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Am Rande des AU-Gipfels hat der Kommissar für Frieden und Sicherheit weitere Vermittlungsversuche zwischen Präsident Ravolamanana und dem Chef der Interimsregierung, Andry Rajoelina, angekündigt. Die südafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (SADC) hatte kürzlich den ehemaligen mosambikanischen Präsidenten, Joachim Chissano, als Vermittler eingesetzt. Ravolamanana wird vom Großteil der internationalen Gemeinschaft als rechtmäßiger Präsident angesehen und nahm am AU-Gipfel teil.

Wegen der lang anhaltenden Dürre gibt es im Süden der Insel akuten Wasser und Nahrungsmangel. Besonders gravierend ist die Zerstörung der Haupternte. Obwohl die beiden UNO Organisationen, UNICEF und WFP, ihre Arbeit aufgenommen haben, reichen die Mittel nur für die am schlimmsten Betroffenen. Dazu kommen die sich vertiefenden politischen Spannungen, die SADC Führer durch politische Verhandlungen beilegen wollen, wogegen der frühere Präsident Ravolamana von einer militärischen Lösung sprach.

Nach Auszählung der Stimmen der Wahl vom 3. Dezember zeigt sich, dass der scheidende Präsident bei den Ergebnissen weit vorne liegt. Die offiziellen Zahlen werden noch erwartet. Wahlbeobachter bestätigen einen geordneten Verlauf der Wahlen nach demokratischen Normen.

Präsident Marc Ravalomanana hat per Dekret das Parlament aufgelöst. Nach der Verfassung müssen Neuwahlen vor Ende September stattfinden.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich beide Konfliktparteien auf eine Kabinettsliste in einer Regierung der Nationalen Einheit geeinigt. Andry Rajoelina soll Interim-Präsident bleiben unter der Bedingung, dass es nicht als Kandidat für die nächsten Präsidentschaftswahlen antritt. Sein Stellvertreter wird Emmanuel Rakotovahiny, das Amt des Regierungschefs übernimmt Eugène Mangalaza.

Die Regierung hat den Bürgermeister der Hauptstadt und Führer der Oppositionsbewegung, Andry Rajoelina, seines Amtes enthoben. In Antananarivo kam es zu weiteren gewaltsamen Protesten.

Das Rote Kreuz und das Pasteur Institut warnen vor einer Epidemie, wenn die Regierung die Ausbreitung von Krankheiten nicht eindämmen und die schmutzigen, überfüllten Gefängnisse nicht säubern kann. Mit der anbrechenden Regenzeit kommen auch die Flöhe, die die Pest übertragen; und Ratten gibt es in Scharen. Insekten und Nager müssen ausgerottet werden. Letzten Oktober registrierte man 256 Erkrankungen und 60 Todesfälle, die höchste Zahl weltweit.

Etwa 10% des 81,500 ha großen Isalo Nationalparks sind von einem Waldbrand am Wochenende zerstört worden. Der in 1962 gegründete Park beheimatet seltene Arten von Pflanzen und Tieren, darunter die berühmten Lemuren.

Eine Verfassungsänderung soll der englischen Sprache die gleiche Bedeutung wie dem Französischen und der einheimischen Sprache Malagassi einräumen.

Eine von Mosquitos übertragene Viruskrankheit, die auf der Insel Réunion letztes Jahr 20% der Bevölkerung befiel und 90 Todesfälle verursachte, hat Madagaskar erreicht. Auch in Mauritius und den Seychellen werden Fälle gemeldet.

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