Schlagwort: Lesotho

Während weltweit die Zahl der Raucher sinkt, steigt sie auf dem afrikanischen Kontinent rapide an. Die Tabakindustrie macht sich diese Entwicklung zunutze. Als Politiker im kleinen Lesotho auf Empfehlung von Weltbank und IMF eine Tabaksteuer von 30% einführen wollten, schaffte es die Tabaklobby, die Steuer auf 6% zu senken. Wer in Lesotho Zigaretten teurer macht wird nicht wiedergewählt. Gesundheitsvertreter wurden nicht gefragt oder angehört. Ähnlich geht es auch in anderen afrikanischen Ländern, wo die Bevölkerung im Durchschnitt sehr jung ist. Die Tabakindustrie gewinnt die jugendlichen Kunden mit allen – wenn nötig auch mit strafwürdigen – Methoden, um das Wachstum zu steigern.

Der Bericht der Weltbevölkerung 2022 zeigt, dass rund 60 % der ungewollten Schwangerschaften in Lesotho mit einem Abbruch enden; 35,71 % der Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren sind im Jahr 2019 wegen eines Schwangerschaftsabbruchs in Gesundheitszentren zur geburtshilflichen und gynäkologischen Behandlung eingeliefert wurden. Im Jahr 2021 wurden schätzungsweise 8,17 % der Teenager im Alter von 15 bis 19 Jahren eingeliefert, während weitere 10,6 % der jungen Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren von Gesundheitsfachkräften wegen eines ungewollten Schwangerschaftsabbruchs behandelt wurden. In Lesotho ist der Schwangerschaftsabbruch auf der Straße sehr verbreitet, obwohl er für die Gesundheit der Frauen gefährlich ist: Infektionen, Beschädigung des Gebärmutterhalses, starker Blutverlust und das Risiko, dass Material in der Gebärmutter zurückbleibt. Abtreibung steht in Lesotho unter Strafe, und jede Person, die den Abbruch einer Schwangerschaft vorsätzlich herbeiführt oder veranlasst, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren bestraft werden.

Die Nationalversammlung hat ein neues Gesetz zur Bekämpfung der Cyberkriminalität verabschiedet. Der Senat berät weiter darüber und nach seiner Verabschiedung wird es dem König zur Zustimmung vorgelegt, bevor es in Kraft tritt. Das Gesetz gibt dem Staat die Befugnis den Cyberspace zu überwachen, Cyberstraftaten zu definieren und Strafen vorzuschreiben, die Geldbußen und lange Haftstrafen umfassen. Zu den definierten Straftaten gehören unter anderem Datenspionage, Cyber-Terrorismus, Cyber-Erpressung, Verbreitung von Kinderpornografie, computerbezogene Fälschungen und Betrug, identitätsbezogene Straftaten, rassistische und fremdenfeindliche Beleidigungen und die Verbreitung von Nacktbildern von Personen ohne deren Zustimmung. Weitere Straftatbestände sind die Veröffentlichung falscher Informationen, das Abfangen elektronischer Nachrichten oder Geldüberweisungen sowie die Veränderung und der Eingriff in den Inhalt einer Nachricht. Lesotho hat in Fragen der Cybersicherheit einen nachhole Bedarf, da es an politischen Maßnahmen und Strategien bisher mangelt, wodurch das Land allen Arten von Cyberkriminalität ausgesetzt ist.

Lesotho hat seine Sicherheitskräfte angewiesen, dafür zu sorgen, dass alle Bürger, die im benachbarten Südafrika arbeiten und über die Feiertage nach Hause zurückgekehrt sind, gegen das Coronavirus geimpft sind.  Alle die zur Arbeit gehen müssen einen Impfnachweis vorzeigen, ansonsten können sie ab dem 1. Januar keine Dienstleistungen mehr in Anspruch nehmen. In dem Bergkönigreich wurden bisher mehr als 25 500 Covid-19-Fälle bestätigt, und 665 der Erkrankten sind gestorben. Die Rate der positiven Tests stieg von 0,9 % in der Vorwoche auf 13 % am 19. Dezember, so Sekatle (Gesundheitsminister).

Lesotho ist bekannt als das Land mit dem höchsten US $ pro Karat in der Welt. Die meisten der hochwertigen Diamantenminen Lesothos befinden in den Maluti-Bergen. Zu diesen Minen gehören Mothae, Kao Letseng;letztere liegt einer Höhe von 3.100 m und ist die höchstgelegene Diamantenmine der Welt. Die Letšeng-Diamantenmine ist im Besitz von Gem Diamonds, Ltd. ein britisches Diamantenbergbauunternehmen mit Hauptsitz in London. Die Thaba Telle Mining Company, mit 3 Anteilseigner (Lehakoe Diamonds 60 %, die Regierung 25 % und 15 % Thaba Telle Minerals SA) ist das erste einheimische Unternehmen, das Diamantenabbaurechte erhalten hat. Das Unternehmen erhielt eine 10-jährige Schürfgenehmigung für das Khubelu-Kimberlit-Rohr in Mokhotlong. In der Mine sollen zuerst, 100 Personen und später mindestens 600 Personen beschäftigt werden.

Eine Covid-19-Katastrophe droht dem kleinen Königreich. Bis Mittwoch gab es 4.137 Fälle, gegenüber 2.137 am 1. Dezember. Das Land hat eine Bevölkerung von etwa 2 Millionen. Der internationalen Flughafen Moshoeshoe I in Maseru wurde bis 27. Januar für jeglichen Verkehr geschlossen. Damit ist das Land effektiv von Südafrika und damit vom Rest der Welt abgeschottet. Auf der südafrikanischen Seite sind die Landgrenzen für alle geschlossen, außer für Fracht und Personen mit Sondergenehmigung.

Das PARLAMENT verabschiedete diese Woche die Vorschriften für die Lizenzierung und Registrierung von Unternehmen im Jahr 2020; danach sind die bestimmten Unternehmen nur den einheimischen Basotho vorbehalten. Zu den 47 gelisteten, Geschäftsaktivitäten gehören: Transport, Reinigung, Reparatur und Einzelhandel mit Motoren, Anbau und Verkauf von Obst und Gemüse, pharmazeutischer Groß- und Einzelhandel, Immobilien, Einzelhandel mit Tierfutter, Lieferung von Treibstoff und Einzelhandel mit Eisenwaren, die Aufzucht von Pferden, Schafen und Ziegen, Schweinen und Geflügel. Die Regierung erklärt, die Bestimmungen stellten eine „positive Diskriminierung ausländischer Unternehmen dar, um einheimischen Unternehmen aus Basotho eine Chance zur Entwicklung zu geben“.

Die Regierung kritisierte die Vereinigten Staaten, nachdem sie Sanktionen gegen Phakiso Mochochochoko (lesothischer Staatsbürger) verhängte. Er wurde an der Seite der Chefanklägerin des IStGH (Internationaler Strafgerichtshof Den Haag), Fatou Bensouda, sanktioniert. Die Sanktionen stehen im Zusammenhang mit der Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte in Afghanistan. Die USA sind kein Mitglied des IStGH und bestehen darauf, dass der Gerichtshof nicht gegen seine Bürger oder Staaten ermitteln kann, die nicht Mitglieder des IStGH sind.

Lesotho – Premierminister, Thomas Thabane der unter Mordverdacht steht, sollte auf Vermittlung von Südafrika einen „würdigen“ Abgang haben. Weil Thabane aber nicht abtreten wollte, löste die Regierung vergangene Woche das Parlament auf. Nun ist er zurückgetreten, sein Nachfolger soll der bisherige Finanzminister Moeketsi Majoro werden. Formal steht, ohne politische Macht, König Letsie III.an der Spitze des Landes. Das „Königreich im Himmel“ meldete als letztes Land Afrikas einen Coronavirus-Fall.

Lesotho – Das Hochland von Lesotho verwandelte sich nach heftigen Schneefällen, mehr als in den vergangenen zwei Jahren, in eine weiße Landschaft. Wegen der Corona Sperrmaßnahmen bleibt die Natur unberührt. Die Wintersportler können nur auf die zukünftigen Monate hoffen.

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