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Madagaskar – Wegen Verstößen gegen die Verfassung und allgemeiner Inkompetenz haben die Parlamentarier mit überwältigender Mehrheit entschieden, Präsident Rajaonarimanpiamina abzusetzen. Das Verfassungsgericht muss die letzte Entscheidung über die Amtsenthebung treffen. Seine Wahl im Dezember 2013 hatte dem Inselstaat nach politischen und wirtschaftlichen Krisenjahren Hoffnung auf Besserung gegeben, die leider enttäuscht wurde.

Madagaskar – Der Tropensturm Chedza, der drei Viertel der Insel Regengüsse, Fluten und Erdrutsche brachte, hat bis jetzt 68 Todesopfer gefordert und 120,000 Menschen obdachlos gemacht. Zur Erleichterung der Bewohner ist ein neuer Sturm, Dimanondra, der sich östlich der Insel bildete, 3,000 km von der Küste entfernt vorbeigezogen. Kurz zuvor waren die Bewohner von Bansi bedroht, dem Sturm, der Malawi und Mosambik heimsuchte.

Madagaskar – Trotz Bemühungen von Gesundheitsbehörden und der WHO war ein Übergriff der Seuche auf Antananarivo unvermeidbar. Das warme Klima, die hohe Bevölkerungsdichte, die schlechte Hygiene, besonders im Slum von Ankasina, und das schwache Gesundheitssystem stellen ein hohes Risiko dar. Dazu sind die Flöhe, die die Bakterien von Ratten auf Menschen übertragen, resistent gegen viele Pestizide. Auch einige Pest-Bakterienstämme sind resistent gegen Antibiotika. Trotzdem sind durch eine rechtzeitige Behandlung durch Antibiotika die Heilungschancen hoch. Ein Impfstoff ist noch nicht in Sicht.

Der im Exil lebende frühere Präsident von Madagaskar drängt, auf die Insel zurückzukehren, obwohl Armee und Polizei aus Sicherheitsgründen seine Heimkehr blockieren wollen. Am Wochenende hatten jedoch die 15 SADC Mitglieder den Machthaber Rajoelina aufgefordert, seinen Vorgänger „vorbehaltlos“ einreisen zu lassen, damit er am Friedensprozess mitarbeiten könne.

Obwohl der Übergangspräsident Rajoelina und sein aus dem Amt gedrängter Vorgänger Ravalomanana sich im August vertraglich geeinigt hatten, hält die Krise an. SADC und AU mühen sich um eine Beilegung des Konfliktes, und der anglikanische Erzbischof, zuständig für die Länder des Indischen Ozeans, plädiert für eine sofortige „glaubwürdige politische Führung“.

Ein Abkommen des südkoreanische Handelskonzern Daewoo Logistics, Land von der Größe des Saarlandes für 99 Jahre in Madagaskar zu pachten, um darauf Mais und Palmöl für den Export anzubauen, wurde nach heftigen nationalen und internationalen Protesten nicht unterschrieben.

Der frühere Erzbischof von Antananarivo, starb am vergangenen Wochenende im Alter von 84 Jahren. Er gilt als einer der Väter der Demokratie in Madagaskar. Vor vier Jahren hatte er sein Amt niedergelegt.

Die Regierung verhindert die Einreise des Führers der Arema Partei, Pierrot Rajaonarivelo, der sich als Gegenkandidat bei den kommenden Wahlen aufstellen lassen will, und droht ihn zu verhaften. Der im Exil in Frankreich lebende Oppositionsfüher war Premierminister im vorherigen Regime und wurde im August wegen Unterschlagung zu 15 Jahren harter Arbeit verurteilt. Für die Präsidentschaftswahlen am 3. Dezember haben sich 18 Kandidaten präsentiert.

Viele Erdölkonzerne kämpfen um Lizenzen für die neu entdeckten Erdölvorkommen. Madagaskar kann in den kommenden Jahren mit Einkommen in Milliardenhöhe rechnen. Global Watch, eine Organisation gegen Korruption, fordert von der Regierung Transparenz und Verantwortung, damit die Einnahmen zur Armutsbekämpfung verwendet werden.

Wissenschaftler haben die Regierung gedrängt, den giftigen Eindringling, eine asiatische Krötensorte, zu bekämpfen, bevor sich die gefährliche Amphibie weiter ausbreitet. Sie ist mit der giftigen Aga-Kröte verwandt. Madagaskars endemischer Artenvielfalt steht eine ökologische Katastrophe bevor, denn die Kröte kann Fauna und Flora vergiften. Die ersten Tiere wurden im März gesichtet und können in Containern eingereist sein.

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