Nach 14 Jahren an der Spitze ist Pakalitha Mosisili zurückgetreten und will die Opposition anführen, ein gutes Zeichen für demokratisches Wachstum im südlichen Afrika.
Lesotho » Seite 6
Nach 14 Jahren an der Spitze ist Pakalitha Mosisili zurückgetreten und will die Opposition anführen, ein gutes Zeichen für demokratisches Wachstum im südlichen Afrika.
Botsuanas Präsident Ketumile Masire ist im Auftrag der südafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft SADC in Maseru, um eine wochenlange politische Krise zu entschärfen. Ein Streit über die Zuteilung von Parlamentssitzen nach den Wahlen hatte zu gewaltsamen Protesten und Gerüchten über einen Staatsstreich der Armee geführt.
Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und die anhaltende AIDS Pandemie haben den kleinen Bergstaat verwüstet. Es besteht kaum die Möglichkeit, aus eigener Kraft aus der Misere herauszukommen. Drei Kinder aus fünf leben in trostloser Armut, jedes vierte Kind ist verwaist; 40% sind chronisch unterernährt. Diese Kinder werden leicht Opfer von Ausbeutung und Missbrauch.
Das neue Gesetz ist ein Meilenstein auf dem Weg, die Millenniumsziele in Sachen Bildung zu erreichen. Lesotho hat schon 85% aller Kinder in der Schule. Jetzt gilt es, die restlichen, besonders die Waisen (12% von der Gesamtbevölkerung), zu erfassen und die Bildungsqualität zu verbessern.
Der ehemalige Außenminister, Tom Thabane, konnte 17 Abgeordnete für seine neue Partei ‘All Basotho Convention’ (ABC) gewinnen, die damit drittstärkte Partei im Parlament wird. 10.000 Bürger nahmen an der offiziellen Gründungsfeier statt.
Heute wird, im Beisein von Präsident Zuma, die 2. Phase des Lesotho Highlands Water Project gestartet. Das Projekt ist schon 22 Jahre in Betrieb und liefert Südafrika, besonders der Gauteng Provinz mit ihrer Hauptstadt Johannesburg, jährlich 780 Mio. Kubikmeter Wasser. Die 2. Stufe wird die Wassermenge um 50% erhöhen. 17 Dörfer werden vom neuen Damm überflutet, und Agrarland für 71 weitere Siedlungen wird reduziert. Bilaterale Zusammenarbeit zwischen Lesotho und Südafrika umfasst neben Wasser die Bereiche Handel, Sicherheit, Energie, Transport, Tourismus, Landwirtschaft und Umwelt. Da das kleine Königreich in den Bergen ganz von Südafrika umgeben ist, ist es weitgehend vom großen Nachbar abhängig.
Anläßlich des 40. Jahrestages der Unabhängigkeit hat Lesotho eine neue Flagge eingeführt. Die kriegerischen Symbole von Schild, Speer und Keule wurden durch die traditionelle Kopfbedeckung auf der weiß-blau-grünen Flagge ersetzt. Die neue Flagge soll ausdrücken, dass Lesotho im Frieden mit sich selbst und seinen Nachbarn lebt.
Weil er befürchtet, dass der Lesotho Congress for Democracy, die Partei, die er 15 Jahre als Premier führte, wegen Streitereien auseinanderfällt, hat er sich mit 45 Parlamentariern einer neuen Bewegung angeschlossen, die nun eine knappe Mehrheit hat. So bleibt Mosisili Premier. Das kleine Königreich in den rauen Bergen ist stark vom großen Nachbar Südafrika abhängig.
Lesotho ist das erste Land, das alle Bürger verpflichten will, sich einem Aidstest zu unterziehen. Die Ausführung wird mehrere Jahre dauern. Die Infektionsrate liegt bei 25%.
Wegen einer Kaltfront in Südafrika mit Schnee, Eis und sintflutartigen Regenfällen saßen Autofahrer in Lesotho zwei Tage lang im Schnee fest. Die Luftwaffe Südafrikas beteiligte sich an der Rettungsaktion der eingeschneiten Reisenden. Der Wintereinbruch stürzte auch Teile Südafrikas ins Chaos.