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DR Kongo – Trotz Widerstand und Warnung von Naturschützern soll in zwei Nationalparks, die wegen ihrer einzigartigen Ökosysteme Weltkulturerbe sind, nach Öl gebohrt werden. Der östliche Virunga-Nationalpark beherbergt ein Viertel der noch lebenden Berggorillas, und der Salanga-Park im Kongo Becken ist eins der größten Regenwald-Schutzgebiete der Welt und Heimat unzähliger Zwergschimpansen. Ein Exportstopp gefährdeter Tiere nach China, könnte als Zeichen eines Umdenkens gedeutet werden.

DR Kongo – Moise Katumbe, Eigentümer des kongolesischen Fußballklubs TP Mazembe, will in zwei Monaten in den Kongo zurückkehren, um seine Aufstellung als Präsidentschaftskandidat für die Wahlen am 23. Dezember zu registrieren. Er lebt seit 2016 im selbstgewählten Exil, wurde in Abwesenheit aus politischen Gründen verurteilt, und jetzt annullierte die kongolesische Behörde vor zwei Wochen auch seinen Pass. Katumbi, ein populärer Gegenkandidat, ist bereit, mit allen Oppositionellen zusammen zu arbeiten, mit Tshisekedi, Kamehre und sogar dem kürzlich freigelassenen Bemba.

DR Kongo – Jean-Pierre Bemba, früherer Vizepräsident, war wegen Kriegsverbrechen zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Jetzt ist er frei. Bemba könne nicht für die Verbrechen, die seine Truppen in der Zentralafrikanischen Republik begangen haben, verantwortlich gemacht werden. Es gab auch ernsthafte Fehler in der ersten Instanz. Bemba war 2003 Vizepräsident und bei den 2006 Wahlen der stärkste Oppositionskandidat, verlor aber gegen Kabila. Seine Anhänger sehen in ihm schon den nächsten Präsidenten.

DR Kongo – Gute Nachrichten aus dem Kongo sind rar. Ärzte ohne Grenze konnte berichten, dass der Ebola-Ausbruch halbwegs unter Kontolle ist. Dank der schnellen Intervention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und einer zügigen Finanzierung durch die internationale Gemeinschaft konnten in kürzester Zeit 19 Tonnen Material in den Dschungel transportiert werden und so eine Ausbreitung der Epidemie verhindert werden.

DR Kongo – Für die Batterien von E-Autos und elektronischen Geräten ist Kobalt ein wichtiger Rohstoff und der Kongo ist mit 60% der weltweit größte Produzent. Doch die Umweltschäden sind verheerend: vergiftete Flüße, verseuchte Böden, Frühgeburten und Missbildungen bei Babies, schwere Haut- Atemwegsprobleme der Anwohner.

DR Kongo – Auf der Fahrt von Monkoto nach Mbandaka sank in der Nacht zum Donnerstag ein Fischerboot mit Dutzenden Passagieren und einer großen Güterladung. 50 Opfer wurden bisher aus dem Wasser geborgen. Die Zahl der Vermissten und die Unglücksursache sind noch unklar, aber das Schiff war gegen jede Vorschrift nachts und unbeleuchtet unterwegs.

DR Kongo – Seitdem Ebola in Mbandaka bestätigt wurde, ist die Alarmstufe enorm gestiegen. Man befürchtet einen explosionsartigen Ausbruch des Virus. Regierung und Weltgesundheitsorganisation tun alles, um die Gefahr einzudämmen. 5400 Dosen des experimentellen Impfstoffs seien eingetroffen, besonders für medizinisches Personal und Kontaktpersonen, sowie Hygienematerial und Schutzanzüge. Es ist der neunte Ausbruch der Ebola-Seuche im Kongo in den letzten 40 Jahren. Bisher waren alle in isolierten Regionen, weshalb sich die Krankheit nie weit verbreitet hat. In Westafrika starben in 2013/14 11.300 Menschen an der bisher schlimmsten Epidemie.

DR Kongo – Im Nordwesten sind bereits 17 Todesopfer zu beklagen. Die Behörden arbeiten eng mit der Weltgesundheitsorganisation WHO zusammen, um den neuen Ausbruch einzudämmen. Fachleute sind bereits nach Bikoro gereist. Kleine Ausbrüche gab es immer wieder im Kongo. Letztes Jahr erlaubte die Regierung einen neuen Impfstoff, der gegen Ende der verheerenden Ebola-Epidemie (2024-15) in Westafrika, bei der 11.000 Menschen starben, eingesetzt wurde

DR Kongo – Felix Tshisekedi, Sohn des Parteigründers Etienne Tshisekedi und nominierter Kandidat der Opposition für die Präsidentschaftswahlen im Dezember, hat das erste erlaubte Treffen der Opposition in Kinshasa veranstaltet. Mit Hilfe der vereinigten Oppositionspartei UDPS hofft er, „das Land wieder aufzurichten“. Neben Tshisekedi hat auch der im Exil lebende Moise Katumbi seine Kandidatur angemeldet. Viele Kongolesen fürchten jedoch, dass es keine freien, fairen Wahlen geben wird oder dass sie, wie wiederholt passiert, hinausgeschoben werden, weil Joseph Kabila nicht loslassen kann.

DR Kongo – Vertreter von 50 Ländern haben letztes Wochenende in Genf 428 Mio. Euro für das von Hunger und Gewalt geplagte Land zugesagt, nur etwa ein Viertel der von der UNO vorgeschlagenen Summe. Der Sicherheitsrat hat höchste Alarmstufe ausgerufen, da 13 Mio. humanitäre Hilfe brauchen, 8 Mio. Hunger leiden, 4.4 Mio. Binnenflüchtlinge sind und 600.000 ins nahe Ausland geflohen sind. Die Regierung Kabilas warf den Geberländern vor, die Zahlen zu übertreiben und das Land schlecht zu machen und so Investoren fernzuhalten. Kirche und Zivilgesellschaft sind verärgert, dass sich die Regierung gegen Hilfeleistung sperrt.

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