Schlagwort: Kongo-RDC

Ein Militärgericht hat den Ex-Warlord Ntabo Nataberi Sheka wegen Kriegsverbrechen wie Mord, Massenvergewaltigung, sexueller Sklaverei und der Rekrutierung von Kindersoldaten zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Ex-Warlord hatte sich 6 Jahre lang der Verhaftung entziehen können, bevor er sich 2017 den UN-Friedenstruppen stellte. Der anschließende Prozess in der östlichen Stadt Goma dauerte zwei Jahre.

Die Regierung erklärte den letzten Ebola-Ausbruch für besiegt. Seit dem Ausbruch im Juni starben im Nordwesten des Landes 55 Menschen. Seit das Virus 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses entdeckt wurde, gab es im Kongo bereits 11 Ebola-Ausbrüche.

So sieht es die Ebola –  Überlebende Espérance Nyabintu. Vor einem Jahr tötete das Virus ihren Mann. Gemieden von den meisten ihrer Nachbarn, Freunden und Familie muss sie ihre 10 Kinder allein großziehen. Trotzdem wurde sie noch Sozialarbeiterin  und unterstützt andere geächtete Überlebende. Ihr kleines Haus in Goma, gebaut auf dem schwarzen Lava des Nyiragongo  Vulkanausbruchs in 2002, ist Zufluchtsort für Viele.  Wirksame Impfstoffe und gute medizinische Behandlung haben die Überlebensraten gesteigert, aber die sozialen und emotionalen Auswirkungen von Ebola bleiben noch lange.

Denis Mukwege, der kongolesische Gynäkologe und Gründer des Panzi- Hospitals in Bukavu, der unzählige Frauen und Mädchen, Opfer sexualisierter Kriegsgewalt, chirurgisch wiederhergestellt hat, ist auch ein furchtloser Menschenrechtsaktivist. Damit hat er sich Feinde gemacht; in  2012 entging er nur knapp einem Mordanschlag. Jetzt erhielt er neue Morddrohungen weil er Grausamkeiten im Osten des Landes dokumentiert, verantwortliche Täter- Gruppen öffentlich benennt und Gerechtigkeit fordert. Er ist dankbar für die gewährte Sicherheit von Patienten und Personal.

In der Nähe von Kamituga haben nach sintflutartigen Regenfällen Erdrutsche etwa 50 Bergleute begraben, die meisten von ihnen junge Menschen aus kleingewerblichen Betrieben. Retter graben immer noch, teils mit Händen, durch die Trümmer. Bergbau Unfälle sind wegen den schlechten Sicherheitsstandards keine Seltenheit. Der Gouverneur der Ost-Kivu Provinz bedauert den Tod so vieler junger Menschen, und der Bürgermeister von Kamituga versprach Maßnahmen, um solch tragische Unfälle in Zukunft zu verhindern.

Seit die Armee im vergangenen Jahr eine groß angelegte Operation gegen die bewaffnete Gruppe der Allied Democratic Forces (ADF), gestartet hat, gibt es verstärkte Angriffe im Osten des Landes. In den vergangenen 18 Monaten wurden mindestens 800 Zivilisten getötet; die Vereinten Nationen, sprechen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Bei dem jüngsten Angriff in den Dörfern Kinziki-Matiba und Wikeno, 10 km östlich der Stadt Oicha wurden 13 Menschen getötet

Ehemalige Kriegsherren, darunter zwei, die in Den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt wurden, entsandte die Regierung in die Provinz Ituri; sie sollen den aktuellen Konflikt lösen. Zwischen 1999 und 2007 führte die Auseinandersetzung zwischen Lendu-Bauern und Hema-Hirten zu schätzungsweise 50.000 Toten; Hunderttausende wurden zur Flucht gezwungen. 2017 brach die ethnische Gewalt in Ituri erneut aus.

Am 30. Juni 1960 wurde das zweitgrößte Land Afrikas nach einer unheilvollen Kolonialzeit von Belgien ganz unvorbereitet in die Unabhängigkeit entlassen. Korrupte Diktatoren, mehrere Bürgerkriege, die Ausbeutung der reichen Bodenschätze –  Diamanten, Gold, Coltan, Kupfer, Platin, Uran und Erdöl – und die Zerstörung der Regenwälder ließen ein gebeuteltes Land zurück. Nach 60 Jahren hat Belgiens König Philippe  erstmals öffentlich sein Bedauern über das Terror Regime des belgischen Monarchen Leopold II. ausgedrückt und den anhaltenden Rassismus angeprangert. Das Schreiben ging an den amtierenden Staatspräsidenten Felix Tshisekedi

Kongo-RDC – Die Regierung teilte mit, dass in der Gesundheitszone Wangata, Mbandaka, in der Provinz Équateur wieder Ebola ausgebrochen ist. Dies ist der 11te Ausbruch seit der ersten Entdeckung des Virus im Jahr 1976. Das Land kämpft auch gegen COVID-19 und den weltweit größten Masernausbruch.

Kongo – DRC – Kämpfer der Miliz der Kooperative für die Entwicklung des Kongo (CODECO), die sich aus Kämpfern der ethnischen Gruppe der Lendu zusammensetzt, griffen das Dorf Hema in der Provinz Ituri an und töteten mindestens 20 Zivilisten. Die Angreifer flohen, nachdem Friedenstruppen der Vereinten Nationen in dem Dorf angekommen waren. Die Milizen eröffneten jedoch später das Feuer auf eine nahe gelegene UN-Basis. Dies ist der jüngste Vorfall einer Welle ethnischer Gewalt. In den letzten 2 Monaten wurden 200.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Die Mitglieder von CODECO stammen hauptsächlich aus der ethnischen Gruppe der Lendu, (überwiegend Bauern). Sie geraten ständig in Konflikt mit der Hema-Gemeinschaft (Händlern und Hirten) in Ituri. Die Provinz Ituri ist reich an natürlichen Ressourcen, darunter Gold, Diamanten und Coltan.

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