Schlagwort: Kongo-RDC

Kongo DR – 2000 km von der Hauptstadt entfernt, zwischen Lubumbashi und Luena, ist ein Güterzug mit einer brennbaren Ladung in eine Schlucht gestürzt und in Flammen aufgegangen. Es soll 33 Tote geben. Die Betroffenen seien illegal mit dem Zug gereist, sagt Radio Okapi. Man erwartet, dass die Zahl der Opfer noch steigt.

Kongo DR – In einem extrem entlegenen Dorf überlebten sie eine natürliche Geburt, verbrachten Stunden auf einem Motorrad über holprige Urwaldpisten zum nächsten Krankenhaus, von wo aus sie von einer humanitären Airline nach Kinshasa geflogen wurden. Nach einer erfolgreichen Trennung, angeblich der ersten in Kinshasa, sind die beiden Mädchen wohlauf.

Kongo DR – Die Wahlkommission sagte nun, dass die schon lang fällige Wahl nicht vor Anfang 2019 stattfinden kann, ein Grund für neue Sorge um die Sicherheit im Land und Wut in der Bevölkerung, weil Kabila immer wieder neue Wege findet, im Amt zu bleiben. Nach dem Zensus braucht die Kommission noch 504 Tage. Die blutige Auseinandersetzung in der Kasai Provinz könnte weitere Verzögerung bringen.

Kongo DR – Die kongolesische Armee ist im Kampf gegen die Mai-Mai Yakutumba Miliz auf Boote im Tanganjika See umgestiegen. Es gab heftige Gefechte nahe der Küstenstadt Uvira, unweit der Grenze zu Burundi. Helikopter der UN-Friedensmission Monusco haben die kongolesischen Soldaten aus der Luft unterstützt. Die Region ist weltweit die wichtigste Quelle von Koltan, unentbehrlich in Mobiltelefonen und andern elektronischen Geräten.

Kongo DR – Während Europa versucht Flüchtlinge aus Afrika zu stoppen, finden im Kongo Dramen viel größeren Ausmaßes statt. In der Provinz Tanganyika, dem ehemaligen Nord-Katanga, haben durch Kämpfe zwischen den Ethnien der Twa und der Lubatausende Familien ihr Zuhause verloren. Allein in der Provinzhauptstadt Kalemie am Ufer des Tanganyika-Sees leben an die 250.000 Flüchtlinge unter unmenschlichen Bedingungen. In gesamten Kongo, einem Land so groß wie West-Europa, ist die Zahl der Binnenflüchtlinge auf 4 Millionen gestiegen. Jeden Monat kommen 100.000 Neue dazu.

DR Kongo – Etwa die Hälfte der Kobaltproduktion der Welt kommt aus dem Kongo. Das Metal, ein Nebenprodukt bei der Kupfergewinnung, wird für die Batterien benötigt, die Auto zukünftig antreiben sollen. Doch der Kongo und seine Bevölkerung wird von den steigenden Weltmarktpreisen nicht profitieren. Die Bergwerke sind gegen Schmiergelder an internationale Konzerne verschleudert worden.

DR Kongo – Der Klimawandel verursacht weltweit extreme Wetterbedingungen. Am Ufer des Albert Sees in der Provinz Ituri wurden etwa 200 Einwohner eines Fischerdorfs unter einem Erdrutsch begraben. Anhaltende Regenfälle hatten das Steilufer wie auch eine alte Goldmine zum Einsturz gebracht.

Kongo-RDC – Zwei Tage soll Kinshasa still stehen. Kritiker wollen von Kabila endlich einen Wahltermin erzwingen. Während viele Geschäfte in der sonst pulsierenden Stadt geschlossen sind, ist die Polizei aktiv und die Nutzung von Social Media wurde eingeschränkt. Sollte der Streik der jungen Aktivisten keine Wirkung zeigen – Zeitplan und Rücktritt – sind weitere Maßnahmen geplant.

Kongo-RDC – Sie gingen am Montag landesweit auf die Straßen von Kinshasa, Goma und anderen Städten, um den Rücktritt von Präsident Joseph Kabila bis Jahresende zu erzwingen. Die kongolesische Obrigkeit hat seit September alle Oppositionsproteste untersagt; diese waren seit der Weigerung Kabilas, aus dem Amt zu scheiden, immer häufiger geworden. Letztes jahr haben Sicherheitskräfte dutzende anti-Kabila Aktivisten ermordet. Jetzt befürchtet man ein Wiederaufleben der Bürgerkriege zwischen 1996 und 2003, die Millionen Todesopfer kosteten.

Kongo-RDC – Durch ein koordiniertes Programm von Streiks und zivilem Ungehorsam will die Opposition Kabila zum Rücktritt zwingen. Sollte der Präsident bis Ende September keinen Wahltermin veröffentlicht haben, soll es zum totalen Chaos kommen. Bürger würden weder Wasser – und Stromrechnungen noch Steuern zahlen. Kundgebungen werden zeitgleich in Kinshasa und den Provinzen gehalten, und Armee und Polizei dürften keine „schlechten“ Befehle von Kabila annehmen. Der Tod von Oppositionsführer Etienne Tshisekedi hatte den Plan verzögert.

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