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DR Kongo – Der an Ostern entführte Priester Celestin Ngango ist nach Lösegeldzahlung wieder frei. Von den andern zehn verschleppten Personen wurden drei ermordet. Inzwischen ist in der Nord-Kivu Provinz, Diözese Goma, der 38-jährige Pfarrer Etienne Nsengiunva nach dem Gottesdienst erschossen worden. Trotz Präsenz von Armee Einheiten und UNO-Blauhelmen können 15 bewaffnete Gruppen dort ihr Unwesen treiben. Die Zahl der Todesopfer kennt keiner; die Zivilbevölkerung sucht Schutz in Nachbarländern, doch die Kirche, oft Ziel der Konflikte, bleibt vor Ort.

DR Kongo – Bewaffnete Kidnapper haben nach der Ostermesse den Priester Celestin Ngango in Goma, Nord Kivu, entführt und von seiner Pfarrei gleich 500.000 Dollar für seine Freilassung verlangt. Die Bischofskonferenz (CENCO) besteht jedoch auf einer sofortigen bedingungslosen Freilassung. Die beiden Kivu Provinzen haben schon viel Gewalt erlebt. Im Oktober 2012 wurden drei Priester entführt und zwei weitere im Juli letzten Jahres. Von keinem von ihnen hat man je etwas gehört, berichtet CENCO.

DR Kongo – Seit Jahresanfang sind über 50.000 Kongolesen nach Uganda geflohen, die meisten über den Albertsee, den 5.300 Quadratkilometer großen Grenzsee. Überladene Kähne – einmal mit 27 Kühen an Bord -, hohe Wellen, kenternde Boote und schwimmunfähige traumatisierte Frauen und Kinder machen die Flucht äußerst gefährlich. Nach den Kämpfen in Kasai ist jetzt die Ituri Provinz in Aufruhr. Analysten vermuten, dass diese Konflikte absichtlich geschürt werden, um Kabila auch zwei Jahre nach Ende seiner Amtszeit an der Macht zu halten. Obwohl Uganda bereits 1.4 Mio. Flüchtlingen Schutz bietet, werden die täglich ankommenden 500 von der Anlegestelle in längst überfüllte Lager gebracht und von Hilfsorganisationen so gut wie möglich betreut.

DR Kongo – Zehntausende fliehen vor der Gewalt von zwei ethnischen Gruppen, Hema und Lundu, im Osten des Landes. In den Kämpfen sollen 70 Dörfer geplündert und zerstört worden sein. Den Tod von 76 Menschen dementiert der Gouverneur der Ituri Provinz. In den vergangenen zwei Jahren sind über 4.5 Mio. Menschen wegen ähnlichen Stammeskämpfen aus ihrer Heimat geflohen.

DR Kongo – Der kongolesische Kardinal Monsengwo hat die brutale Gewalt gegen Demonstranten am Silvestertag scharf kritisiert. Die Polizei setzte in mehreren Kirchen Tränengas und Schlagstöcke ein. Vor manchen Kirchen gab es Wasserwerfer und Schüsse, mindestens acht Tote und viele Verletzte. Die Bürger demonstrieren weiter gegen Kabilas illegalen Machterhalt. Durch das „barbarische“ Eingreifen hat sich Kabila mächtige Feinde gemacht; 40 Mio. Kongolesen sind katholisch. Der Machtkampf zwischen Kirche, die immer wieder als Mahner und Vermittler auftrat, und Kabila spitzt sich zu.

Kongo DR – Bei der Attacke einer Rebellengruppe auf eine Friedensmission in Nord-Kivu gab es 19 Tote und über 50 Verletzte. 14 der Toten waren UNO Soldaten aus Tansania. UN-Generalsekretär Guerres nannte die Tat, die schlimmste gegen eine Friedenstruppe, ein Kriegsverbrechen, das geahndet werden muss. Der UN-Blauhelmeinsatz MONUSCO ist der größte und teuerste weltweit, doch nach mehreren Bürgerkriegen und jetzt im Machtkampf zwischen Kabila und der Opposition sind Ordnung und Frieden noch in weiter Ferne.

Kongo DR – Über 5.500 Menschen sind im ersten Halbjahr 2017 täglich aus ihrer Heimat geflohen. Laut IDMC Berichten ist es die am schlimmsten von Vertreibung betroffene Region weltweit, ernster als Syrien, Jemen und Irak zusammen. Dazu kommt noch die gravierende politische Krise, weil J. Kabila nicht aufgibt. Trotz der großen Zahl bedürftiger Menschen kommt humanitäre Hilfe nur schleppend an. Essensrationen müssen vielfach halbiert werden.

Kongo DR – Am Ende ihrer Vollversammlung, in der die politische Krise im Mittelpunkt stand, hat die kongolesische Bischofskonferenz CENCO Joseph Kabila ersucht, verbindlich zu erklären, dass er bei der nächsten Präsidentschaftswahl am 23. Dezember 2018 nicht mehr kandidieren wird. Er hat durch seine Verschiebungstaktiken seine Amtszeit schon um zwei Jahre verlängert. Opposition und Zivilgesellschaft sind erbost; die Kirche will weiter vermitteln und ruft alle zu gewaltfreiem Verhalten auf.

Kongo DR – Kobalt, unentbehrlich in Handys, wird immer mehr für effiziente Energiespeicher und Autocomputer gebraucht. Die Hälfte des Kobaltbedarfs kommt aus dem Kongo, wo viele Kinder, manche erst 7 Jahre alt, Leben und Gesundheit in den Minen riskieren. Amnesty International verlangt die Überprüfung der Lieferketten. Oft mangelt es an Transparenz, auch bei großen Autokonzernen. Die Tatsache, dass weltweit 152 Mio. Kinder zur Arbeit gezwungen werden, sei nicht länger tragbar.

Kongo DR – Die unabhängige Wahlkommission hat die Präsidentschaftswahlen, schon für Dezember 2016 angesetzt, jetzt auf den 23.Dez. 2018 terminiert. Das gibt Kabila zwei weitere Jahre im Amt. Für einen Zwischentermin in 2017 hatten sich schon die AU und die kath. Bischofskonferenz eingesetzt. Die neue Verzögerung wird mit der schleppenden Neuregistrierung von Wählern begründet, besonders in der von Unruhen geplagten Kasai Provinz. Die Bürger sind wütend, und die Opposition ruft zu Protesten auf.

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