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Der Ministerpräsident des Königreichs Lesotho, Thomas Thabane, floh nach Südafrika, angeblich um einem Coup durch die Armee zu entgehen, was ein Armeesprecher jedoch bestritt. Ursache der Unruhen sollen Spannungen zwischen Thabane und dem Oberbefehlshaber der Armee so wie ein Konflikt mit dem Parlament sein. Nach drei Tagen kehrte Thabane in Begleitung südafrikanischer Polizei in seinen Amtssitz zurück.

Wegen Dürre und Überschwemmungen konnten Lesothos Bauern nur ein Drittel ihres gewohnten Ertrags ernten. In normalen Jahren reicht die Ernte für den eigenen Konsum und einen kleinen Überschuss zum Verkauf. Jetzt war im Juli schon die Hälfte der knapp zwei Mio. Einwohner vom Hunger bedroht, doch brachte der Spendenaufruf nur einen Bruchteil der nötigen Gelder, weil zu viele Krisenherde sich um die schwindenden Spenden streiten. Vertreter der Geberländer, besonders die USA und EU Staaten, wollen sich im Maseru treffen, um den Hunger von Lesotho abzuwenden.

Zusammen mit 30 anderen Soldaten hat Prinz Harry aus England nach einer Safari durchs südliche Afrika beim Bau eines Heims für behinderte Kinder in Thuso mitgearbeitet. Eine von Prinz Harry und Prinz Seeiso aus Lesotho gegründete Wohltätigkeitsstiftung „Sentebale“ unterstützt das Projekt.

In 3.300 m Höhe zieht die neu angelegte Wintersportanlage ‚Afriski‘ immer mehr Touristen, vor allem aus Südafrika, an. Sie soll auf fünf Pisten ausgebaut werden.

Die Welternährungsorganisation (FAO) hat vor einer Hungersnot gewarnt. Wegen der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren wird jeder vierte Einwohner Lesothos nächstes Jahr auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein.

Im Königreich Lesotho sollen am 30. April die ersten Kommunalwahlen in der Geschichte des Landes abgehalten werden. Bei Gewalttätigkeiten während der Parlamentswahlen 1998 kamen 75 Menschen ums Leben . Die Wahlen im Jahren 2002 verliefen friedlich.

Das drohende Scheitern der vor zwei Jahren geschmiedeten Koalitionspartei und der militärische Aufmarsch in der Hauptstadt Maseru ließen Südafrika einen möglichen Putsch in dem kleinen Bergstaat befürchten. Die Schuld wird dem Premier Thabane, Anführer der All Basotho Convention (ABC) zugeschrieben, der die Entscheidungen ohne seine zwei Koalitionspartner traf. Inzwischen hat eine Vermittlung des Christian Council of Lesotho erreicht, dass die Parteien vorübergehend zusammen arbeiten wollen.

Die Abgeordneten von fünf Oppositionsparteien mit etwa 20.000 Anhängern haben vor der Eröffnung des neuen Parlaments einen Sit-in organisiert und zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Aussenminister Monyane Moleleki wurde in seinem Haus von bewaffneten Banditen angegriffen und verwundet. Die Täter konnten bisher nicht identifiziert werden.

Das deutsche Unternehmen Lahmeyer International, das für sieben Jahren wegen Bestechung lokaler Behörden gerichtlich verurteilt wurde, ist jetzt auch von der Weltbank von allen Projekten ausgeschlossen worden.

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