Schlagwort: Kongo-RDC

DR Kongo – Zum Jahreswechsel hat der Erzbischof von Kinshasa, Kardinal Fridolin Ambongo, vor dem Zerfall des Landes gewarnt. Die Politiker ignorieren die Konflikte und verbringen Zeit mit Partys und Streitereien, so der Kardinal, während das Land gespalten wird. Der Ordensmann Ambongo besuchte derweil die vom Bürgerkrieg zerrüttete Stadt Beni im Nordosten, die im vergangenen Jahr Schauplatz zahlreicher blutiger Anschläge durch Extremisten war.

DR Kongo – Die wütenden Bewohner der 200.000 Einwohner Stadt Beni im Osten des Landes waren so erbost über den letzten Angriff der islamistischen Miliz ADF, bei dem sie keine Hilfe von der Armee oder den UNO Truppen erhielten, dass sie die UN-Militärbasis und das Rathaus anzündeten. Die UN-Truppe, Monusco, ist 18.000 Mann stark, schafft es aber nicht, den Menschen Schutz zu bieten. Beni will sie nicht mehr haben. Präsident Tshisekedi versprach, dass UN-Truppen und Armee gemeinsam Schutz für die Zivilbevölkerung schaffen würden. Beni war kürzlich Epizentrum der zweitgrößten Ebola Epidemie.

DR Kongo – Das Koordinierungskomitee der katholischen Laien (CLC) hat in Kinshasa eine dezentralisierte Demonstration organisiert, um gegen die Korruption im Land zu protestieren. In einem Memorandum erklären sie, der Kongo gehöre allen und sei nicht das Privateigentum einer privilegierten Gruppe, die das Recht hätte straflos den ganzen Reichtum des Landes an sich zu reißen. Angesichts der massiven Fälschung der Ergebnisse nach den Präsidentschaftswahlen im Dezember 2018 fordern sie die Entlassung der neun Verfassungsrichter, die „die Wahlergebnisse banalisiert haben.“

DR Kongo – Etwa 150 km von Kinshasa entfernt stürzte ein Bus eine Böschung hinunter und ging in Flammen auf. 18 weitere Passagiere erlitten Verletzungen. Defekte Bremsen sollen die Unglücksursache gewesen sein. Präsident Tshisekedi sagte seine Reise zur Kaiserkrönung in Japan wegen dem Unglück ab.

DR Kongo – Suchteams der DR Kongo haben nach Tagen das Wrack eines von der Regierung gecharterten Frachtflugzeugs entdeckt. An Bord der Antonov 72 waren 8 Passagiere, darunter der persönliche Fahrer des Präsidenten. Das Team hatte in Goma einen Besuch von Präsident Tshisekedi vorbereitet und stürzte auf dem Rückweg ab.

DR Kongo – Da einige Bevölkerungsgruppen den Gesundheitsteams nicht trauen, sie sogar angreifen, soll die Kirche als Vermittler eintreten, besonders wenn Mitte Oktober ein zweiter experimenteller Impfstoff gegen Ebola eingeführt wird. Noch mehr Todesfälle als in der Ebola Epidemie verursachte jetzt ein Masernausbruch – 3.500 Opfer bis jetzt. Deshalb will die WHO zusammen mit der Regierung in einer Woche 800.000 Kinder impfen. Es ist weltweit die größte Masernepidemie und breitet sich rasant aus.

DR Kongo – Nur wenige Tage nach der Entgleisung eines Güterzugs im Südosten des Landes, bei dem mindestens 50 blinde Passagiere umkamen, ereignete sich in der Nacht zum Sonntag ein Schiffsunglück auf dem Kongofluss nahe Kinshasa. Ein Fracht / Passagierschiff sank in einer starken Strömung. 36 Passagiere sind vermisst; 76 überlebten. Die Gründe sind fast immer gleich: Schienen, Züge und Schiffe sind veraltet und schlecht gewartet; und da Reisemöglichkeiten begrenzt und unregelmäßig sind, sind Züge und Schiffe oft überlastet. Auf dem Wasser kommt dazu, dass die Wenigsten eine Schwimmweste haben oder schwimmen können.

DR Kongo – Bei seiner Amtseinführung hatte sich Präsident Felix Tshisekedi bereit erklärt, mit seinem Vorgänger Joseph Kabila zusammenzuarbeiten. Die Wahl im Dezember 2018 war heftig umkämpft und das Ergebnis umstritten, aber sie ermöglichte den ersten friedlichen Machtwechsel seit der Unabhängigkeit des Landes von Belgien in 1960. In dem neuen Koalitionsvertrag teilen sich die beiden rivalisierenden Blöcke die Macht. Das Dekret ist unterzeichnet und das Parlament tritt am 7. September zu einer außerordentlichen Sitzung unter dem neuen Premier Sylvetre Ilunga zusammen, um die neue Regierung einzusetzen.

DR Kongo – Zwei neuentwickelte Medikamente sind im Kampf gegen Ebola vielversprechend, doch die WHO warnt vor „überzogenen Erwartungen“. Die Zahl der Toten sei bereits zurückgegangen. Wichtig sei jedoch, die Krankheit frühzeitig zu erkennen. Wenn der Infizierte binnen drei Tagen die Medikamente bekommt, ist die Erfolgsrate bei 90%. Unbehandelt liegt die Todesrate bei 75%. Während der jetzigen Epidemie im Kongo sind bisher 1800 Menschen gestorben.

DR Kongo – Der Minister für Gesundheit, Dr. Oly Ilunga, hat seinen Rücktritt eingereicht, nachdem Präsident Felix Tschisekedi die Leitung der anti-Ebola Kampagne selbst in die Hand genommen und einer Expertengruppe anvertraut hatte. Dahinter könnte auch die Weigerung des Ministers stehen, Experimente mit einem neuen Impfstoff der belgischen Pharmafirma Janssen zuzulassen. Bisher wurden 170.000 Menschen in der Region mit einem Impfstoff der Firma Merck immunisiert. Über 1700 der 2500 Patientên starben bereits durch den ansteckenden Ebola-Virus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Notstand erklärt.

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