheit der Sicherheitskräfte aus Mali und Burkina Faso, Länder, in denen das Militär in den letzten 18 Monaten die Macht übernommen hat.

Der Oberste Gerichtshof in Makhanda hat den Antrag von Shell und dem Minister für Bodenschätze und Energie, Gwede Mantashe, auf Zulassung einer Berufung gegen eine Entscheidung abgewiesen. Damit sind die seismischen Untersuchungen vor der Wild Coast in der Provinz Ostkap weiterhin gestoppt. Im Jahr 2014 erteilte die Regierung Shell die Erlaubnis, das über 20 km vor der Ostkapküste gelegene Gebiet seismisch zu untersuchen, was zu einer Reihe von Widersprüchen führte, die nun mehr als sieben Jahre andauern.

Regierungschef Abiy Ahmed, im Beisein weiterer hochrangiger Regierungsvertreter, eröffnete die Grand-Ethiopian-Renaissance-Talsperre (Gerd). Eine der 13 Turbinen wurde in Betrieb genommen; sie soll etwa 375 Megawatt Strom erzeugen. Trotz scharfer Kontroversen mit den Nachbarländern soll das gesamte Projekt in etwa 3Jahren vollständig fertiggestellt sein.

Frankreichs oberstes Gericht schließt die Untersuchung des Flugzeugabsturzes ab, das 1994 den Völkermord in Ruanda auslöste. Offiziell werden die Ermittlungen zur Frage, wer 1994 das Präsidentenflugzeug abgeschossen hat, eingestellt. Das Gericht erklärte, "… es gab keine ausreichenden Anklagen gegen irgendjemanden, weder für die angeblichen Verbrechen noch für andere Vergehen", und wies die Berufung der Familien der Opfer des Raketenangriffs zurück. In die Ermittlungen waren einige Personen verwickelt, die dem derzeitigen ruandischen Präsidenten Paul Kagame nahestehen; auch waren sie von einer Reihe von Haftbefehlen geprägt, die die Beziehungen zwischen Paris und Kigali belasteten.

Nach etwas mehr als 3 Wochen nachdem er in einem Putsch den demokratisch gewählten Roch Marc Christian Kabore stürzte, ist Oberstleutnant Paul-Henri Sandaogo Damiba als Präsident von Burkina Faso vereidigt worden. Der Verfassungsrat hat ihn in das höchste Amt eingeschworen. Das Land ist wegen des zunehmenden islamistischen Terrors in der Sahelzone in einer schweren politischen Krise.

Präsident Hage Geingob erklärte, dass das Land 6,3 Millionen US-Dollar an Konzessionsgebühren (für einen Zeitraum von 40 Jahren) von HYPHEN Hydrogen Energy erhalten wird, dem bevorzugten Bieter für die Entwicklung des ersten großen, vertikal integrierten grünen Wasserstoffprojekts des Landes im Tsau/Khaeb-Nationalpark. Das Projekt soll jährlich 300.000 Tonnen grünen Wasserstoff für den regionalen und globalen Markt erzeugen, entweder als reiner grüner Wasserstoff oder als dessen Derivat (grünes Ammoniak). Der Tsau-Khaeb-Nationalpark zählt zu den 5 besten Standorten weltweit für eine kostengünstige Erzeugung von Wasserstoff, da er eine Kombination von am gleichen Standort bereitstehenden Wind- und Sonnenenergieressourcen in Küstennähe und Landexportrouten für die Vermarktung aufweist.

Der Suezkanal wird auf einer Strecke von 40km vertieft und verbreitert. Im vergangenen Jahr war der weltweite Schiffsverkehr unterbrochen, als eines der größten Containerschiffe der Welt etwa eine Woche lang im südlichen Teil des 190 km langen Kanals stecken blieb.

Die USA haben eine Belohnung von 5 Millionen US-Dollar für Hinweise auf Joseph Kony, den Anführer der Lord's Resistance Army, ausgesetzt, damit er sich für die von ihm und seinen Anhängern in Norduganda begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten kann. In den 1990er Jahren führte Kony einen Krieg gegen die Regierung. In diesem Konflikt wurden Tausende von Nordugandanern getötet, verstümmelt und aus ihrer Heimat vertrieben. Mehr als 2 Millionen Menschen wurden während des zwei Jahrzehnte andauernden Aufstands der Lord's Resistance Army in Lagern für Binnenflüchtlinge in Norduganda gefangen gehalten.

Das kündigte die EU- Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Senegals Hauptstadt Dakar an. Die im Dezember gegründete  EU-Initiative Global Gateway (Tor zur Welt) will den internationalen Einfluss der EU steigern und China Konkurrenz machen. Geplante Projekte sind: Energieerzeugung mit klimaneutralem Wasserstoff, der Ausbau von Straßen, Bahnlinien und Internetverbindungen, sowie Besserung von Gesundheit, Bildung und Forschung. Einzelheiten sollen beim kommenden EU - AU Gipfel in Brüssel vorgestellt werden. Das Projekt ist eine bewusste Konkurrenz zu Chinas „Neuer Seidenstraße“, die, laut Kritikern, sich wenig um Umweltschutz und Menschenrechte kümmert und afrikanische Länder in Schuldenfallen lockt. Weltweit sollen 300 Milliarden Euro durch Global Gateway investiert werden.

Präsident Kais Saied hat offiziell den Hohen Justizrat aufgelöst, das unabhängige Justizorgan des Landes.Er wirft dem Rat vor, mit verschiedenen Politikern im Bunde zu stehen und sich zu weigern, über einige Korruptions- und Mordfälle im Land zu entscheiden. Die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet bezeichnete die Entscheidung als "klare Verletzung“ der Verpflichtungen des Landes im Rahmen der internationalen Menschenrechte. In Tunis demonstrierten Tausende gegen das Staatsoberhaupt, der immer autoritärer handelt.

Zitat

„Wir müssen die Zeit nutzen,
um auf einen radikalen Wandel hinzuarbeiten...

Wir haben in diesen Wochen gelernt,
dass wir auf einem kranken Planeten nicht gesund leben können."

Erklärung des Jesuitenordens in Europa

NEUES VOM NAD

Hintergrundpapier: Covid-19 in Afrika

Die Coronaepidemie erreichte Afrika mit zwei Monaten Verzögerung und bisher ist die Zahl der positiv Getesteten relativ klein.
Manche befürchten katastrophale Folgen; andere sehen Afrika in einer guten Position, die Krise zu meistern.

Unser pdfHintergrundpapier blickt auf die Stärken und Schwächen Afrikas im Kampf gegen die Pandemie.

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