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Lesotho – Wegen des Putschversuchs Mitte vergangenen Jahres mussten die Wahlen um zwei Jahre vorverlegt werden. Trotz angespannter politischer Lage liefen sie friedlich. Neben Bischöfen aus südafrikanischen Diözesen waren auch internationale Gruppen präsent. 1,2 Mio. Bürger waren stimmberechtigt. Aus manchen Gegenden des gebirgigen Landes mussten die Urnen per Helikopter geholt werden. Gezählt wird manuell, was den Prozess verlangsamt. Erste Ergebnisse zeigen, dass Premier Thomas Thabane führt.

Lesotho – Da es keinen klaren Wahlsieger gab – Thabanes ABC-Partei verfehlte mit 46 Sitzen die absolute Mehrheit – hat die Hauptoppositionspartei DC (47 Sitze) sich mit vier kleineren Oppositionsparteien zu einer Koalition entschlossen. Obwohl die Lage ruhig ist, sind die Spannungen, die zur vorgezogenen Wahl führten, nicht ausgeräumt.

Lesotho – Nach der Krisensitzung mit Lesothos Premier Thabane hat Südafrika verkündigt, dass die vorgesehenen Wahlen wie geplant vorangehen. Sie sollen nach dem Putschversuch im August dem verarmten Land endlich wieder Stabilität geben. Der südafrikanische Präsident Zuma und sein Vize Ramaphosa haben sich seit Monaten um die Beilegung des Konflikts bemüht. Südafrika bezieht 90% seines Wassers für die Wirtschaftsmetropole Johannesburg von Lesotho, und die meisten Konzerne in dem kleinen Königreich haben südafrikanische Eigentümer.

Lesotho – Seit einem Putschversuch im August ist das Land nicht zur Ruhe gekommen. Durch Vermittlung des südafrikanischen Vize Präsidenten Ramaphosa kam es zur Einigung auf vorgezogene Wahlen im Februar. Die FMB (Free Movement of Basotho) jedoch verlangt ein Referendum zur möglichen Inkorporation Lesothos in Südafrika, um politische und Sicherheitsprobleme nachhaltig zu lösen. Hunderte marschierten zur südafrikanischen Grenzstadt Ficksburg, nachdem die Gesuche an Präsident Zuma und Premier Thabane unbeachtet blieben.

Anläßlich des 40. Jahrestages der Unabhängigkeit hat Lesotho eine neue Flagge eingeführt. Die kriegerischen Symbole von Schild, Speer und Keule wurden durch die traditionelle Kopfbedeckung auf der weiß-blau-grünen Flagge ersetzt. Die neue Flagge soll ausdrücken, dass Lesotho im Frieden mit sich selbst und seinen Nachbarn lebt.

Weil er befürchtet, dass der Lesotho Congress for Democracy, die Partei, die er 15 Jahre als Premier führte, wegen Streitereien auseinanderfällt, hat er sich mit 45 Parlamentariern einer neuen Bewegung angeschlossen, die nun eine knappe Mehrheit hat. So bleibt Mosisili Premier. Das kleine Königreich in den rauen Bergen ist stark vom großen Nachbar Südafrika abhängig.

Lesotho ist das erste Land, das alle Bürger verpflichten will, sich einem Aidstest zu unterziehen. Die Ausführung wird mehrere Jahre dauern. Die Infektionsrate liegt bei 25%.

Wegen einer Kaltfront in Südafrika mit Schnee, Eis und sintflutartigen Regenfällen saßen Autofahrer in Lesotho zwei Tage lang im Schnee fest. Die Luftwaffe Südafrikas beteiligte sich an der Rettungsaktion der eingeschneiten Reisenden. Der Wintereinbruch stürzte auch Teile Südafrikas ins Chaos.

Mit dem Beginn des neuen Jahres haben drei Textilfabriken in Lesotho ihre Toren geschlossen. Mit dem Auslaufen des internationalen Textilabkommens der Welthandelsorganisation beginnen die asiatischen Firmen die Produktion in ihre Heimatländer zurückzuverlegen. Die Textilindustrie beschäftigt in Lesotho 56.000 Arbeiter.

Auf Grund der anhaltenden Dürre sind laut UNO bis zu 550.000 Menschen, also jeder vierte Bewohner des südafrikanischen Königreiches, von Hunger bedroht. 14-Millionen Euro sind dringend nötig, um eine Katastrophe abzuwenden. Die Maisernte ist gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte zurückgegangen. Auch die Getreide-Produktion Südafrikas, das ansonsten etwa 70 % des Nahrungsmittelbedarfs von Lesotho deckt, ist stark rückläufig.

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