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Madagaskar – Zur Präsidentschaftswahl stellten sich 36 Kandidaten, darunter auch zwei Ex-Staatschefs, Marc Ravalomanana und Andry Rajoelina. Der amtierende Präsident, Rajaonarimampianina, trat verfassungsgemäß zurück, hat sich aber im Versuch, im Amt zu bleiben, seine Gunst beim Volk verscherzt. So erhielt er nur enttäuschende 3% der Stimmen. Die andern beiden, mit 45% und 40%, müssen sich am 19 Dezember einer Stichwahl stellen.

Madagaskar – Amnesty International prangert den Strafvollzug im Inselstaat ernstlich an. Zurzeit warten 11.000 Menschen in Untersuchungshaft auf ihren Prozess. 52 von ihnen starben in einem Jahr wegen unerträglichen Bedingungen: Hunger; Krankheit; mangelnde sanitäre Einrichtungen; Misshandlung. Viele sind wegen geringfügigen Delikten, wie Hühner – oder Handydiebstahl, hinter Gitter. Einen Anwalt können sie sich nicht leisten. Wegen den beengten Bedingungen, teilen oft Kinder und Verbrecher eine Zelle. Seit der Unabhängigkeit in 1960 hat niemand in den Strafvollzug investiert.

Madagaskar – Wissenschaftler haben die Reste eines Elefantenvogels, der vor 10.000 Jahren die Insel bevölkerte, gefunden. Das Tier war etwa 3 Meter groß, wog eine halbe Tonne und lege Rieseneier, etwas 150 Mal die Größe eines Hühnereies. Unklar bleibt, warum und wann der Vogel ausstarb, welche Rolle die Ureinwohner dabei hatten und wann diese nach Madagaskar kamen.

Madagaskar – Der neuernannte Kardinal und Vorsitzender der Bischofskonferenz, Desire Tsarahazana, sieht die massive Ausbreitung des Islam im Inselstaat als eine geplante Invasion. Obwohl Muslime nur 7 % der 25 Mio. Bevölkerung ausmachen, sei der Bau von 2.600 Moscheen vorgesehen, viele auch in seiner Erzdiözese Toamasina. Im Norden sollen Frauen Geld erhalten, wenn sie auf der Straße Burka tragen. Arme Menschen werden mit Geld aus den Golfstaaten und Pakistan gekauft. Beunruhigend sei auch, dass viele Muslime aus der Türkei nach Madagaskar einwandern.

Madagaskar – Seit dem Putsch im Jahr 2009 befindet sich das Land im Krisenzustand. Das Oberste Gerichte hatte vor einem Monat Präsident Hery Rajaonarimampianina beauftragt, einen „Konsens-Ministerrpräsidenten“ einzusetzen. Nachdem das Militär gedroht hatten, einzuschreiten, akzeptierte Premierminister Olivier Mahafaly schließlich seinen Rücktritt. Sein Nachfolger, der parteillose Funktionär Christian Ntsay, hat die schwierige Aufgabe, eine Übergangsregierung zu formen und Wahlen vorzubereiten. Seit Monaten kommt es immer wieder zu gewalttätigen Protesten. Obwohl es reich an Bodenschätzen ist, zählt Madagaskar zu den ärmsten Ländern der Welt.

Madagaskar – Speiseeishersteller sind besorgt über den steigenden Preis der Vanilleschote, der sich in nur wenigen Monaten auf $600 per Kilo vervierfacht hat. Ein Grund sind die enormen Schäden, die der Zyklon „Enamo“ letztes Jahr in Madagaskar, das 80% der echten Vanille produziert, erlitten hat. Auch ist es ein immenser Aufwand, bis das Gewürz vom Feld in Küche und Fabrik landet. Dürren und Fluten und der Einstieg Krimineller in das Geschäft sind weitere Probleme. Viele Eisproduzenten streichen das Aroma Vanille oder steigen auf das synthetische Vanillin um.

Madagaskar – Mindestens 20 Menschen kamen um und etwa 19.000 sind betroffen von zerstörten Häusern, Brücken und überfluteten Straßen. Der Tropensturm „Eliakim“ könnte noch Erdrutsche verursachen. Allein in den letzten zehn Jahren gab es auf der Insel 45 sehr destruktive tropische Wirbelstürme.

Madagaskar – Diese leicht übertragbare Pestwelle scheint überwunden zu sein. Seit Anfang November gibt es keine Neuerkrankungen mehr. Von der Ende August ausgebrochenen Epidemie waren 2.384 Menschen infiziert; 202 sind gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation mahnt die Behörden, auch in Zukunft besonders wachsam zu sein.

Madagaskar – Eingeschleppt wurde die Pest von indischen Handelsschiffen; die erste Ansteckung ist 1898 dokumentiert. Seitdem ist der Erreger auf der Insel endemisch. Als jetzt die Pest ganz ungewöhnlich in der Hauptstadt Antananarivo auftrat, dazu auch noch die Lungenpest, hat die Regierung Versammlungen untersagt und Vorsichtsmaßnahmen an Flughäfen und Bahnhöfen angeordnet. Auch soll die Bevölkerung von dem Famadihana-Brauch (Umbettung der Toten) absehen, oder mindestens 7 Jahre warten, da Pestopfer noch lange ansteckend sein können. Bis jetzt gab es 48 Todesopfer. Die Krankheit soll nun auch auf den benachbarten Seychellen aufgetreten sein.

Madagaskar – 104 Krankheitsfälle und 19 Todesopfer wurden bisher gemeldet. Die Krankheit ist endemisch auf der Insel und tritt immer wieder zwischen Oktober und März auf. Besorgniserregend ist, dass Tamatawe an der Ostküste betroffen ist, wo es seit 100 Jahren keine Pest mehr gab.

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