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Lesotho – In der Hauptstadt Maseru, hat der Premierminister Thomas Thabane Militär in Panzerwagen auffahren lassen, mit der Begründung er werde auf skrupellose Personen und Institutionen reagieren, die das kleine «Königreich im Himmel» in Verruf bringen. Vor Gericht hatte er eine Niederlage erlitten, als er versuchte den Polizeichef des Landes abzusetzen, der gegen ihn und seine zweite Frau, wegen Mordes an seiner ersten Frau ermittelt hatte.

Lesotho – Sowohl die „First Lady“ des Landes, Maesaiah Thabane, als auch der 80-jährige Präsident, Thomas Thabane, sind angeklagt wegen Beihilfe zum Mord von Lipolo, der ersten Ehefrau des Präsidenten, durch einen bezahlten Auftragsmörder. Als Motiv wird die Weigerung Lipolos, sich von ihrem Ehemann scheiden zu lassen, vermutet.

Lesotho – Zu Tausenden gingen sie auf die Straßen der Hauptstadt Maseru, um gegen Gesetze zu protestieren, die sie zwingen, ihre Wolle und Mohair an chinesische Makler zu verkaufen, die sie bisher nicht bezahlt haben, obwohl das ihre wichtigste Einkommensquelle ist. Regierungsmitglieder und sogar der Bruder des Königs sympathisierten mit den Bauern, die ihre Wolle lieber verbrennen als an die Chinesen zu verkaufen. Die Regierung hat den Monopolvertrag für drei Monate ausgesetzt; die Bauern wollen ihn ganz kippen und ihre Erträge frei verkaufen.

Lesotho – Ein Diamant, wahrscheinlich der fünftgrößte, der je gefunden wurde, kam jetzt in der Letseng Mine ans Tageslicht. Das Bergbauunternehmen „Gem Diamond“ beschreibt den 910 Karat Stein, größer als ein Golfball, als ein Fund von „außergewöhnlicher Qualität“. Der Riesen-Diamant könnte 40 Mio. Dollar einbringen.

Lesotho – Die Menschen sind überrascht, fasziniert und beunruhigt über Schneegestöber im Sommer. „Snowvember“ nennen sie das Phänomen. Es gab schon mal leichtes Schneetreiben, aber keine Verwehungen, die wegen den gefährlichen Bedingungen zur Schließung der Grenzstation bei Matatiele führte. Die Auswirkung des Klimawandels scheint sich im südlichen Afrika tiefgründiger zu zeigen als anderswo.

Lesotho – Wenige Tage vor seiner Vereidigung als neuer Ministerpräsident wurde die geschiedene Ehefrau Thomas Thabanes ermordet. Thabane hatte die Wahlen Anfang Juni gewonnen und war selbst immer wieder Ziel von Mordversuchen durch die Armee. Seit einem Coupversuch der Lesotho Defence Force 2014 ist die politische Lage des Landes instabil.

Lesotho – Letzte Woche beging das kleine Königreich in Südafrikas Drakensbergen mit Paraden und Feierlichkeiten 50 Jahre Unabhängigkeit von Großbritannien, aber unabhängig ist das 2,2 Mio. Einwohner Land nicht. Es ist ganz von Südafrika eingeschlossen und importiert 95 % aller Waren vom großen Nachbarn. Textilproduktion und Entwicklungshilfe sind Haupteinnahmequelle. Südafrika erhält von Lesotho täglich 40 Mio. Liter Wasser für das Industriegebiet Gauteng. In den beiden letzten Jahren mehren sich Menschenrechtsverletzungen durch das Militär; die Opposition hält sich versteckt, und die Zivilgesellschaft ist machtlos. Hunger, Arbeitslosigkeit und HIV/Aids sind Haupt-Herausforderungen der Regierung.

Lesotho – Die anhaltende Dürre hat das Land austrocknen lassen. Am schlimmsten betroffen sind die 80% der Landbevölkerung, die als Kleinbauern ihr Dasein fristen. Die Lage wird durch die Knappheit von Trinkwasser noch verschärft. Schon jetzt muss die Hälfte der Bevölkerung mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Die Regierung hat den Notstand erklärt. Um größerem Schaden vorzubeugen, reduzieren die Bauern bereits ihre Rinder – und Schafherden.

Lesotho – Die Ermordung des früheren Armee Chefs Mahao durch Soldaten könnte in dem kleinen Bergland neue Instabilität verursachen. Mahao war ein Verbündeter des früheren Regierungschefs Thabane und ist ein bitterer Rivale des jetzigen Armeechefs Kamoli. Besorgt über die explosive Lage, schickt Präsident Zuma seinen Vize Ramaphosa nach Maseru, um Ruhe zu vermitteln, wie er das voriges Jahr nach dem Putschversuch schon mal getan hat.

Lesotho – Zum Amtsbeginn des neugewählten Premiers Pakalithi Mosiliti sind Präsident Zuma, König Letsie III. und andere Würdenträger der SADC Staaten im Nationalstadion von Maseru erschienen. Die Bevölkerung feiert und hofft dass die Koalition hält und Friede einkehrt.

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