Schlagwort: Kongo-RDC

Die Gemeindemiliz CODECO (Cooperative for the Development of Congo), die behauptet, den Stamm der Lendu gegen den Stamm der Hema zu schützen, wird beschuldigt, am frühen Samstagmorgen 5 Dörfer im Gebiet von Mahagi angegriffen, Bewohner getötet, Vieh gestohlen, Häuser geplündert und angezündet zu haben; mehr als 30 Menschen darunter viele Frauen und Kinder sind ums Leben gekommen. In der Nachbarprovinz Nord-Kivu bekannten sich Rebellen der ADF (Alliierte Demokratische Kräfte) zu einem Anschlag auf das Dorf Nguli im Gebiet Lubero und einen Anschlag am 8. März ;rund 50 Menschen wurden getötet.

Die von den Tutsi geführten M23-Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben sich am 15. März 2023 aus mehreren Dörfern zurückgezogen, bevor eine regionale Truppe militärisch eingesetzt wird. Die M23 war im November 2021 aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und beschuldigte die DR Kongo, ihr Versprechen, ihre Kämpfer in die Armee zu integrieren, nicht eingehalten zu haben. Die sieben Nationen umfassende Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) begann im November 2022 mit der Entsendung einer Militärtruppe in den Ostkongo, um die Region zu stabilisieren. Die Zusammenstöße zwischen der M23 und der Armee der DR Kongo hielten jedoch an, trotz mehrerer regionaler Friedensinitiativen, darunter ein von Angola vermittelter Waffenstillstand, der am 7. März 2023 in Kraft treten sollte.

Vulkanologen haben ein Glühen an der Spitze des Nyamulagira-Vulkans im Osten der Demokratischen Republik Kongo beobachtet. Den neuesten Daten zufolge wird dies durch eine Bewegung von Lava in geringer Tiefe in Richtung des zentralen Kraters des Nyamulagira-Vulkans verursacht. Der letzte größere Ausbruch des Nyamulagira fand 2011 statt – es war der Größte seit 100 Jahren.

Präsident Felix Tshisekedi hat an Präsident Emmanuel Macron appelliert, ihn bei der Verhängung von Sanktionen gegen Ruanda, wegen dessen angeblicher Unterstützung der M23-Rebellen im Osten des Landes zu unterstützen. Ruanda bestreitet jedoch jegliche Beteiligung an dem Konflikt in der östlichen Region der DR Kongo. Macron befindet sich auf einer Reise durch vier afrikanische Länder – Gabun, Angola, die Republik Kongo und die DR Kongo.

Die Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo und Sambias haben versprochen, die Verzögerungen beim Zoll für Lastwagen, die Kupfer aus den beiden größten Produzenten Afrikas transportieren, zu beseitigen. Sambia und die Demokratische Republik Kongo produzieren 80 % des weltweiten Kupfers und 2/3 des Kobalts. Die wachsende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hat einen Wettlauf um Kupfer und Kobalt angeheizt, die in den Batterien dieser Fahrzeuge verwendet werden.  Beide Länder vereinbarten, die Grenzposten 24 Stunden am Tag zu öffnen; aber die Fahrer sagen, dass die Zollbeamten bisher nur 10 Stunden pro Tag arbeiten. Einige der Fahrer aus dem südlichen und östlichen Afrika stehen schon seit Wochen in einer kilometerlangen Schlange an der Grenze.

Frauen wurden im Osten der Demokratischen Republik Kongo von den Milizen, die in dem von ihnen kontrollierten Gebiet islamische Scharia-Strafen verhängen, ausgepeitscht, weil sie kurze Röcke oder Hosen trugen. Premierminister Jean-Michel Sama Lukonde „verurteilte die erniedrigenden und unmenschlichen Misshandlungen durch die Mitglieder der bewaffneten Malaika-Gruppe. Lukonde sagt: „..eine Regierungsdelegation wird in das Gebiet – Salambila in der östlichen Provinz Maniema – entsandt, damit die Täter bestraft werden können.“ 

Durch den Zustrom von Flüchtlingen wurden im Virunga-Nationalpark in weniger als 2 Monaten mehr als 200 Hektar Wald bis auf die Stümpfe abgeholzt. Die Menschen wurden von der weiter nördlich gelegenen M23-Miliz aus ihren Häusern vertrieben. Die M23-Miliz nahm die Kämpfe im November 2021 wieder auf, nachdem sie die kongolesische Regierung beschuldigt hatte, eine Vereinbarung über die Eingliederung ihrer Kämpfer in die Armee nicht eingehalten zu haben. Trotz der Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens mit der Regierung im November 2022 ist die M23 weiterhin mit rivalisierenden bewaffneten Gruppen aneinandergeraten, während sie weite Teile des Gebiets in der Provinz Nord-Kivu erobert hat und in Richtung Goma vorgestoßen ist.

Ruanda hat in Erwartung eines möglichen Zustroms von Flüchtlingen ein Flüchtlingslager im Distrikt Rubavu eingerichtet, da ein Wiederaufflammen der Kämpfe im Osten der DR Kongo zwischen den Regierungstruppen und den M23-Rebellen befürchtet wird. Das Nkamira Transit Centre wurde am 16. Januar eröffnet und beherbergte zurzeit 670 kongolesische Flüchtlinge. Seit November 2022 sind fast 3.000 kongolesische Flüchtlinge in Ruanda eingetroffen, 1.760 wurden im Flüchtlingslager Mahama im Bezirk Kirehe in der Ostprovinz untergebracht.

Mehr als 55 Menschen wurden am 3. Dez. bei Überschwemmungen und Erdrutschen in der Hauptstadt getötet und Dutzende verletzt. Nach Angaben der örtlichen Behörden waren 24 Stadtteile von Kinshasa betroffen. In der Stadt leben etwa 12 Millionen Menschen. Die sintflutartigen Regenfälle setzten nicht nur Häuser unter Wasser, sondern zerstörten auch zahlreiche Straßen. Ein Erdrutsch im südlichen Bezirk Mont-Ngafula unterbrach eine wichtige Versorgungsroute, die die Hauptstadt mit dem Atlantikhafen Matadi verbindet. 

Die Meinungsverschiedenheit bezieht sich auf eine Prüfung der Generaldirektion für Steuern für die Jahre 2016 bis 2019, bei der festgestellt wurde, dass Vodacom Kongo 243 Millionen US-Dollar schuldet. Die Steuerbehörde hat versucht, die Gelder zu beschlagnahmen, trotz einer Berufung, die die Veranlagung auf 165 Millionen Dollar reduzierte, gegen die Vodacom ebenfalls Berufung einlegt, so das Unternehmen. Wegen eines Steuerstreits wurden Teile der Büros der Vodacom Group versiegelt und ihre Bankkonten im Land eingefroren. 

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